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Der starke Arm der Götter!

Nach zwei heftigen Arbeitswochen, in denen ich öfter 1,5 Schichten übernehmen musste und damit bis zu 12 Stunden im Dienst war, bot sich letzten Donnerstag endlich mal wieder die Gelegenheit, Christian zu besuchen, einen Klassenkameraden aus der Zeit an der Fachschule.

Diese Besuche waren mir in der Vergangenheit schon immer einen eigenen Blogpost wert und diesmal ist das natürlich nicht anders.

Nachdem ich mich schon die ganze Woche darauf gefreut hatte, ging es am Donnerstag gleich morgens los, nachdem ich den Großen im Kindergarten abgeliefert hatte. Die ereignislose Hinfahrt nach Weinheim ging dank infernalisch lauter Beschallung mit BABYMETAL schnell vorbei. Gerade angekommen stand ich vor verschlossener Tür, da Chris noch Proviant besorgen war. Also schlappte ich ihm trotz Regen in die Stadt entgegen und wurde dafür mit einem Frühshoppen belohnt. Ein kurzer Blick auf die Uhr verriet, es war bereits halb elf, also kein Grund nicht mal ein Bierchen zu zischen. Während wir tranken, kotzten wir uns gegenseitig über unsere Jobs aus, brachen das Thema aber dann auch entschlossen wieder ab, da wir uns die Laune nicht verderben wollten.

Als Einstieg bewunderte ich erstmal seine Playstation 4, da es das erste Mal war, dass ich eine in natura sah. Ist ja wirklich winzig klein, das süße Ding. Wenn ich da an die erste PS3 denke, die in ihrem Design locker den Monolithen aus 2001 – Odyssee im Weltraum Konkurrenz machte.

Ich zockte ein bißchen in The Last of Us Remastered und Alien Isolation rein. Sah schon alles sehr geil aus, muss mir im neuen Jahr wohl doch auch mal ne PS4 besorgen. Ist mir aber eigentlich noch zu teuer.

Danach fixte Chris mich mit seinem neuen Hobby an und ich bewunderte seine Miniaturensammlung zum Star Wars X-Wing Table-Top Spiel. Also legten wir auch gleich ein kleines Übungsgefecht hin, ein X-Wing gegen zwei Tie-Fighter, welches ich mit meinem X-Flügler knapp gewann. Als Stimmungsmacher lief im Hintergrund Episode IV. Schönes Spielchen, aber wie bei den meisten Table-Top Games schreckt mich die pure Menge an Geld ab, die man dort erstmal investieren muss.

Im Anschluss war große „Zeigst du mir deine Lieblings-Youtube-Videos; Zeig ich dir meine Lieblings-Youtube-Videos“-Stunde.

Dann traf auch schon Seb ein, ebenfalls ein ehemaliger Mitschüler aus der Ausbildung, der sich gleich nach seinem Frühdienst aufgemacht hatte. Zwecks Beschaffung weiterer Vorräte gingen wir nochmal einkaufen und schmiedeten Pläne für den Abend, die wir dann alle wieder über den Haufen warfen.

Eigentlich wollten wir jetzt zu dritt X-Wing spielen oder uns in ein Game of Thrones Brettspiel vertiefen. Zwar hatten wir auch alle Bock auf ein Pen and Paper Rollenspiel, aufgrund der knappen Zeit ließen wir diesen Vorschlag aber gleich wieder fallen.

Wir bestellten was zu essen, verkürzten die Wartezeit auf die Lieferung mit noch mehr Youtube und wollten dann zur Mahlzeit einen Film schauen. Die Auswahl gestaltete sich aber schwierig. Erstens waren wir uns ziemlich uneinig, und wenn wir was fanden, auf das alle Lust hatten, war es entweder auf DVD gerade nicht vorrätig und/oder die Streams streikten.

Schließlich zog ich einfach eine DVD aus einem Stapel am Fernseher und es war der Jackie Chan Klassiker „Mission Adler – Der starke Arm der Götter“. Damit war die Diskussion beendet, denn Chris und ich überstimmten Seb kurzerhand und legten den Streifen ein, den ich seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen hatte.

Und es war deutlich erkennbar, warum ich Mission Adler als Kind/Jugendlicher so toll fand. Indiana Jones-Klischees, mieser Slapstick Humor, Kloppereien, Nazis und eben Jackie Chan. Das lockt mich heute nicht mehr hinter dem Ofen hervor, war aus Nostalgie aber trotzdem lustig und wir waren in entsprechend alberner Stimmung, weshalb der Film gut zündete.

