Tag-Archiv für 'emo'

Zurück in die Vergangenheit!

Auf dem Blog der Autorin und Ex-Kinderschauspielerin Mara Wilson gesehen und für lustig befunden. Also, mein heutiges Ich trifft auf mein 15-jähriges (halb so altes) Selbst, möglich gemacht durch Wissenschaft (!). Zu lesen sind hier nur die Antworten meines heutigen Ichs.

Na dann, Vorhang auf, Auftritt Ich (30 J.)

1. Ja, ich bin es wirklich. Du in 15 Jahren. Ja, der Bauch ist im Preis inbegriffen, danke.

2. Bevor wir weitermachen, muss ich dir erstmal eine scheuern, sorry.

3. KLATSCH!

4. (Grinst) Das wollte ich schon immer mal machen und jetzt guck nicht so, du weißt genau, wofür das war.

5. Den Irokesenschnitt habe ich schon lange nicht mehr, sieht irgendwann einfach doof aus.

6. Aber ich höre immer noch gute Musik, keine Angst. Maiden sind noch der heiße Scheiß und du wirst sie zweimal live sehen. Die sind toll, freu dich drauf.

7. Jetzt will ich ein paar Sachen klären, also spitz die Ohren!

8. Sei kein Arsch und antworte auf den Brief, den du nach dem Jugendurlaub bekommen hast.

9. Falls du mal auf die Idee kommen solltest, mit Ex-Freundinnen – ja, du wirst Freundinnen haben – auf Konzerte zu gehen oder gar in Urlaub zu fliegen, lass das besser sein. Vorbei ist vorbei, OK?

10. Behalte bitte deinen Gameboy und die Spiele, du sparst uns damit viel Zeit und Geld auf Flohmärkten.

11. Ja, ich spiele immer noch Videospiele.

12. Ja, die Grafik ist jetzt der absolute Hammer. Kannst du dir nicht vorstellen. Spiel aber ruhig weiter Landstalker auf dem Mega Drive, das ist jetzt ein Klassiker.

13. Tut mir leid, dir das sagen zu müssen, aber das Buch, an dem du gerade schreibst, ist total scheiße. Schreib bitte trotzdem weiter, die Übung ist unbezahlbar.

14. Ja, ich schreibe manchmal auch noch. Ich hab da so eine Art Tagebuch im Internet. Schwer zu erklären.
15. Außerdem haben wir die Idee für den tollsten Scifi-Roman aller Zeiten im Kopf. Ich muss ihn nur noch schreiben.

16. Nein, nein, ich mach das schon.

17. Ach ja, kauf dir bitte ein paar Schuhe.

18. Nein, richtige Schuhe. Springerstiefel sind klobig und unpraktisch. Vor allem im Sommer.

19. Dann besorg dir wenigsten ein Paar in derselben Farbe. 14-Loch in Schwarz, wenns denn sein muss …

20. Zurück zu Büchern: Kauf dir schnellstmöglich alle verfügbaren Bände einer Fantasy Serie Namens „Das Lied von Eis und Feuer“ von einem gewissen George R. R. Martin. Du wirst es nicht bereuen.

21. So, ich glaube, das wars von mir aus.

22. Jetzt darfst du fragen.

23. Ha! Ich wusste, dass das deine erste Frage sein würde. Mit 16, du hast es bald geschafft.

24. Nicht lange, fürchte ich.

25. Nein, das geht dann alles relativ schnell.

26. Ach, zu viel um hier jetzt alles aufzuzählen. Wäre ja auch langweilig.

27. Aber du lernst dann auch bald unsere Frau kennen.

28. Ja, wir sind verheiratet.

29. Ja, zwei Kinder.

30. Nein, Kinder sind toll!

31. Lustigerweise schon, hat aber nichts mit den Ärzten zu tun.

32. Nein, keine Jetpacks.

33. Auch keine Hoverboards.

34. Glaub mir, ich bin genauso enttäuscht wie du.

35. So, ich glaube, ich muss jetzt mal zurück.

36. Ach, irgendwas mit Raum-Zeit-Kontinuum, oder so.

37. Ach ja, keine Angst vor dem Y2K-Bug. Alles quatsch!

38. Und eins noch, vielleicht das Wichtigste überhaupt.

39. Nimm dich vor den Maschinen in acht! Du musst alle warnen!! Die Roboter Apokalypse ist nah!

40. (Lacht) Lebe lang und in Frieden.

