52 Games: #40 Humor

So regelmäßig habe ich für 52 Games schon lange nicht mehr geschrieben. Liegt vielleicht daran, dass ich für mein Abschlussprojekt gerade im Schreibfluss bin und sowieso ständig vor der Tastatur sitze.

Diesmal geht es also um Spiele mit Humor. Da fallen mir spontan vor allem die Disney … äh LucasArts Adventures ein. Monkey Island, Day of the Tentacle etc. Die Szenerie, die Charaktere und die Dialoge, alles versprüht eine herrlich abgedrehte Komik. Aber wie so oft folge ich meiner zweiten Idee und schreibe daher über eines meiner liebsten PC-Rollenspiele: Vampire – The Masquerade: Bloodlines.

Was dieses Spiel in meinen Augen so gut macht (außer der sehr gut umgesetzten Vampir-Thematik) sind die wirklich großartigen Dialoge. Gerade hier dümpeln andere, und sonst sehr gute, C-RPGs in der Belanglosigkeit herum. Egal ob Gothic, Elder Scrolls, Dragon Age, oder die aktuelleren Fallout Spiele, so viel Arbeit wie man sich mit der Szenerie gemacht hat, so wenig Gedanken scheinen in die Dialog-Skripte geflossen zu sein. Das geht so weit, dass ich diese oft einfach wegdrücke.

Bei Vampire – Bloodlines habe ich jedes Gespräch genossen, denn jeder NPC hat einen ganz eigenen Charakter und drückt diesen durch seine Sprache aus.

Schön und gut, aber wo bleibt der eingangs erwähnte Humor? Der kommt vor allem dann zum Tragen, wenn man eine Spielfigur des Malkavianer-Vampir-Clans wählt. Denn die Malkavianer haben zusätzlich zum Blutsaugerfluch noch etwas anderes mit auf den Weg bekommen. Sie sind komplett verrückt.

Das heißt, ihre Dialogoptionen bestehen ausschließlich aus kryptischem Kauderwelsch (was sie für einen ersten Spieldurchgang ungeeignet macht) und die Spielumgebung reagiert auch dementsprechend darauf. Alleine das ist schon sehr amüsant, hinzu kommen allerdings noch diverse akustische und optische Halluzinationen. Man hört als Spieler beispielsweise Stimmen, die einem Botschaften ins Ohr flüstern. Nun haben die durch eine seelische Behinderung (politisch korrekt für Geisteskrankheit) bedingten Stimmen, wie ich aus beruflicher Erfahrung weiß, dem schizophrenen Menschen selten etwas Brauchbares mitzuteilen, hier im Spiel warnen sie einen als Spieler aber z.B. vor getarnten Werwölfen und geben damit Hinweise zur Lösung bestimmter Quests.

Den Vogel abschießen tun aber die Halluzinationen optischer Art. So kommt es zum Beispiel zu einem Streitgespräch mit einem Stoppschild, dass man als Spielercharakter mit der Drohung „Du hast dir heute einen mächtigen Feind gemacht!“ beenden kann und wenn man in seiner Zuflucht den Fernseher anschaltet, spricht der Nachrichten-Moderator einen direkt an.

Einen Malkavianer zu spielen, gibt dem Spiel damit eine ganz neue Dimension und ich habe die vielen Änderungen (im Vergleich zu meinem ersten Durchlauf) entsprechend abgefeiert und konnte mir ein lautes Auflachen oft nicht verkneifen.


4 Antworten auf „52 Games: #40 Humor“


  1. Gravatar Icon 1 staR-Kron 04. November 2012 um 15:47 Uhr

    schon seit Jahren will ich die beiden Games endlich mal spielen, aber irgendwie kommts nie dazu

  2. Gravatar Icon 2 silentprotagonist 04. November 2012 um 16:08 Uhr

    Zu Redemption kann ich nichts sagen, aber Bloodlines ist wie gesagt ein absolutes Muss. Gibts auch auf fast jedem Grabbeltisch in gepatchter Version für unter 10 Euro.

  3. Gravatar Icon 3 Erdbeerliebe. 09. November 2012 um 1:09 Uhr

    Oh ja. Kann dir nur zustimmen. :3

  1. 1 [52 Games] Thema 41: Liebe » Zockwork Orange Pingback am 05. November 2012 um 18:51 Uhr

Antwort hinterlassen

XHTML: Du kannst diese Tags benutzen: <a href=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote> <code> <em> <i> <strike> <strong>


− eins = acht