Danach war es für Brettspiele bei denen einzelne Spielzüge gerne mal 30 Minuten dauern natürlich zu spät, also wollten wir noch „Chihiros Reise ins Zauberland“ hinterherschieben, waren aber nach nicht einmal der Hälfte also so platt, dass wir pennen gingen.

Pünktlich um acht Uhr war ich natürlich wieder wach, da ich ausschlafen in den letzten fünf Jahren verlernt habe. Ich beschäftigte mich ein bisschen mit meiner PS Vita, bis auch Chris sich irgendwann erhob und wir kurzerhand das Game of Thrones – Der eiserne Thron Brettspiel aufbauten und Seb gleich nach dem Erwachen vor vollendete Tatsachen stellten, dass er sich einen Kaffee schnappen und mit uns spielen sollte. Die Verteilung der Häuser war schnell geklärt (Chris=Lannister, Seb=Stark, Ich=Baratheon) und wir arbeiteten uns mit Elan durch das ellenlange Regelwerk. Drei Stunden später hatten wir die Regeln so halbwegs drauf und Haus Stark war, dem Canon der Serie entsprechend besiegt und in tausend Teile zerschlagen.

Der Eiserne Thron spielt sich etwas wie eine zu Beginn überkomplizierte Mischung aus Risiko und Die Siedler von Catan und kommt komplett ohne Würfel aus. Zufallselemente gibt es also kaum (nur in Form von Ereigniskarten), Kämpfe werden durch Übermacht und Taktik entschieden und Bündnisse und kluges Verhandeln sind extrem wichtig.

Wer also taktische Brettspiele mag, auf Game of Thrones steht und sich durch das Zeitinvestment und die umfangreichen Spielregeln nicht abschrecken lässt, bekommt hier einiges geboten.

Nach dem Spiel schauten wir noch ein paar GoT Interviews/Videos und dann war es für mich auch wieder Zeit zum Aufbrechen. Wir verabschiedeten uns herzlich und versicherten uns, dass bis zum nächsten Treffen nicht wieder so viel Zeit ins Land gehen wird.

Dass das eher utopisch ist, wissen wir selber …

Playlist:
Babymetal – s/t
Babymetal – s/t
Babymetal – s/t

Gamelist:
Tales of Hearts R (Vita)
The Last of Us (PS3)
The Adventures of Alundra (Vita)

Missing in Action II or: Old Heroes never die!

Nachdem die PS Vita seit ihrer Anschaffung im Januar mein Spielverhalten absolut beherrschte, habe ich in den letzten Wochen auch mal wieder Futter für meine getreue PS3 besorgt.

Erst beim Betrachten des Fotos ist mir allerdings die Gemeinsamkeit aufgefallen, die alle diese Spiele verbindet: Diablo 3 und FarCry 3 sind offensichtlich die jeweils dritten Teile ihrer Serie, Borderlands: The Pre-Sequel ist der Nachfolger von Borderlands 2 und Lightning Returns ist quasi Final Fantasy XIII-3 (again: How do you sequalize a Sequel?)

FarCry 3

Von meiner ersten Berührung mit der Marke FarCry bin ich sehr begeistert. Seit Skyrim hatte ich mit keinem Open-World Spiel mehr so viel Spaß. Besonders gut gefällt mir der Hauptcharakter Jason Brody, sowie die Waffenvielfalt. Anders als in vielen Genrekollegen ist man in FC3 nicht bereits zu beginn ein mit allen Wassern gewaschenes Testosteron-Monster, sondern ein kleiner neureicher Schnösel, der zum ersten Mal eine Knarre in der Hand hält und in die Rolle des skrupellosen Supersoldaten erst hineinwachsen muss. Die Story geht sowieso in Ordnung, ist aber auch hier, wie bei den meisten Open-World Spielplätzen, nur Beiwerk. Lediglich die Schwarz-Weiß Moralentscheidung direkt am Ende des Spiels fand ich total an den Haaren herbeigezogen und fühlte mich dadurch regelrecht aus der bis dato dichten Atmosphäre herauskatapultiert. Absolut unnötig.