41. Wir sehen uns.

King of the Bewußtseinsschnorrer!

Es amüsiert mich, zu sehen, wie schnell ich in Verhaltensweisen zurückfalle, von denen ich dachte, dass ich sie schon lange abgelegt hatte.

Zur Erklärung muss ich ein bisschen ausholen:

Als zweifacher Familienvater habe ich scheißeviel zu tun.
Zu Hause ist immer was los und es gibt immer irgendwas, was man besser jetzt machen sollte, weil wer weiß, wann man das nächste Mal zeit hat, eben genau dies zu tun. Kinder sind die großartigste Sache auf der Welt und meine zwei haben mir geholfen, zu einem halbwegs erwachsenen, vollständigen und (so blöd das auch klingt) besseren Menschen zu werden. Trotzdem ist das Ganze auch eine Menge Arbeit. So viel Arbeit, dass es für jemanden ohne Kinder absolut unvorstellbar ist.

Der einfachste Weg, mich tierisch auf die Palme zu bringen, ist mir zu erzählen, dass du ja keine Zeit für irgendwas hast. Das führt dazu, dass ich mir vorstelle, dich an der Kehle zu packen und heftig zu schütteln und dabei zu schreien:
„Keine Zeit? KEINE ZEIT? HULK SAGT, DU WEIßT NICHTS DARÜBER, WIE ES IST, KEINE ZEIT ZU HABEN“
– woraufhin ich dich packe und geschmeidig mit einer Bewegung meiner grünen, extrem muskulösen Arme in den Orbit feure.

Ein weiterer Faktor dabei ist natürlich mein Job, der momentan nur aus zehnstündigen Arbeitstagen besteht, die oft in Gruppen von bis zu elf am Stück auftauchen.

Spongebob Schwammkopf Die Angst vor dem Krabbenburger from SpongePat on Vimeo.

(zu 3:59 springen …)

Wobei ich nicht rumheulen will. Ich mag meinen Job wirklich gerne und gehe morgens mit einem guten Gefühl zur Arbeit. Trotzdem, spätestens am siebten Tag fühle ich mich wie Spongebob in der Folge „Die Angst vor dem Krabbenburger“, in der die Krosse Krabbe niemals schließt, Spongebob ohne Pause einen Burger nach dem anderen Brät und von Tag zu Tag fertiger aussieht und Mr. Krabs mit einer Glocke die Tage zählt, die am Stück gearbeitet wurden. Und ich merke auch wirklich, wie ab diesem Punkt meine Leistung nachlässt, will heißen, ich werde z. B. von Verhaltensweisen der Bewohner genervt, die ich sonst mit einem Lächeln abtun würde und ich verliere meine Fähigkeit, schnell die Situationen zu wechseln und mich individuell auf die unterschiedlichen Personen einzustellen (ein Skill, der einfach zum Handwerkszeug gehört und auf den ich sonst recht stolz bin).

Früher war das alles anders. Logisch. Aber außer dass ich keine Kinder hatte, hatte ich auch keinen Job und keinerlei Elan, mir einen zu besorgen. Warum auch? Ich hing den ganzen Tag zu Hause rum, zockte auf meiner geliebten Playstation 2, schrieb schlechte Scifi-Romane und traf mich mit Kumpels zum gemeinsamen Musizieren.

Zu dieser Zeit war ich genervt und überfordert von jedweden Anforderungen, die an mich gestellt wurden. Wie z.B. einmal am Tag ausgiebig mit den Hunden Gassi gehen, die Küche aufräumen oder den Müll rauszubringen.
Heute kann ich darüber nur noch lachen und habe mehr Elan im kleinen Finger, als mein damaliges Ich im ganzen Körper.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich finde es amüsant zu sehen, wie ich trotz aller Veränderungen, die ich durchlaufen habe, bei kleinsten Gelegenheiten wieder in die alten Verhaltensmuster zurückfalle …

Neulich waren Lisa und die Kinder für eine Woche im Urlaub. Ich konnte nicht mit, weil ich die ersten drei Tage noch arbeiten musste. Macht vier Tage, die ich ganz für mich alleine hatte.

Natürlich war geplant, dass ich viel zocken und rumgammeln würde (ich hatte mir extra Spec Ops:The Line besorgt, falls ich eine Pause von Ni No Kuni brauchen würde), aber ich sollte auch die Pferde und Kaninchen versorgen und dreimal täglich mit dem Hund rausgehen.

