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Brot macht einen Fett??!!

Obwohl Amazon bei meiner Vorbestellung als Lieferdatum irgendwas mit ende August angab, hatte ich vorletzte Woche plötzlich völlig unvorbereitet Seconds, das neue Werk von Bryan Lee O‘Malley, dem Superhirn hinter Scott Pilgrim, im Briefkasten.

Und nun, wo ich es bereits zweimal gelesen habe, kann ich eines mit Erleichterung sagen: Seconds ist kein lauer Versuch, irgendwie an den Erfolg von Scott Pilgrim anzuknüpfen. Es gibt keine Popkulturzitate, keine Videospiele, keine Musik und es wird nicht gekämpft. Und obwohl Seconds durchaus seine wirklich lustigen Momente hat, ist der Grundtenor eher ernst.
Der Vergleich zu O‘Malleys Erstlingswerk Lost at Sea passt hier also deutlich besser, als mit Scott Pilgrim.

Aufmerksame Leser wissen, dass ich kein großer Freund von Inhaltsangaben und Co. bin, daher nur in aller Kürze:

Seconds handelt von der Köchin Katie. Sie führt ein Restaurant mit Namen Seconds. Um Geld zu sparen, wohnt sie unter anderem auch dort, denn sie möchte ein neues Restaurant aufmachen, um sich dort besser zu verwirklichen zu können.
Mittels geheimnisvoller Pilze und des Hausgeistes Lis bekommt Katie eines Tages die Möglichkeit, begangene Fehler rückgängig zu machen und den Lauf ihres Lebens zu ändern. Natürlich kommt es, wie es kommen muss; sie übertreibt es mit dem Ausbessern von dem, was sie für große Fehler hält und beschwört damit etwas herauf, dass sie nicht mehr kontrollieren kann.


Das klingt jetzt vielleicht wie die Handlung einer Familienkomödie aus den 80‘gern aber O‘Malley wäre nicht O‘Malley, wenn er dem Ganzen nicht seinen unverwechselbaren Stempel aufdrücken würde. Will sagen, auch hier haben wir sehr plastisch wirkende Charaktere, die uns schon nach wenigen Bildern vertraut vorkommen und über die man einfach mehr erfahren will. Die Dialoge sind trotz der ernsten Prämisse oft sehr lustig und einfach großartig geschrieben. Der Zeichenstil tut dann sein Übriges (sehr farbenfroh und irgendwie gleichzeitig minimalistisch und detailliert), dass man Seconds nicht mehr so schnell aus der Hand legt und trotz der leicht über 300 Seiten bequem auf einen Schlag durchlesen möchte.

Bryan Lee O‘Malley weiß bestimmt, dass ihm so ein genialer Glücksgriff wie Scott Pilgrim nicht noch einmal gelingen wird und ich bin wirklich froh, dass er es auch gar nicht versucht, sondern sich ganz anderen Geschichten zuwendet.

Volle Punktzahl also für Seconds. Wenn eine deutsche Übersetzung erscheint, hole ich mir die vermutlich auch noch.

Wer jetzt neugierig auf das Buch geworden ist, sollte sich unbedingt auch noch den ausführlicheren Artikel von moepOr ansehen!

Playlist:
Bambix – Club Matuchek
Placebo – Without You I‘m Nothing
Karmacopter – Erzkaul bei Nacht

Gamelist:
Skyrim (PS3)
Persona 3 Portable (Vita)
Catlevania: Symphony of the Night (Vita)

Endless Fantasy!

Lieblingsband ist ein Status, der von mir extrem phasenweise vergeben wird. Diese Phasen dauern zwischen einer und ca. acht Wochen und sind von exzessiver Dauerbeschallung mit entsprechender Lieblingsband gekennzeichnet. Manche Phasen/Bands wiederholen sich, andere nicht. Und ich glaube, das ist bei den meisten Menschen so …

Jedenfalls war das aktuelle Jahr, was musikalische Phasen angeht, bisher recht abwechslungsreich. Nach meiner regelmäßig wiederkehrenden Iron Maiden-Phase, hatte ich eine (ebenfalls häufig auftretende) Inner Conflict-Phase, eine Kaput Krauts-Phase, eine Offspring-Phase, eine Tragedy-Phase und eine kurze Toxic Narcotic-Phase.

Wenn man wollte, könnte man auch alles in eine Metal- und eine Punk/Hardcore-Phase gruppieren. Momentan bin ich in einer absonderlichen Phase, denn außer BABYMETAL höre ich fast nur noch ANAMANAGUCHI.

Auf eben jene bin ich durch den Soundtrack zum Scott Pilgrim Spiel aufmerksam geworden, der komplett von ihnen eingespielt wurde. Spiel und Musik habe ich ziemlich abgefeiert. Als dann irgendwann letztes Jahr das aktuelle Album Endless Fantasy erschien, musste ich das unbedingt haben, war zuerst aber enttäuscht. Zu viele Filler und Songs, die so poppig waren, dass ich damit überhaupt nichts anfangen konnte.

Doch jetzt, nach unzähligen Durchläufen, gefällt mir das Album total gut und kann fast mit dem Scott Pilgrim Soundtrack konkurrieren. Und einen der ganz großen Songs will ich hier featuren, wegen dem obergeilen Video und weil mir nach einem anstrengenden Tag alleine dieser Song ein Lächeln aufs Gesicht zaubert. Fuck Yeah Chiptunes!