Beim vielfältigen Waffenarsenal ist mir das tolle Sounddesign aufgefallen. Zwar weiß ich glücklicherweise nicht, wie sich etwa eine AK-47 in Wirklichkeit anhört, aber in FarCry 3 hat jede Waffe einen eigenen unverwechselbaren Sound und mir ist klargeworden, wie viel das zum Spielgefühl eines Shooters beiträgt.

Diablo 3: Ultimate Evil Edition

Das originale Diablo war zu meiner Schulzeit der heiße Scheiß und zusammen mit dem ersten Sim City eines meiner ersten PC-Spiele. Teil 2 habe ich ebenfalls durchgesuchtet (allerdings immer nur offline) und auch vor etwa zwei Jahren nochmal installiert und mit einem Kumpel gestartet, als wir von Torchlight 2 und D&D Online gelangweilt waren.

Für die PC-Version von Diablo 3 ist mein Laptop zu schwachbrüstig, deshalb sollte es dann die Konsolen Variante sein. Habe ziemlich zügig alle Akte (+Add-on) mit einem Kreuzritter durchgezogen und dabei vor allem festgestellt, dass die Altbewährte Diablo Formel immer noch voll aufgeht, aber früher irgendwie alles schwerer war. Will heißen, ich habe auf Normal angefangen, und während des Spiels zweimal den Schwierigkeitsgrad erhöht, weil ich einfach nie gestorben bin. Und das soll jetzt nicht heißen, dass ich der totale Über-Gamer bin, sondern es war einfach viel zu leicht. Meinen ersten und einzigen Tod bin ich dann schließlich doch noch beim Endkampf gegen Maltael gestorben.

Meine anfängliche Befürchtung, die Steuerung könnte nicht bequem auf ein Gamepad übertragen werden, hat sich zum Glück als unbegründet herausgestellt. Alles funktioniert schon flüssig und ist fast so suchterregend wie früher. Den König Diablo 2: Lord of Destruction stößt Teil 3 für mich persönlich aber nicht vom Thron, das habe ich aber teilweise auch so lange am Stück gespielt, bis ich nach dem Herunterfahren des PCs noch Nachbilder von der Minikarte in meinem Blickfeld hatte. Spooky…

Borderlands: The Pre-Sequel

Dazu gibt es eigentlich nicht viel zu sagen. Wer Borderlands 1+2 mochte und einfach nur mehr vom Selben haben möchte, wird hier ziemlich gut bedient. Lediglich die Farblosigkeit des Spiels stört mich etwas (weils halt nunmal auf einem Mond und großteils im Vakuum spielt), was bei der Comic-Grafik des Franchises gar nicht so einfach zu realisieren ist.

Ansonsten ist alles wie gehabt, bleibt aber immer leicht hinter dem grandiosen zweiten Teil zurück. Habe TPS noch nicht ganz durchgespielt, kann also sein, dass sich meine etwas zurückhaltende Meinung noch ändert, aber irgendwie glaube ich da nicht mehr dran.

Lightning Returns: Final Fantasy XIII

Mit FF13 ist das so eine Sache. Beim ersten Teil fand ich die Story ganz gut, die Charaktere ok bis tolerierbar und das Schlauch-Gameplay ziemlich nervig. Bei FF13-2 war das Gameplay deutlich besser, dafür Story und Charaktere absolut unter aller Kanone. Um den finalen Teil mit Lightning und Co. habe ich dann erstmal einige Zeit einen Bogen gemacht, jetzt dann aber doch zugeschlagen. Habe bis jetzt erst ein paar Stunden reingeschnuppert und weiß noch nicht so genau, was ich davon halten soll.

Das komplett neue Kampfsystem scheint ganz passabel zu sein, hinter das zeitbasierte Gameplay bin ich aber noch nicht so ganz gestiegen. Aber man muss Square-Enix wohl zugutehalten, dass sie nicht davor zurückschrecken, auch mit etablierten Franchises öfter mal was Neues auszuprobieren und am Status quo zu rütteln. Das ist ja in der heutigen Spielelandschaft eher eine Seltenheit.

Ein wirkliches Urteil kann ich hier also aufgrund der bisher geringen Spielzeit noch nicht treffen, werde das zu gegebener Zeit aber bestimmt noch tun.

Und dann war da noch die Sache mit Bioshock Infinite, für das ich vor Ewigkeiten schon einen eigenen Artikel großspurig angekündigt habe, der aber seither ein unfertiges Dasein in meinem Entwürfe Ordner führt. Mal sehen …

Look at her fucking feet!