Sollte für mein neues Ich eigentlich kein Problem sein, ein geradezu lächerliches Programm, wenn man es mit einem für mich normalen Tag vergleicht. Und doch war ich schon am zweiten Tag von diesen Kleinigkeiten total genervt und habe mir davon die Laune verderben lassen.

„Grrrr, blöder Hund, warum geht der nicht alleine in den Wald und kommt dann wieder zurück, damit ich hier in Ruhe weiter Zocken/Essen/Attack on Titan gucken kann?“

Habe auch alles an Hausarbeit, die ich erledigen wollte, auf den letzten Tag verschoben und in einem unmenschlichen Marathon alles auf einmal erledigt.

So wie früher mit den Hausaufgaben …

Playlist:
Tragedy – Vengeance
Tocotronic – Wir kommen um uns zu beschweren
Karmacopter – Erzkaul bei Nacht
Schleimkeim – Abfallprodukte der Gesellschaft
Das Stört – Der erhobene Zeigefinger

Gamelist:
Spec Ops: The Line (PS3)
Ni No Kuni: Wrath of the White Witch (PS3)

Wort zum Montag!

DAS! TAUSEND! MAL!! DAS!!!

Bester Cartoon des Monats, Jahres, Universums! Und wird noch lange nicht genug abgefeiert. Checkt das aus:

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Heute ist das Morgen vor dem du Gestern soviel Angst gehabt hast!

Sooooooooooooo, seit etwas mehr als einer Woche ist es geschafft und ich darf mich staatlich anerkannter Heilerziehungspfleger schimpfen.

Zeugniss-schwanzvergleich gibst nicht, aber wie es sich für einen echten Nerd gehört habe ich ne 1 in EDV und ne 3 in Sport xD

Die letzten Prüfungsmonate (eigentlich das komplette dritte Ausbildungsjahr) waren ein ziemlicher Schlauch und man könnte meinen, ich würde mich nun in gerechter Befriedigung suhlen …

War aber erstmal gar nicht so. Fühlte sich an wie 18 werden. Technisch gesehen ein großer Schritt, innerlich ändert sich aber erstmal gar nichts. Also ein wirklich komisches Gefühl.

Bedauere auch, dass ich einige Gesichter aus der Klasse, mit denen ich in den drei Jahren immerhin viel Zeit verbracht habe, jetzt viel seltener, oder gar nicht mehr, sehen werde.
Muss meinen Arsch hochbekommen, dass die geschlossenen Freundschaften nicht durch Untätigkeit ihre Bedeutung verlieren.

An dieser Stelle auch nochmal ein fettgedrucktes DANKE an Sebastian, bei dem ich fast den kompletten Oberkurs während der Schulwochen gewohnt habe. Ich weiß, die Nudeln mit Tomatensauce kamen ihm schon zu den Ohren raus. Das nenne ich vollen Körpereinsatz!

Und was heißt das jetzt für den Blog?

Nun ja, erstmal habe ich noch zwei Filmwochen, die ich als Movie Madness Beiträge verwursten will, zusätzlich zu einer Exkursion, die wir in der letzten Schulwoche im Fach Medienpädagogik unternommen haben und die ziemlich gutes Beitragsmaterial darstellt.

Und dann habe ich auch hoffentlich mehr Zeit, regelmäßiger zu bloggen und das Ganze etwas auszubauen. Arbeite im Hintergrund schon etwas länger an einem größeren Projekt. Lasst euch überraschen!

Heimfahrt-Musik:
Karmacopter – Goodbye Haptik!
Anamanaguchi – Scott Pilgrim Vs. The World – The Game OST
Bad Religion – Suffer
Bombenalarm – No Mistakes
KSM40 – The Taste of Rust

Why does this remind me so much of a bad day at work?!

