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I Am Not Impressed!

Vor einer Woche habe ich Guardians of the Galaxy gesehen. Wollte natürlich schon längst was darüber geschrieben haben, aber jetzt sind mir die Zeitzeugin und der Herr moepOr nicht nur zuvorgekommen, sondern ich bin mit ihnen auch so knapp 100% einer Meinung.

Ein ausführliches Review (was ich ja eh nie mache), schenke ich mir daher und verlinke auf die beiden Artikel hier und hier.

Nur in aller Kürze noch:

Ich fand den Film unterhaltsam und voll O.K., aber mehr eben nicht. Was im Vorfeld als Mischung aus The Avengers und Star Wars gehyped wurde, ist (nur) ein amüsanter Film für einen Kinoabend.

Mich stört besonders der blutleere Antagonist, aber dass ist eine Krankheit, an der momentan fast alle Marvel Filme leiden. Nur Captain America – The First Avenger hat das wirklich gut hinbekommen, aber Nazis gehen halt immer und Nazis mit roten Totenköpfen, die von Agent Smith gespielt werden, sowieso.

3D war übrigens verwaschen, blass und sau unnötig. Wenn möglich, einen Bogen darum machen.

Bis zur Unendlichkeit …!

For your Information: Dieses Review ist frei von Spoilern und anderen Zusatzstoffen.

Zuerst: ich bin kein Star Trek-Fan, habe aber in den 90‘ern gerne The Next Generation gesehen (und auch ein paar Romane gelesen) und den Start sowie die ersten Staffeln von Voyager verfolgt. Auch die Filme mit der Originalcrew kenne ich, bin aber kurz nach dem schon ziemlich mauen Treffen der Generationen ausgestiegen.

Hmm … okay, ich klinge wohl doch wie ein Star Trek-Fan ;-)

Die Neuverfilmung von 2009 habe ich erst kürzlich gesehen und fand sie ziemlich gut. Den viel bemängelten Apple-Store-Look fand ich in seiner Sterilität sehr passend, die Figuren gut um-, die Schauspieler gut eingesetzt. Und die Handlung war Star Trek typisch Banane.
Das sich durch die Änderung der Zeitlinie völlig neue Abläufe und Zusammenhänge ergeben können, ist ein guter Kniff, der jetzt in Into Darkness fortgesetzt wird.

Into Darkness ist im Kern ein bombastischer Sci-Fi-Actionfilm, bei dem das Trek-typische Technobabble noch mehr in den Hintergrund tritt, wie beim ersten Teil. Der Film profitiert im großen Maße von seinem starken Antagonisten, etwas, dass ich heutzutage bei vielen Filmen vermisse.
Ich hätte mir deutlich mehr Szenen mit dem Bösewicht gewünscht. Die Auflösung seiner Identität und die vielen Anspielungen (besonders auf einen der alten Filme) sind für mich die Höhepunkte des Films.

Ein paar Logiklöcher und nicht nachvollziehbare Entscheidungen bleiben, schmälern das Filmerlebniss meiner Meinung nach aber nicht.

Ich orakele also mal, wer die erste Neuverfilmung mochte, wird auch hier auf seine Kosten kommen, muss sich aber auf noch mehr Krachbumm und mehr Lens-Flair einstellen.

Ach ja, der Film war in 3D. Sich über den 3D Boom aufzuregen ist mittlerweile genauso langweilig und überflüssig wie 3D selbst. Die Effekte waren OK, bereichern den Film aber nicht im geringsten. Wer ihn in good old 2D sieht, verpasst gar nichts.