Secret of Mana hat einen lächerlich guten Soundtrack!

Das ist natürlich kein Geheimnis. Und das Finale Boss Thema „Meridian Dance“ ist einer meiner Lieblingstracks im ganzen Spiel. Und irgendwie dachte ich da eben dran und an das geile Youtube Video mit der Heimorgel, dass ich vor Jahren so abgefeiert habe.

Nach kurzer Suche war das gute Stück wiedergefunden, und weil ich gerade in der Stimmung bin, gibts das jetzt hier.

Kommando Toll Finden:

Die gute Frau spielt übrigens sau viele Game-Soundtracks, Kanal hier.

Missing in Action or: How I learned to stop worrying and love my PS Vita!

Neulich habe ich einen Artikel darüber gelesen, warum die PS Vita ein kommerzieller Flop ist.
Bei Kotaku war das, glaube ich. Jedenfalls ging es darum, dass für das kleine Kraftpaket aus dem Hause Sony zu viele Japano-Rollenspiele und sonstige Nischentitel erscheinen und zu wenig Trippel-A-Klopper, die zahlungskräftige Kunden anlocken würden. Was lustig ist, denn ich habe mir die Vita extra gekauft, um J-RPGs und sonstige Nischentitel zu spielen. Entsprechend verliebt bin ich auch weiterhin in das Teil.

Moment mal … vielleicht war das auch gar kein Artikel bei Kotaku, sondern ein Video von Extra Credits … vielleicht auch beides …

Whatever, kommen wir zu den Vita-Titeln, mit denen ich mich in letzter Zeit beschäftigt habe:

Persona 3 Portable
Ich mache keinen hehl daraus, dass ich den Nachfolger Persona 4/P4 Golden für eines der besten J-RPGs des jungen Jahrtausends halte. Persona 3 hatte ich bereits auf der PS2 gespielt, aber nie bis zum Ende durchgehalten. Durch den tragbaren Port habe ich mich jetzt aber endlich mal durchgebissen, und auch wenn Teil 4 mein Favorit bleiben wird, war P3P über lange Strecken ähnlich suchterregend und kann ebenfalls mit tollen Charakteren und solider Story punkten.
And Aigis is my waifu!

Child of Light
Aufgrund großer Vorschusslorbeeren gekauft. Spielt sich wie eine Mischung aus Indie-Plattformer und Konsolen-Rollenspiel, inklusiver einem Hybrid-Kampfsystem, welches Echtzeit und Rundenbasiert kombiniert. Die Grafik basiert auf dem aktuellen Rayman Game und sieht entsprechend exquisit aus. Sowohl Umgebung wie auch Charaktere sind sehr fantasievoll und farbenfroh. Alles ist sehr kindlich, was nicht nur an der minderjährigen Protagonistin liegt.
Das alle Dialoge in Reimform verfasst sind, ist gleichzeitig Fluch und Segen. Teilweise hat das durchaus Charme, andererseits wirkt es oft bemüht. Einfach ein nettes Spiel für zwischendurch, für das man nicht allzu viel Sitzfleisch benötigt.

Tales of Hearts R
Hatte ich mal erwähnt, dass ich sau viele Japano-Rollenspiele spiele ;-)
Bin erst ca. 10 Stunden in diesem Remake eines Nintendo DS Spiels drin, mir gefällt das aber alles sehr gut. Die Story hat gerade genug frische Ideen, um sie von der 0815-Heldenreise anderer Genretitel zu unterscheiden, das Echtzeit-Kampfsystem ist leicht zu lernen, aber schwierig zu meistern und die Charakterentwicklung bietet Raum für eigene Vorlieben.
Die Interaktionen unter den verschiedenen Figuren ist schön lebendig, so dass einem die Charaktere relativ schnell ans Herz wachsen. Ich denke, mit Tales of Hearts R werde ich noch eine ganze Weile Spaß haben.

Final Fantasy VIII
Hatte ich mir extra für den Urlaub auf die Vita geladen, es dann aber gar nicht gespielt, weil Persona 3. Habe danach mal reingezockt, aber schon nach nicht mal einer Stunde keinen Bock mehr gehabt. FF VIII war für mich schon immer der schwächste Teil der PS1-Ära, außerdem musste ich die ganze Zeit an Spoony denken.

