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Missing in Action or: How I learned to stop worrying and love my PS Vita!

Neulich habe ich einen Artikel darüber gelesen, warum die PS Vita ein kommerzieller Flop ist.
Bei Kotaku war das, glaube ich. Jedenfalls ging es darum, dass für das kleine Kraftpaket aus dem Hause Sony zu viele Japano-Rollenspiele und sonstige Nischentitel erscheinen und zu wenig Trippel-A-Klopper, die zahlungskräftige Kunden anlocken würden. Was lustig ist, denn ich habe mir die Vita extra gekauft, um J-RPGs und sonstige Nischentitel zu spielen. Entsprechend verliebt bin ich auch weiterhin in das Teil.

Moment mal … vielleicht war das auch gar kein Artikel bei Kotaku, sondern ein Video von Extra Credits … vielleicht auch beides …

Whatever, kommen wir zu den Vita-Titeln, mit denen ich mich in letzter Zeit beschäftigt habe:

Persona 3 Portable
Ich mache keinen hehl daraus, dass ich den Nachfolger Persona 4/P4 Golden für eines der besten J-RPGs des jungen Jahrtausends halte. Persona 3 hatte ich bereits auf der PS2 gespielt, aber nie bis zum Ende durchgehalten. Durch den tragbaren Port habe ich mich jetzt aber endlich mal durchgebissen, und auch wenn Teil 4 mein Favorit bleiben wird, war P3P über lange Strecken ähnlich suchterregend und kann ebenfalls mit tollen Charakteren und solider Story punkten.
And Aigis is my waifu!

Child of Light
Aufgrund großer Vorschusslorbeeren gekauft. Spielt sich wie eine Mischung aus Indie-Plattformer und Konsolen-Rollenspiel, inklusiver einem Hybrid-Kampfsystem, welches Echtzeit und Rundenbasiert kombiniert. Die Grafik basiert auf dem aktuellen Rayman Game und sieht entsprechend exquisit aus. Sowohl Umgebung wie auch Charaktere sind sehr fantasievoll und farbenfroh. Alles ist sehr kindlich, was nicht nur an der minderjährigen Protagonistin liegt.
Das alle Dialoge in Reimform verfasst sind, ist gleichzeitig Fluch und Segen. Teilweise hat das durchaus Charme, andererseits wirkt es oft bemüht. Einfach ein nettes Spiel für zwischendurch, für das man nicht allzu viel Sitzfleisch benötigt.

Tales of Hearts R
Hatte ich mal erwähnt, dass ich sau viele Japano-Rollenspiele spiele ;-)
Bin erst ca. 10 Stunden in diesem Remake eines Nintendo DS Spiels drin, mir gefällt das aber alles sehr gut. Die Story hat gerade genug frische Ideen, um sie von der 0815-Heldenreise anderer Genretitel zu unterscheiden, das Echtzeit-Kampfsystem ist leicht zu lernen, aber schwierig zu meistern und die Charakterentwicklung bietet Raum für eigene Vorlieben.
Die Interaktionen unter den verschiedenen Figuren ist schön lebendig, so dass einem die Charaktere relativ schnell ans Herz wachsen. Ich denke, mit Tales of Hearts R werde ich noch eine ganze Weile Spaß haben.

Final Fantasy VIII
Hatte ich mir extra für den Urlaub auf die Vita geladen, es dann aber gar nicht gespielt, weil Persona 3. Habe danach mal reingezockt, aber schon nach nicht mal einer Stunde keinen Bock mehr gehabt. FF VIII war für mich schon immer der schwächste Teil der PS1-Ära, außerdem musste ich die ganze Zeit an Spoony denken.

Wie man auf dem Bild oben erkennt, habe ich aber auch meine getreue PS3 wieder mit neuem Futter versorgt. Darüber dann mehr im nächsten Post.

I am back!

The Battle For Everyone’s Portable Soul!

Spoony hates everything! And this time I am with him! Well … sort off …

Seinen (komödienhaft überzogenen) Hass auf Final Fantasy X konnte ich noch nie nachvollziehen und auch FF VIII finde ich nicht so schlimm, aber Teil X-2 (How do you sequalize a sequel?) ist einfach … meh! Alles ist weder wirklich gut noch schlecht. Das Kampf-/Jobsystem: ist ok. Die Story: ist vorhanden. Die Charaktere: sind da, ja. Aber nichts hinterlässt einen bleibenden Eindruck oder lässt einen kreativen Funken erkennen.

