Tag-Archiv für 'avgn'

Kleider machen Leute!

Hey, ich dachte mir, ich gehe jetzt auch unter die Fashion-Blogger, weil davon gibt es noch nicht genug.

Mein absoluter Mode-Tip daher: Jeans und T-Shirt. Das ist genau mein Ding, will heissen, was anderes gibts bei mir nicht.

Zu alten Szene-Zeiten durften es natürlich nur schwarze Band Shirts sein. Mein erstes war das Cover von der Platte „No Cause for Concern“ von Vice Squad. Das blieb auch langze Zeit mein Einziges, weshalb ich es ständig trug und selten wusch. Damals hatte ich auch jeden Tag dieselben Schuhe an.
Später kamen natürlich diverse andere Shirts hinzu, hauptsache Bandnamen standen drauf.

Wie dieser Blog hier vermuten lässt, hat sich mein Aufmerksamkeitsfokus deutlich hinzu den diversen „Nerd“ Themen verschoben (wobei die natürlich auch zu meiner Punker Zeit schon präsent waren.) Das wirkte sich in den letzten Jahren auch verstärkt auf meine T-Shirt Sammlung aus und daher will ich hier nun einige meiner Lieblingsstücke präsentieren:

Weyland-Yutani / Alien

I am your Father!

Mehr Fotos nach der nächsten Maus … (mehr…)

What the Nerd said!

Wie noch nie erwähnt, arbeite ich ja mit Menschen mit seelischer Behinderung (Neusprech für psychisch Kranke), hauptsächlich Schizophrenien und affektive Psychosen.
Vor wenigen Tagen hatte ich ein Gespräch, das mich auch jetzt noch schmunzeln lässt …

Ein Bewohner, nennen wir ihn der Einfachheit halber Hubert Cumberdale*, wollte mir eine kleine Aufmerksamkeit zukommen lassen, um sich bei mir zu bedanken. Bescheiden, wie ich nun einmal bin, hatte ich bereits mehrfach versucht, ihm das auszureden. Ich freue mich, wenn es den Menschen gut geht und mehr benötige ich (außer meinem Gehalt natürlich xD) nicht.

Hubert Cumberdale war aber nicht von seinem Vorhaben abzubringen und brachte mir also etwas mit. Erst erlaubte er sich aber noch einen kleinen Spaß mit mir. Er bat mich, kurz seine Einkaufstüte zu halten, damit er sich eine Zigarette anzünden konnte. Als ich die Tüte in der Hand hatte, grinste er breit und meinte, die könnte ich gleich behalten. Guter Trick.

Ich besah mir den Inhalt der Plastiktüte, wandte mich dann überrascht an ihn und sagte wörtlich: „Sie sind doch verrückt!“

Nun pflege ich einen lockeren Umgang mit den Bewohnern, aber da ich ganz gut in meinem Job bin, kenne ich den Unterschied zwischen Locker und Respekt-/Distanzlos. Jedenfalls hätte ich mir direkt nach meiner leicht unangebrachten Bermerkung am liebsten in die Zunge gebissen und wie in einem Groschenroman kamen mir die nächsten Sekunden wie eine Ewigkeit vor.

Hubert Cumberdale brach nach kurzer Pause in Gelächter aus, boxte mir kumpelhaft auf die Schulter und erwiderte: „Klar. Sonst wäre ich schließlich nicht hier.“

* Name der Redaktion bekannt

That’s a Paladin!

I like watching Internet Reviewers. Yesterday I watched the greatest of them deliver his magnum opus.

Angefangen habe ich mit James Rolfe, aka The Angry Video Game Nerd. Bin über verschlungende Pfade über eines seiner Videos gestolpert (ich glaube, es war die Nintendo Power Folge), habe mich tierisch amüsiert und mir dann in schier endlosen Marathons alle seine Videos angesehen.
Danach musste weiteres Futter her, also suchte ich nach Menschen, die Vergleichbares taten, also Videos drehten, in denen sie dem mighty mighty Internet ihre Meinung (oder die Meinung einer von ihnen dargestellten Rolle) über Games, Filme und was auch immer aufdrückten.

Einige tun aber mehr als das. Sie erschaffen Geschichten und Welten rund um ihre Figur und weben dies mal mehr mal weniger geschickt in ihre Reviews mit ein. Meistens empfinde ich dies als unnötigen Belast und überspringe diese Stellen, manchmal ist es aber auch so gut gemacht, dass man wirklich einen kleinen Film zu sehen bekommt.

Der von mir favorisierte Internet-Clown ist Noah Antwiler, aka The Spoony One. Warum, hätte ich bis vor einigen Wochen/Monaten nicht genau sagen können. Vielleicht liegt es an seiner Art zu Sprechen, am Rhythmus, an der Fähigkeit, gute Pointen zu setzen (genau dies fehlt eigentlich jedem deutschen Reviewer).