Wie man auf dem Bild oben erkennt, habe ich aber auch meine getreue PS3 wieder mit neuem Futter versorgt. Darüber dann mehr im nächsten Post.

I am back!

I Am Not Impressed!

Vor einer Woche habe ich Guardians of the Galaxy gesehen. Wollte natürlich schon längst was darüber geschrieben haben, aber jetzt sind mir die Zeitzeugin und der Herr moepOr nicht nur zuvorgekommen, sondern ich bin mit ihnen auch so knapp 100% einer Meinung.

Ein ausführliches Review (was ich ja eh nie mache), schenke ich mir daher und verlinke auf die beiden Artikel hier und hier.

Nur in aller Kürze noch:

Ich fand den Film unterhaltsam und voll O.K., aber mehr eben nicht. Was im Vorfeld als Mischung aus The Avengers und Star Wars gehyped wurde, ist (nur) ein amüsanter Film für einen Kinoabend.

Mich stört besonders der blutleere Antagonist, aber dass ist eine Krankheit, an der momentan fast alle Marvel Filme leiden. Nur Captain America – The First Avenger hat das wirklich gut hinbekommen, aber Nazis gehen halt immer und Nazis mit roten Totenköpfen, die von Agent Smith gespielt werden, sowieso.

3D war übrigens verwaschen, blass und sau unnötig. Wenn möglich, einen Bogen darum machen.

Mutti ist die Beste!

Zu meinem jüngst erfolgten runden Geburtstag gabs von Mutti einen dicken Amazon-Gutschein. Knapp die Hälfte der Summe habe ich jetzt verantwortungsbewusst in Comics und Games angelegt. In der kurzen Zeit habe ich natürlich noch nicht alles durchgespielt/-gelesen, trotzdem hier meine 2 Cent:

Batman Arkham City: GOTY Edition
Den Vorgänger Arkham Asylum fand ich spitzegut, habe mit Arkham City daher schon immer geliebäugelt, aber es war mir lange Zeit zu teuer und es gab doch genug andere Sachen, die ich zuerst spielen wollte. Hatte es bei einem Kumpel 1 ½ Stunden angespielt und für gut befunden und jetzt endlich bei der Game of the Year Edition zugeschlagen. Habe bisher 3 Stunden reingesteckt und finde es ziemlich klasse.
Das Kampfsystem ist immer noch superflüssig und Batmans Kreuz immer noch superbreit. Bin gespannt, was Joker und Co. mir noch alles in den Weg stellen.

ICH BIN BATMAN !!!

Danganronpa 2: Goodbye Despair
Den ersten Teil Trigger Happy Havok habe ich hier abgefeiert, Teil 2 ist seit Freitag raus und alles, was das Spiel tun muss, um mich zufriedenzustellen, ist mir mehr altbewährte Kost vorzusetzen. Den eröffnenden fünfzehn Minuten zufolge ist das ziemlich wahrscheinlich, deswegen: Hurra!

Zombies CallingFaith Erin Hicks
Auf die frischgebackene Eisner-Award Preisträgerin Faith Erin Hicks bin ich, glaube ich, durch einen Beiträg über ihr Webcomic The Adventures of Superherogirl auf NerdNerdNerd aufmerksam geworden. Von Superherogirl gibt es auch eine gedruckte Version, die ich besitze und hier auch irgendwann mal vorstellen will und seitdem ich sie habe, kaufe ich so nach und nach alles andere, was ich von Mrs. Hicks in die Finger kriege.

Zombies Calling ist ein ziemlich kurzes One-Shot. Es geht um, logisch, Zombies. Und Humor. Also so Zombieland/Shawn of the Dead mäßig. Haut mich jetzt nicht so aus den Socken, ist aber ansprechend gezeichnet und im Großen und Ganzen einfach O.K.

Nothing Can Possibly Go WrongFaith Erin Hicks/Prudence Shen
Noch keine Zeit gehabt wirklich reinzulesen, aber auf den ersten Blick wirkt es ähnlich wie Friends with Boys, welches ich total klasse finde. Vielleicht mehr, wenn ich den Band durch habe.

