Tag-Archiv für 'horror'

[52 Animations #4] Der Saft bringt die Kraft, das Abenteuer lacht!

Und schlag auf schlag geht es weiter hier, mit dem 4. Thema bei 52 Animations: Trauma

Und auch dafür greife ich wieder auf eine Serie aus meiner Kindheit zurück, genau genommen auf so ziemlich eine der ersten Fernsehserien, die ich je gesehen habe:

Die Gummibärenbande

Wenn ich genau darüber nachdenke, müsste ich so etwa 4-5 Jahre alt gewesen sein, als ich Disney‘s Gummibären zum ersten Mal gesehen habe. Und ich fand die Serie absolut großartig. Besonders natürlich diese pfeilschnellen Schlitten-wagen-was-auch-immer, mit dem sich unsere Helden unter der Erde fortbewegen, die ganzen Geheimgänge und das Lord Igzorn ständig was auf den Kopf bekam, alles ließ mein kleines Kinderherz höherschlagen.

Aber es gab eine Folge, genauer gesagt, eine bestimmte Figur in einer Folge, die ich so gruselig fand, dass ich davon Alpträume bekam und mich auch heute, 26 Jahre später, noch daran erinnern kann …

In dieser Folge erwacht einer der Wasserspeier des Schlosses zum Leben und erschreckt die Bewohner im Schlaf. An genauere Details kann ich mich nicht mehr erinnern, aber ich weiß noch, wie furchtbar ich das damals fand und dass ich wirklich mehrere Nächte lang von eben diesem Gargoyle geträumt habe …

Heute taugt von der Serie (wie von so vielen aus dieser Zeit) eigentlich nur noch das tolle Intro:

Akkustische Version des Intros in einem meiner liebsten Youtube-Videos des letzten Jahres
(bin zu doof, dass an der gewünschten Stelle direkt einzubinden … geht das überhaupt?)

Movie Madness V!


Ju On – The Grudge 2

Ich steh auf Japano-Horror, wobei mir der amerikanische The Ring besser gefällt als das Original Ringu. Ju On – The Grudge 2 ist einer meiner Lieblingsfilme des Genres, trotz (oder gerade wegen?) seiner Episodenhaftigkeit.

Zu Film noch eine kleine Geschichte:

Wir erinnern uns an das fiese, kehlige Geräusch, das dass Wesen aus The Grudge macht? Gut. Ich hatte den Film zum ersten Mal mit einem guten Freund gesehen. Ein paar Tage später sah ich ihn noch einmal. Diesmal alleine.
Plötzlich klingelte das Telefon. Ich pausierte die DVD und ging ran. Aus dem Telefonhörer kam exakt dieses kehlige Geräusch, das ich erst Minuten zuvor im Film gehört hatte. Da bekam ich schon ziemliche Gänsehaut.
Nach ein paar Sekunden schaltete ich natürlich, dass nur mein Kumpel der Anrufer sein konnte, und ich sagte anstatt eines Grußes nur etwa: „Alter, du errätst nie, welchen Film ich mir gerade ansehe.“

Hellboy 2

Grundsolide Comic-Verfilmung, ohne viele Höhen oder Tiefen. Im Endeffekt fast identisch mit dem ersten Teil. Gute Unterhaltung für 120 Minuten, danach verabschiedet sich das Ganze wieder aus dem Gedächtnis; was jetzt schlechter klingt, als der Streifen wirklich ist.

Minority Report

Tom Cruise nervt. So ziemlich alles an ihm nervt. Aber wenn ich mir unter Todesdrohung einen Film mit ihm ansehen müsste, würde ich mich jederzeit für Minority Report entscheiden.
Dieser ist ein so solider Sci-Fi-Film, dass nicht einmal Tommie das kaput machen kann. Story by Philip K. Dick ist und bleibt ein Qualitätsmerkmal.


John Rambo

Puh … was ein Brocken. Ein Fleischbrocken, um genau zu sein. Gewaltdarstellung ist natürlich kein Qualitätsmerkmal für einen Film, trotzdem bin ich dieser für gewöhnlich nicht abgeneigt. Rambo IV übertreibt die Gewalt aber auf so exzessive Weise, dass es nur noch stumpf und langweilig ist. Ich war förmlich erleichtert, als der Film endlich zu Ende war. Und ich frage mich, ob das vielleicht sogar die Intention gewesen ist. Dem Zuschauer mehr Gewalt präsentieren, als er verdauen kann, bis er sich daran verschluckt und sie eklig und abstoßend findet.
Oder ich traue Stallone da zu viel zu und es ist nur ein blöder, sau brutaler Action-Klopper …

Don‘t be afraid of the dark

„Horror“. Doof. Zeitverschwendung. Katie Holmes. Grrrrr …

Ein besserer Titel wäre FEAR OF THE DARK gewesen.