Zugegeben, ich habe bisher nur etwa 10 Stunden gespielt, aber es kam mir so vor, als würde ich einen der vielen uninspirierten J-RPG Aufgüsse spielen, der versucht, im Fahrwasser von Final Fantasy auf Käuferfang zu gehen und keinen „echten“ Teil der Serie.

Es ist also ganz nett, dass X-2 als Downloadcode beim Kauf von Teil X dabei war und ich es so mal anspielen konnte, aber das war es dann vermutlich auch mit dem Thema.

Viel wichtiger:

Um das Loch zu füllen, dass der Abspann von Persona 4 in meinem Herzen hinterlassen hat, habe ich mir Persona 3 Portable (im Bundle mit Persona 2: Innocent Sin) besorgt. Zwar fand ich P3 nicht mal ansatzweise so großartig wie Teil 4, trotzdem habe ich gerade viel Spaß damit und bin erstaunt darüber, wie wenig die doch sehr drastischen Änderungen zwischen der normalen PlayStation 2 Version und der tragbaren PSP-Version den Spielspaß angreifen.

Denn für die portable Ausgabe wurden nicht nur die animierten Zwischensequenzen gestrichen, auch die In-Game-Cutscenes fehlen vollständig und wurden durch Standbilder im Stile eines Visual-Novels ersetzt. Klingt erstmal doof, tut dem Ganzen aber wie gesagt keinen Abbruch, da die Persona Spiele ja eh zu 80% aus den Unterhaltungen mit NPCs und zu 20% aus Grindorgien in zufallsgenerierten Dungeons bestehen. Und das klappt auch hier hervorragend. Zusätzlich hat P3P noch einen neuen, weiblichen Hauptcharakter, der auf andere Social Links trifft und natürlich veränderte Dialoge hat.

Bin schon gespannt, ob ich Persona 3 diesmal zum Ende bringe. Zwischendurch werde ich auch sicherlich in Teil 2 mal reinschauen.

Gamelist:
Persona 3 Portable (Vita)
Shadowrun: Returns (PC)
Hearthstone (PC)

I want my journey to be full of (painfully awkward) laughter!

Final Fantasy X ist einer meiner Lieblingsteile der kompletten Reihe und die HD-Version war für mich mit der Hauptkaufgrund für die PS Vita. Der Witz dabei ist, dass ich das Spiel damals auf der PS2 erst überhaupt nicht mochte und genau drei Anläufe gebraucht habe, bis ich es wirklich genießen konnte.

Zweimal hatte ich es mir ausgeliehen und jeweils ca. 20-30 Stunden investiert, bevor ich gelangweilt und frustriert aufgab. Noch nie war ich mit einem Teil der FF-Serie so unzufrieden. Warum, kann ich heute absolut nicht mehr nachvollziehen.
Sicherlich ist das Spiel nicht perfekt, aber besonders, wenn man es mit den Nachfolgern FF XII und die geballte Ladung Mittelmaß, die die FF XIII Spiele darstellen (Lightning Returns habe ich noch nicht ausprobiert) vergleicht, weiß FF X immer noch zu glänzen.

Was mir im Gegensatz zu den nachfolgenden Nummern besonders gut gefällt, ist die Story. Die erfindet zwar das Rad des Geschichtenerzählens nicht neu, aber sie schaffte (beim dritten Mal spielen xD) etwas, was vielen anderen Storys (egal ob in Spielen, Filmen, Büchern etc.) trotz aller Bemühung nicht gelingt: Ich wollte wissen, wie es weitergeht.

Natürlich war von vorneherein klar, dass Yuna nicht ihr Leben opfern muss und am Ende alles gut wird, trotzdem wollte ich wissen, was für eine Lösung gefunden wird und wie das Ganze nun ausgeht und deshalb blieb ich bei meinem dritten Anlauf – nachdem ich das Spiel in der Platinum Version schließlich doch selbst gekauft hatte – bis zum Ende am Ball.

Wobei auch das großartige Kampfsystem eine Rolle spielte, das ich für eines der besten (wenn nicht das Beste) der ganzen Reihe halte.