Kick-Ass 2Mark Millar/John Romita
Über den ersten Teil schrieb ich hier. Teil 1 von Teil 2 hatte ich schon vor ein paar Monaten gekauft, aber ich fand es sinnig, sie hier beide abzulichten. Den Film zu Kick-Ass 2 habe ich noch nicht gesehen, will das nun aber bald nachholen.
Im Allgemeinen gefällt mir die Fortsetzung nicht ganz so gut, wie der erste Teil. Zum einen erscheint sie mir unnötig, denn die Geschichte hätte auch wunderbar ohne den bereits voreingebauten Cliffhanger funktioniert, andererseits geht mir die exzessive Gewaltdarstellung auf die Nerven. Und ja, ich kann Gewalt in Medien sonst ziemlich gut ab, aber ähnlich wie z.B. in John Rambo ist es mir hier einfach zu viel des Guten. Es fließt so viel Blut, dass ich mich davon entfremdet fühle und den Bezug zur Geschichte und den Figuren verliere. Manchmal ist weniger eben doch mehr.

Der Mörder ist immer der Müllmann!

Im Falle von Adam Sternberghs neuem Roman „Spademan“ ist der Plan kluger Marketingstrategen voll aufgegangen.

Ich höre auf dem Weg zum Frühdienst fast nur noch Radio. Ausschließlich HR-Info, also Nachrichten und Berichte. Zu dieser frühen Stunde ist mir Musik meistens zu anstrengend, was wohl an meinem Musikgeschmack liegt.

Eines Morgens wurde dort Spademan vorgestellt und von der Sprecherin in höchsten Tönen gelobt. Spannend, tolle Schreibe, ein absoluter Pageturner. Nahkzukunft mit leichten Sci-Fi Anleihen, präzise, hart, dreckig. Klang alles so, als wäre das genau meine Kragenweite und kaum zu Hause angekommen, habe ich das Buch bestellt.

Ein Fall von perfekt funktionierender Werbung.

Jetzt habe ich das Buch ausgelesen und bin sehr sehr unterwältigt.

Dabei sind die Zutaten alle da. New York in naher Zukunft, zum Großteil entvölkert durch die Explosion einer schmutzigen Bombe auf dem Times Square. Spademan, ein ehemaliger Müllmann, der sein Geld als Auftragskiller verdient und einen Ehrenkodex ala Leon-Der Profi hat. Die verbliebenen Bewohner des Big Apple flüchten sich entweder in die virtuelle Realität der Limospähre, oder fristen ihr Dasein in elendigen Camps.

Das klingt erstmal alles interessant und ich fühlte mich zu anfangs auch direkt heimisch. Aber ich glaube, genau das ist auch mein Problem. Mir ist das alles sehr vertraut. Für Leser, die sich in diesem Genre sonst nicht bewegen, ist das sicher alles spannend, neu und aufregend, aber für jeden, der schon mal was von William Gibson oder Neal Stephenson gelesen hat, ist das alles kalter Kaffee.

Ein aus ausgewählten Zutaten hergestellter und gekonnt aufgebrühter Kaffee, um mal bei dieser Metapher zu bleiben, aber er ist eben kalt.

Der Schreibstil ist nicht halb so Hard-boiled, wie er es gerne wäre, macht am Anfang seine Sache zwar sehr gut, schafft es aber einfach nicht, richtig Fahrt aufzunehmen. Auf den letzten 40 Seiten wird ziemlich krampfhaft noch versucht, einen großen Showdown heraufzubeschwören, aber da ist es auch einfach schon zu spät und das Finale verpufft wirkungslos. Eine der großen Enthüllungen ist zudem (wahrscheinlich unabsichtlich) aus Ghost in the Shell 2 abgekupfert.

Nervig fand ich beim lesen außerdem, das die wörtliche Rede nicht gekennzeichnet ist. Also kein:

„Leck mich am Arsch!“, sagte Frank und schnaubte den Rauch seiner Zigarette aus den Nasenlöchern.

Sondern:

Leck mich am Arsch!
Frank schnaubte den Rauch seiner Zigarette aus den Nasenlöchern.

(Nur ein Platzhalter, kein Zitat aus dem Buch. So bemüht ist der Stil dann doch nicht)

Was zur Folge hat, dass es teilweise schwer ist, den Gesprächen wirklich zu folgen. Wurde jetzt gerade etwas gesagt? Und wenn ja, wer hat es gesagt? Und wie? Dass das eher schlecht ist, sollte einleuchtend sein. Ich habe so etwas auch noch nie gesehen und kann mir nicht im geringsten Vorstellen, warum der Autor das für eine gute Idee gehalten hat und warum Lektor und Verlag ihm da nicht auf die Finger geklopft haben.