Kaput Krauts – Versuchen, einsehen, einigen

das ist doch immer nur das selbe
ok, mit immer anderen worten
buchstabensalat vs. heisser brei
eine wueste schlammschlacht
zwischen diplomaten
guter wille, kompromisse
und weiter geht´s im kreis

und nach dem wasweissichwievielten versuch
hat man irgendwann genug

ich versteh nicht, was du sagst und ich hab kaum noch reserven
und das ständige gerede geht mir auf die nerven
du gibst dir muehe, ich geb mir muehe
deklinationen, synonyme, und all der andere quatsch

eine grundsatzdiskussion
um zwei uhr nachts am telefon
ein wenig zwei-mann-theater
ein bisschen warten auf godot
erstens war es nicht so gemeint
zweitens ist das auch egal
drittens wiederhole ich mich
nicht mit anderen worten nochmal

denn ich sehe langsam ein, und du siehst sicher ein
dass hier langsam aber sicher niemand mehr was einsieht

ich versteh nicht was du sagst und ich kann mich nicht erklaeren
und das staendige gerede artet aus in laerm
du gibst dir muehe, ich werde muede
vom hin- und herschieben von schuldgefuehlen und all dem anderen quatsch

also einigen wir uns jeder für sich darauf
dass wir uns nicht mehr einig werden

Aus dem Album: Quo vadis, Arschloch

Kaput Krauts/ Facebook / Website

52 Games: #37 Trauer


In case you don‘t get it: Final Fantasy VII!!!

Trauer ist das Thema diese Woche bei 52 Games und ich nutze diese Gelegenheit (hoffentlich nicht zu vorschnell) um über eines meiner absoluten Lieblingsspiele ever zu reden. Seltsamer Zusammenhang? Nein, überhaupt nicht; aber seht selbst.

„Pöh! Final Fantasy VII und Trauer, da weint sich bestimmt wieder ein Stubenhocker wegen Aeris die Augen aus“

Nö, wenn ich aber auch zugeben muss, dass mich der Tod des Blumenmädchens damals total unvorbereitet getroffen hat. Dass spielbare Charaktere unwiederruflich sterben wurde natürlich nicht erst von diesem Spiel eingeführt, aber ich hatte sowas noch nicht erlebt.
Ich weiß noch, was für eine miese Laune ich den rest des Tages hatte. Und in der Nacht habe ich sogar davon geträumt. Sagen wir also, ich war beeindruckt.

Aber ich schreibe nicht deswegen über Final Fantasy VII. Während der Sommerferien, in denen ich mir das Spiel mangels Taschengeld ausgeliehen hatte, trennten sich meine Eltern. Ich war 13 oder 14 Jahre alt. Zu dieser Zeit habe ich Tagebuch geführt. Man sollte also meinen, in den Tagebucheinträgen würde es darum gehen, dass mein Vater auszieht. Ich hätte darüber schreiben können, dass ich traurig war, verunsichert, dass ich angst hatte. Habe ich aber nicht.

Im Tagebuch stehen Sachen wie:

„Heute endlich Ultima Weapon besiegt. Boah, war der schwer.“

„Chocobo-Zucht läuft gut. Bald habe ich endlich einen goldenen!“

usw…

Ich mag das jetzt auch gar nicht weiter analysieren, sondern ich sage einfach: Danke. Danke Final Fantasy VII. For being awesome. And for being the only Video Game that I played for 10 Hours straight.

(K)Ein gesundes Leben im Kranken!

Der schale Nachgeschmack bleibt … trotzdem:

Mein Abend > Euer Abend

Akute intrinsische Motivations-Insuffizienz

Heute ist der letzte Tag meiner Elternzeit. Unglaublich, wie schnell sieben Wochen vergehen. Jetzt heißt es packen, denn morgen früh geht es für die erste Woche Blockunterricht zurück an die Fachschule. Zurück in die Twilight Zone …

Ausnahmsweise werde ich die Woche nicht im Hotel wohnen. Seb, bei dem ich normalerweise die Abende verbringe, weilt zwecks Austauschprojekt der Schule in Griechenland, und hat mir großzügigerweise angeboten, die Woche in seiner Wohnung zu nächtigen.

Anstatt doof im Hotel zu hocken, verfüge ich abends also über HD-TV und Playstation 3, einen Kühlschrank und Hochgeschwindigkeits-Internet. Nicht die schlechtesten Aussichten wäre da nur nicht die unerfreuliche Tatsache, dass ich Frau und mittlerweile zwei Kinder hier zurücklasse.

Das war nach der Geburt des Ersten schon nicht einfach und nun ist es keineswegs leichter geworden … Habe unserem Großen gesagt, dass ich ein paar Tage weg bin. Weiß nicht genau, wie gut das zu ihm durchgedrungen ist, aber er sagte, ich solle hier bleiben …

Und auch wenn ich vorhabe, aus der Situation das Beste herauszuholen (hier kommt das geheimnisvolle Päckchen ins Spiel), bleibt ein schlechtes Gefühl, ein schaler Nachgeschmack, der Sog …