Spiel‘s noch einmal, Sam:

Kleider machen Leute!

Hey, ich dachte mir, ich gehe jetzt auch unter die Fashion-Blogger, weil davon gibt es noch nicht genug.

Mein absoluter Mode-Tip daher: Jeans und T-Shirt. Das ist genau mein Ding, will heissen, was anderes gibts bei mir nicht.

Zu alten Szene-Zeiten durften es natürlich nur schwarze Band Shirts sein. Mein erstes war das Cover von der Platte „No Cause for Concern“ von Vice Squad. Das blieb auch langze Zeit mein Einziges, weshalb ich es ständig trug und selten wusch. Damals hatte ich auch jeden Tag dieselben Schuhe an.
Später kamen natürlich diverse andere Shirts hinzu, hauptsache Bandnamen standen drauf.

Wie dieser Blog hier vermuten lässt, hat sich mein Aufmerksamkeitsfokus deutlich hinzu den diversen „Nerd“ Themen verschoben (wobei die natürlich auch zu meiner Punker Zeit schon präsent waren.) Das wirkte sich in den letzten Jahren auch verstärkt auf meine T-Shirt Sammlung aus und daher will ich hier nun einige meiner Lieblingsstücke präsentieren:

Weyland-Yutani / Alien

I am your Father!

Mehr Fotos nach der nächsten Maus … (mehr…)

Did you learn that at Vegan-Academy?!


(Noooooo, the wait is going to kill me)

Ich habe es endlich geschafft alle momentan erhältlichen Bände von Das Lied von Eis und Feuer zu lesen. Passend zum Start der dritten Staffel der TV-Adaption Game of Thrones, welche am 31. in den USA (und bald darauf im mighty Internet) anläuft. Da man für Spoiler zurecht bei lebendigem Leibe verbrannt wird, will ich dazu auch gar nichts mehr sagen, außer: … ich war erstmal etwas ratlos mit der Wahl eines neuen Buches.

Ich lese quasi seit Monaten nichts anderes mehr (habe für die 10 Bücher etwa genausoviele Monate gebraucht) und jetzt, wo es vorbei ist, war ich nicht sofort fähig, mich gesitig auf etwas ganz anderes einzulassen und ein neues Buch zur Hand zu nehmen. Habe dann begonnen, meinen Nintendo DS wieder auf die Arbeit mitzunehmen und so die Pause zu füllen.

Aber dann kam die Rettung in Form eines Geistesblitzes: Scheiss auf Bücher! Lies mal wieder ein Comic! Fuck Yeah, und da wir es ja soieso von Bryan Lee O‘Malley hatten und ich Scott Pilgrim seit etwa einem Jahr nicht mehr gelesen habe, viel mir die Wahl plötzlich gar nicht mehr schwer.

Und ja, ich habe sie auch noch auf deutsch. Just because!

Let’s show some love for … Lost at Sea!

Lost at Sea ist das Erstlingswerk des kannadischen Comic-Künstlers Bryan Lee O‘Malley,
vielen vermutlich besser bekannt durch seine Serie Scott Pilgrim.
LaS erhält deutlich weniger Beachtung und liegt momentan noch nicht ein
deutscher Übersetzung vor. Als großer Fan von Scott Pilgrim hatte ich aber ein
gesteigertes Interesse an anderen Werken des Autors und stürtzte mich möglichst
unbedarft auf die in einem Band abgeschlossene Geschichte

Sie handelt von der 18-jährigen Raleigh, die ihren Vater und ihren Freund in
Californien besucht hat und nun mit drei Klassenkameraden, die sie zufällig getroffen
hat, in deren Auto auf dem langen Heimweg nach Kanada ist.

Was gibt es sonst noch über Raleigh zu sagen? Ach ja: Sie hat keine Seele.
Denn die hat ihre Mutter dem Teufel verkauft, um dadurch beruflichen Erfolg zu erlangen.
Klar, oder? Und ihre Seele steckt nun in einer Katze. Jedenfalls glaubt Raleigh das,
oder warum sonst sieht sie überall Katzen?

LaS ist eine coming-of-age Story, bei der die eigentliche Handlung nur eine Bühne
für die Prämisse und Raleighs innere Monologe darstellt. Und diese sind
hervorragend geschrieben und klar das Herzstück des Werkes.
Die Zeichnungen sind Schwarz/Weiss und im Vergleich zu Scott Pilgrim
deutlich einfacher gehalten, wodurch der Text noch mehr in den Vordergrund
rückt.

Ein Vergleich mit J.D. Salingers „Fänger im Roggen“ mag etwas hochgegriffen sein
(eines meiner Lieblingsbücher, übrigens) aber Lost at Sea fängt auf eine
ähnliche Weise die Verwirrung, die Abgeschiedenheit und das Gefühl der
absoluten Andersartigkeit ein, die man nur empfinden kann, wenn man
18 (oder 14-18) Jahre alt ist.


I am leaning back and running with it
and staring at the stars and I‘m eleven,
I‘m sixteen, I‘m eighteen, I‘m a newborn,
I‘m everyone, everywhere,
with you, without you, unbound,
set free in limbo,
lost at sea

Und bei Euch so?

Soundtrack zum Untergang:
The Smashing Pumpkins – Machina: The Machines of God
Karmacopter – Goodbye Haptik
The Assassinators – s/t EP