Shutter Island

Seit etwa 11 Jahren ist es per Gesetz verboten, dass Leonardo DiCaprio in einem schlechten Film mitspielt. Zum Ausklang der Woche gab es daher drei seiner Filme am Stück.
Die Kulisse der Psychiatrie fand ich in Shutter Island sehr interessant. Tolle Optik und Story und das Ende ist großartig offen und frei zur Interpretation. Der Grundgedanke, was ist jetzt wirklich passiert und was nicht, erinnert mich ein bisschen an Total Recall (schon wieder PKD).
Fazit: Super Film!

Departed

Das Hong Kong Original kenne ich nicht, aber der hier war klasse.

Ansonsten: Matt Damon


Body of Lies (Deutscher Titel = sackdoof)

Von den drei DiCaprio Streifen der schwächste, trotzdem noch ein interessanter Spionage-Film, der insgesamt zu lang ist und immer mal wieder ins Stocken gerät.

52 Games: #10 Übernatürlich

F.E.A.R. 2 – Projekt Origin

An der FEAR Serie hatte ich schon länger Interesse, denn diese wurden als Horror/Mystery Shooter mit einem starken Einfluss von japanischen Horrorfilmen beworben. Und da ich total auf Japano-Horror stehe ( Ju-On: The Grudge 2 ist für mich immer noch einer der verstörendsten Filme ever … ), wollte ich mir das mal ansehen. Habe den zweiten Teil dann gebraucht im GameStop entdeckt und gleich zugeschlagen. Und was soll ich sagen? Ich bin unterwältigt …

Kann sein, dass der erste Teil das besser hinbekommt, aber wirklicher Grusel wollte sich hier kaum einstellen, und das liegt vor allem an den Gegner und den circa 5000 Jump-Scares, die mich großteils kalt gelassen haben. Man kämpft hier hauptsächlich gegen eine Art telepathisch gesteuerte Klon-Soldaten, die den Helghast aus Killzone verdächtig ähnlich sehen und die auf die Dauer einfach nur öde sind. Gelegentlich gibts Geistererscheinungen, gegen die man sich kaum wehren kann, aber auch die nutzen sich schnell ab und gegen wirkliche Monster, die Soldaten aus dem Nichts herbeirufen und schon eine herausforderung darstellen, habe ich nur etwa fünf mal gekämpft. Also alles ziemlich öde.

Die angeblich gruselige Hauptbedrohung des Spiels, ein mit starken psychischen Kräften ausgestattetes Mädchen Namens Alma, entpuppt sich ebenfalls ziemlich schnell als heiße Luft. Zwar ist der Effekt, wenn sie einen Teamkameraden um die Ecke bringt gut gemacht (die Kollegen lösen sich in ein Skelett auf, erinnert an die Atomexplosion aus Terminator 2), und die Halluzinationen, die ihre Nähe herbeiruft machen auch Spaß, aber ansonsten springt sie einen nur ab und zu mal aus dem Nichts an und mann muss hektisch auf die Kreis-Taste drücken, um sie abzuschütteln. Das ist sowas von lahm, dass kann man kaum beschreiben.

Ziehen wir doch mal Silent Hill 2 aus Beispiel heran: Was war an Pyramidhead unter anderem so erschreckend? Na, dass man absolut nichts tun konnte, um ihn aufzuhalten und ein einziger Treffer mit seinem Riesenmesser tödlich geendet hat. Wenn ich den alten Pyramidenkopf dadurch hätte loswerden können, das ich 3-8 Mal auf Kreis gedürckt hätte, boah … was wäre mir der scheissegal gewesen.

Oder Valtiel in Silent Hill 3. Der blieb immer im Hintergrund, im Schatten, schien von dort aus die Fäden zu ziehen, dem Spieler immer einen Schritt vorraus zu sein und man erfuhr auch nie wirklich, mit wem/was man es da zu tun hatte.

So baut man Spannung und Atmosphäre auf. Und nicht dadurch, dass einen alle halbe Stunde eine nackte Frau mit schwarzen Haaren anspringt, die man durch Tastendruck wieder abschüttelt …

Ein einziges mal konnte das Spiel bei mir das alte Horror-Feeling erzeugen, an dass ich mich aus der Zeit der ersten Silent Hill Triologie so gerne erinnern.

In einer verlassenen und durch eine Explosion zerstörten Schule. Meine Taschenlampe beleuchtet einen düsteren Umkleideraum. Plötzlich beginnt sie zu flackern, fällt ganz aus. Ich höre Schritte, schlurfende Geräusche. Ich bleibe stehen. Dann schaltet sich die Lampe wieder ein und der gesamte Raum ist auf einmal über und über mit Blut bedeckt. Leichen liegen auf dem Boden verteilt, die Wände sind beschmiert. Und die bis jetzt so vertrauenswürdige Taschenlampe beginnt im Einklang mit der spärlichen Deckenbeleuchtung zu flackernd wie ein Stroboskoplicht. Hell. Dunkel. Vorsichtig schleiche ich um eine Ecke. Hell. Dunkel. Wieder Schritte. Hell. Ich bleibe stehen. Schritte. Dunkel. Und als es wieder für wenige Sekunden Hell wird, stürzt sich eine durchsichtige Erscheinung auf mich und springt mir direkt ins Gesicht … Dunkel.

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