Die Hauptfigur Tidus mag ein nerviger Vollhorst sein, aber selbst, wenn er den Trend begonnen hat, dass der/die Hauptcharakter/e eines FF-Spiels gar nicht die eigentlichen Handlungsfiguren der Geschichte sind (siehe Vaan aus Final Fantasy XII), ziehe ich ihn den charakterlosen Pappfiguren aus FF XIII (-2) jederzeit vor. Ernsthaft, wie kann man in einem Spiel voll uninteressanter Figuren die uninteressanteste auswählen und zur Hauptfigur des nächsten Games machen … what were they thinking?

Ja, Final Fantasy XIII zu hassen ist mittlerweile so schick, wie Star Wars:Episode I doof zu finden – und wirklich schlecht fand ich das Spiel gar nicht mal – Fakt ist aber, dass die Charaktere keinen Blumentopf gegen ihre Vorgänger aus den älteren Spielen gewinnen.

Will alles heißen, ich hatte viel viel viel Spaß mit der Vita Version von Final Fantasy X und habe momentan sogar noch mehr Spaß mit Persona 4 Golden. Wirklich, das Spiel mag nur für ein Nischenpublikum geeignet sein, dass noch kleiner ist, als bei Japano-Rollenspielen ohnehin schon, aber ich finde es großartig und bedaure wirklich, dass ich es eigentlich schon durchgespielt habe und jetzt nur noch versuchen kann, etwas extra-Content aus dem Modul zu quetschen … oder halt doch sofort ein New Game+ anzufangen …

Trotz meiner Verehrung von Final Fantasy X empfehle ich übrigens das vernichtende Review von Spoony, weil seine FF Videos einfach klasse sind und ich über die wirklich lächerlichen Momente des Spiels trotzdem lachen kann.

Playlist:
The Ramones – Loco Live
Schleim Keim – Nichts gewonnen, nichts verloren Vol.2
Anamanaguchi – Endless Fantasy

Gamelist:
Persona 4 Golden (Vita)
Metal Slug (Vita)
Golden Axe III (Vita)

[52 Animations #2] Killing in the name!

Zweites Thema bei 52 Animations ist „Fremde“ und diesmal viel mir die Auswahl deutlich schwerer. Hatte dann zwar eine gute Idee, die aber sehr universell einsetzbar ist und die ich mir daher lieber für eine andere Gelegenheit aufspare.

Machen wir also nun eine Reise. Eine Zeitreise, um genau zu sein. In eine Zeit, in der Internetverbindungsgeschwindigkeiten noch so gering waren, dass an streamen von Filmen nicht zu denken war und in der jeder dieses Geräusch kannte.

Wer zu dieser Zeit anfing, sich für Animes zu interessieren, hatte ein Beschaffungsproblem. Zwar gab es im gut sortierten Fachhandel eine Auswahl von Titeln auf good old VHS, aber die waren für Blindkäufe einfach zu teuer (wenn ich daran denke, wie viel meine Neon Genesis Evangelion Sammlung gekostet hat …).

Ein absoluter Lichtblick waren da die Themennächte des DCTP Nachtclubs auf dem Fernsehsender Vox. In unregelmäßigen Abständen gab es hier von 0:00 Uhr bis 6:00 Uhr morgens Animes am Stück. Kinofilme, OVAs und einzelne Folgen von Serien, hier war alles dabei und ich nahm die Nächte so oft ich konnte auf Video auf und sichtete dann am nächsten morgen die gesammelten Schätze und tauchte in die für mich noch fremde Welt der japanischen Animationsfilme ein.

Und ein Film, der mir besonders im Gedächtnis geblieben ist, ist das 80‘ger Jahre Schundfest M.D.Geist

Die Formel dieses Films funktioniert etwa so:

Man nehme jedes Klischee von Action-Filmen aus den achtziger Jahren, eine Portion Post-Apocalypse hinzu, mixe dies mit dem japanischen Mecha-Fetisch und schmecke es ab mit einer großen Priese Sex und Gewalt. Viel Gewalt. Richtig viel Gewalt.

Das hört sich doof an, sieht auch doof aus und ist auch sau doof. Wenn man sich richtig darauf einlässt, kann es aber auch ein großer pubertärer Spaß sein und für mich war M.D. Geist damals das Nonplusultra an hirnlosem Vergnügen.