Ist Spademan also ein schlechtes Buch? Nein, sonst hätte ich es erst gar nicht zu Ende gelesen. Es ist aber wohl einfach nicht gut genug für mich, denn mir fallen zu viele Bücher ein, die ähnliche Themen behandeln, dies klüger und kunstfertiger tun und einfach angenehmer zu lesen sind.

- Spademan ist in der Hardcore Reihe des Heyne Verlags erschienen. Gekauft habe ich es bei Amazon

Der Marathon-Mann!

Karius and Backtus in your house touching your stuff!

Die letzten vier Tage habe ich hauptsächlich mit zwei Dingen verbracht: Täglich 4-8(!) Stunden in einem Zahnarztstuhl zu sitzen und brav „Ahhh“ zu sagen und abends, nachts und überhaupt sau viel The Elder Scrolls 5: Skyrim zu spielen.

Zu der Zahnarztsache muss man wissen, dass meine Schwägerin im letzten Semester ihres Zahnarztstudiums ist und momentan ihr Staatsexamen macht. Für den praktischen Teil hatte ich mich als Versuchskaninchen angeboten. Weil es für mich Gratis-Zahnbehandlung bedeutet und meine Schwägerin echt sau gut ist. Wenn es von mir bis nach Jena/Weimar nicht so weit wäre, würde ich echt am liebsten nie mehr jemand anderen an meine Zähne ranlassen.

Der obligatorische Nachteil war, dass meine Zähne echt in einem desolaten Zustand sind (immer schön die Zähne putzen, Kids!), also viel zu tun war und das Ganze in einer Prüfungssituation natürlich nochmal länger dauert. Jeder Schritt muss von zwei Ärzten abgesegnet werden und die kommen selten gleichzeitig, daher muss jedes Mal gewartet werden.

Besuche beim Zahnarzt sind ja manchmal schon seltsam genug, noch seltsamer ist es aber, wenn im Raum noch ca. 20 weitere Behandlungsstühle stehen, überall um einen herum Bohrer surren und Sauger Speichel absaugen und bei der Oberarztvisite plötzlich die Oberärztin, ein Assistenzarzt, die zwei Studenten, die gerade an einem herumwerkeln und noch eine Traube weiterer Studenten, die die Oberärztin was fragen wollen, um einen herumstehen und interessiert in den offenen Mund gucken, als wäre da Gold drin versteckt.

Nach den Mammutbehandlungen zog ich mich in das (viel zu coole) Zimmer meines Neffen zurück und vergrub mich bis über beide Ohren in Skyrim. Um nichts dem Zufall zu überlassen, war ich mit kompletter PS3, zwei Controllern, Spielen und Co. angereist, obwohl ich eigentlich wusste, dass alles vorhanden war.

Anfang des Monats hatte ich einen neuen Charakter angefangen – Dunkelelfin, Assassine, Haupttalente: Schleichen und Bogenschießen – und am dritten Tag meiner Zahnbehandlungsodysse schaute ich dann abends mal auf die gespielte Zeit, die mein aktuellster Speicherstand hatte. Und da guckte ich nicht schlecht, denn da stand irgendwas mit rund 50 Stunden. Innerhalb von nicht mal 30 Tagen.

Ok, zugegeben, ich hatte die letzten 1-2 Wochen auch außergewöhnlich viel Zeit zu zocken. Lisa war mit den Kindern ohne mich ein paar Tage Zelten (konnte nicht, weil Arbeit) und jetzt war ich eben als lebendes Gebiss eingeplant gewesen. Trotzdem hatte ich eine Epiphanie. Ich habe Zeit. Oder besser gesagt, ich sollte mich nicht beschweren, dass ich keine Zeit habe. Was ich auch eher selten tue.
Aber ich war doch immer der Meinung, eher wenig Freizeit zu haben. Aber das ist Quatsch. Ich habe Zeit. Zeit zum zocken, zum bloggen, zum lesen, zum schreiben usw. Und wie ich mir das Selbst einteile, tja, das ist eben meine Sache. Aber die Zeit, die ist da. 24 Stunden. Jeden Tag.

Und wenn ich die Zeit habe, dann hast du sie erst recht (weil ich habe eher wenig Freizeit, verstehste? xD).