Gestern Abend habe ich die letzten zwei Teile seiner Ultima Restrospektive gesehen. Schon vor der Vollendung, habe ich diese Serie, in der er jeden Titel der Ultima-Reihe bespricht, für das Beste gehalten, was er je gemacht hat. Mit seinen Tiraden über Final Fantasy 8 mag er bekannt geworden sein, aber da ging es mehr ums trolling und um comedy. Bei Ultima ging es um Informationen und Gefühle. Seine Gefühle. Das war von Anfang an klar, aber niergendwo kommt es so zu Tage wie in der Besprechung des letzten Teils, Ultima 9.

Noah/Spoony scheint unter einer Depression, bzw. einer Persönlichkeitsstörung zu leiden und wurde in den letzten Woche von seinem Arbeitgeber Channel Awesome gefeuert, nachdem er auf twitter auf seine Fans, Mitarbeiter und absolut jeden losgegangen ist. Für die Veröffentlichung seiner Videos braucht er immer mehr und mehr Zeit. Der Mann hat Probleme. Und es zeigt sich, vorallem in den letzten zwei Teilen von Ultima 9.

Aber genau das macht diese Videos so gut. Es ist die perfekte Vermischung von Internet-Nerd-Humor und echtem Leben, von Comedic-Rage und wirklichen Gefühlen, alles zusammen in einem hervorragenden Drehbuch und dargestellt mit wirklichem Schauspieltalent. Normalerweise ruft es ein unangenehmes Spanner-Feeling hervor, wenn ich jemandem dabei zusehe, wie er in der Öffentlichkeit seine Dämonen bekämpft. In diesem Fall nicht, denn es ist so geschickt in die Arbeit eingefügt, als wäre dies das normalste auf der Welt.

Und davor ziehe ich meinen Hut. Vor einem Typen, der sein Geld damit verdient, sich über schlechte Videospiele aufzuregen und der es geschafft hat, mich erstmal sprachlos zurückzulassen. This is Art!

Wer also auch nur ein bißchen was mit der Materie anfangen kann (also Games, Ultima und eben Internet-Reviews) der sollte sich das ansehen. Am besten die komplette Ultima-Restrospektive (immerhin hat er nur die ganze Serie besprochen, damit man seine Meinung zu Ultima 9 besser versteht) oder wenigstens das vierteilige Review zu Ultima 9.

That’s a fucking Paladin!!!

Ach ja: Wenn mich jemand davon überzeugen will, dass es auch gute Reviewer/Youtuber in deutscher Sprache gibt, kann er/sie in den Kommentaren gerne ein paar Namen oder gleich Links hinterlassen.

No TV Party Tonight!

Vorbei die glorreiche Zeit der Kindheit, als man noch stundenlang vor der Glotze sitzen konnte, und dabei gut unterhalten wurde. Jedes Wochenende, von 6 Uhr in der Früh, bis mittags, gekrönt von der Sendung mit der Maus, Cartoons Non-stop.
Heutzutage als Kind Fernsehn zu schauen, muss echt scheiße sein. Mein Kleiner tut mir jetzt schon leid.

Die heutige Fernsehlandschaft lässt mich total kalt. Selbst die Cartoons sind super lahm geworden, und auch wenn ich verstehen kann, wie sich manche Leute am RTL/RTL 2 Assi-TV ergötzen können, wecken diese Sendungen in mir nur den Wunsch, meinen Kopf mehrmals kräftig gegen eine feste Unterlage zu hauen, bis so viele Neuronen abgestorben sind, dass diese die Erinnerung an das eben erlebte mit ins Grab nehmen.

Seit wir vor ca. 2 Monaten umgezogen sind, habe ich hier noch nie Fernsehen geguckt. Das Einzige, was ich vom Programm mitbekomme, ist die halbe Sekunde, die meine Glotze zum automatischen umschalten auf den HDMI-Kanal braucht, wenn ich meine PS3 anwerfe.

Und wo wird dann der Hunger nach ausgewählten Serien gestillt? Im mighty mighty Internet natürlich. Ich glaube, ich habe nicht eine Folge Big Bang Theory in der Röhre gesehen.
Und noch größer ist mein Bedürfnis nach nerdigen Internet-Review Shows und www.cinemassacre.com (Angry Video Game Nerd anyone? ) und www.ThatGuyWithTheGlasses.com (Nostalgia Critic, Nostalgia Chick, Spoony und Likara) sind täglich einen Besuch wert.

Und so sehe ich mir öfter Leute an, die über Videospiele, Filme und Comics reden, als diese selber zu konsumieren. Life is strange…or maybe it’s just me…

Playlist:
The Assasinators – Sigt efter hjertet
Nerd Army – Solar EP
MAXPOWER – Discographie