Außer seinem trashigen Charme hat der Film aber nicht viel zu bieten und ein must-see ist er definitiv auch nicht, für mich aber ein wichtiger Teil meiner Anime-Sozialisation.

Zum Glück habe ich aber im Laufe der Zeit erkannt, dass Anime mehr zu bieten hat, als gezeichnete Titten und Gedärme.

Und was sagt unser Experte Stereotypically Drunk Mexican Cyborg Early 90’s Otaku Kid?

Ähhh … ja …GENAU!

I havo no lust and I must read!

Neulich habe ich es endlich mal wieder zu einem Treffen mit der Schreibgruppe geschafft. Wie jeder Schreiberling (egal ob Hobby oder Profi) rede ich natürlich unglaublich gerne über meine Texte oder Ideen. Dass ich hier das Handlungsgerüst meines Roman-Entwurfes ausbreiten und im Dialog ein wenig daran feilen konnte, hat mir natürlich großen Spaß gemacht.

Im Rahmen des Treffens wurden mir auch zwei Lese-Tipps unterbreitet und praktischerweise gleich in Buchform ausgehändigt.

Beim Ersten handelt es sich um Harlan Ellisons Novelle Mephisto in Onyx, die ich wenige Tage später zügig verschlang.

Der Name Harlan Ellison sagt dem Science-Fiction Freund natürlich etwas, besonders seine Geschichte „I have no mouth and I must scream“ (und das zugehörige PC-Spiel) wird vielen ein Begriff sein. Mir selbst ebenfalls, aber ich hatte bisher noch nicht die Gelegenheit, etwas von Ellison zu lesen.

Daher war ich sehr gespannt auf Mephisto in Onyx, bin jetzt nach der Lektüre aber ein bisschen enttäuscht. Die Sprache hat möglicherweise etwas unter der Übersetzung gelitten, denn es wechseln sich sehr treffend formulierte Passagen ab mit furztrockener Schreibe, durch die man sich schon etwas hindurcharbeiten muss.

Die Story handelt von Rudy Pairis, einem Telephaten, der von einer Staatsanwältin, mit der er seit Jahren befreundet ist, gebeten wird, in die Gedanken eines grausamen Serienkillers einzudringen. So weit so gut. Leider plätschert die komplette erste Hälfte des Textes ziemlich reizlos dahin, besteht quasi nur aus einem Gespräch zwischen Protagonist und der Anwältin, was bei einer Novelle natürlich tödlich ist. Ich habe trotzdem weitergelesen, weil mich die Gedankenwelt des Killers und die Schuldfrage dennoch interessiert haben.

Die zweite Hälfte bietet dann drei „überraschende“ Wendungen, von denen ich zwei vorausgesehen habe, obwohl ich bei sowas schlecht bin (eher ist es meine Frau, die mir 30 Minuten vor Ende des Films erklärt, wie er bestimmt ausgehen wird). Und den dritten Plotttwist halte ich für einen eher ungelenken Versuch, dennoch ein Happy End herbeizuführen.

Alles in allem war das wohl kein guter Einstieg in das Werk von Harlan Ellison und ich sollte mir wohl endlich I have no mouth and I must scream zulegen – am besten im Original.

Dennoch Danke an Sandra fürs Ausleihen, ich weiß, du liest hier gelegentlich mit ;-)

Let’s Fap: with Benzai and Spoony!

Was ist die höchste Form der Komödie?

Natürlich, wenn zwei Internetberühmtheiten in wechselnden Rollen die Texte eines Hentai-Games vorlesen, duh!

Unbedingt ansehen, ganz großes Kino:


Let’s Fap: with Benzai and Spoony!

Fanboy Rage!

As a reaction to Bennett’s Review of The End of Evangelion :

… I really tried to write something that didn‘t make me sound like a stupid fanboy, but … no. Just. No.

So, fuck you! End of Evangelion is awesome and you suck for not liking it!

No, for real: I found it funny, how hard it was for me to watch this review. I literally had to stop it twice, cause the fanboy-rage inside me was so strong I could not continue watching. Funny part is, I really like Final Fantasy, but I also like seeing The Spoony One rip the games a new one. No problems there.

But, if someone touches my beloved Evangelion, I am in full nerd rage mode … Sure, the movie is weird, gross, dark, violent, kind of unfocused and overall one big mindfuck, and nearly everyone in it is either a whiny asshole oder a big asshole, but I love it!

So, lets all watch the end of the world (as we know it):

That’s a Paladin!

I like watching Internet Reviewers. Yesterday I watched the greatest of them deliver his magnum opus.

Angefangen habe ich mit James Rolfe, aka The Angry Video Game Nerd. Bin über verschlungende Pfade über eines seiner Videos gestolpert (ich glaube, es war die Nintendo Power Folge), habe mich tierisch amüsiert und mir dann in schier endlosen Marathons alle seine Videos angesehen.
Danach musste weiteres Futter her, also suchte ich nach Menschen, die Vergleichbares taten, also Videos drehten, in denen sie dem mighty mighty Internet ihre Meinung (oder die Meinung einer von ihnen dargestellten Rolle) über Games, Filme und was auch immer aufdrückten.

Einige tun aber mehr als das. Sie erschaffen Geschichten und Welten rund um ihre Figur und weben dies mal mehr mal weniger geschickt in ihre Reviews mit ein. Meistens empfinde ich dies als unnötigen Belast und überspringe diese Stellen, manchmal ist es aber auch so gut gemacht, dass man wirklich einen kleinen Film zu sehen bekommt.

Der von mir favorisierte Internet-Clown ist Noah Antwiler, aka The Spoony One. Warum, hätte ich bis vor einigen Wochen/Monaten nicht genau sagen können. Vielleicht liegt es an seiner Art zu Sprechen, am Rhythmus, an der Fähigkeit, gute Pointen zu setzen (genau dies fehlt eigentlich jedem deutschen Reviewer).

Gestern Abend habe ich die letzten zwei Teile seiner Ultima Restrospektive gesehen. Schon vor der Vollendung, habe ich diese Serie, in der er jeden Titel der Ultima-Reihe bespricht, für das Beste gehalten, was er je gemacht hat. Mit seinen Tiraden über Final Fantasy 8 mag er bekannt geworden sein, aber da ging es mehr ums trolling und um comedy. Bei Ultima ging es um Informationen und Gefühle. Seine Gefühle. Das war von Anfang an klar, aber niergendwo kommt es so zu Tage wie in der Besprechung des letzten Teils, Ultima 9.

Noah/Spoony scheint unter einer Depression, bzw. einer Persönlichkeitsstörung zu leiden und wurde in den letzten Woche von seinem Arbeitgeber Channel Awesome gefeuert, nachdem er auf twitter auf seine Fans, Mitarbeiter und absolut jeden losgegangen ist. Für die Veröffentlichung seiner Videos braucht er immer mehr und mehr Zeit. Der Mann hat Probleme. Und es zeigt sich, vorallem in den letzten zwei Teilen von Ultima 9.

Aber genau das macht diese Videos so gut. Es ist die perfekte Vermischung von Internet-Nerd-Humor und echtem Leben, von Comedic-Rage und wirklichen Gefühlen, alles zusammen in einem hervorragenden Drehbuch und dargestellt mit wirklichem Schauspieltalent. Normalerweise ruft es ein unangenehmes Spanner-Feeling hervor, wenn ich jemandem dabei zusehe, wie er in der Öffentlichkeit seine Dämonen bekämpft. In diesem Fall nicht, denn es ist so geschickt in die Arbeit eingefügt, als wäre dies das normalste auf der Welt.

Und davor ziehe ich meinen Hut. Vor einem Typen, der sein Geld damit verdient, sich über schlechte Videospiele aufzuregen und der es geschafft hat, mich erstmal sprachlos zurückzulassen. This is Art!

Wer also auch nur ein bißchen was mit der Materie anfangen kann (also Games, Ultima und eben Internet-Reviews) der sollte sich das ansehen. Am besten die komplette Ultima-Restrospektive (immerhin hat er nur die ganze Serie besprochen, damit man seine Meinung zu Ultima 9 besser versteht) oder wenigstens das vierteilige Review zu Ultima 9.

That’s a fucking Paladin!!!

Ach ja: Wenn mich jemand davon überzeugen will, dass es auch gute Reviewer/Youtuber in deutscher Sprache gibt, kann er/sie in den Kommentaren gerne ein paar Namen oder gleich Links hinterlassen.