Missing in Action II or: Old Heroes never die!

Nachdem die PS Vita seit ihrer Anschaffung im Januar mein Spielverhalten absolut beherrschte, habe ich in den letzten Wochen auch mal wieder Futter für meine getreue PS3 besorgt.

Erst beim Betrachten des Fotos ist mir allerdings die Gemeinsamkeit aufgefallen, die alle diese Spiele verbindet: Diablo 3 und FarCry 3 sind offensichtlich die jeweils dritten Teile ihrer Serie, Borderlands: The Pre-Sequel ist der Nachfolger von Borderlands 2 und Lightning Returns ist quasi Final Fantasy XIII-3 (again: How do you sequalize a Sequel?)

FarCry 3

Von meiner ersten Berührung mit der Marke FarCry bin ich sehr begeistert. Seit Skyrim hatte ich mit keinem Open-World Spiel mehr so viel Spaß. Besonders gut gefällt mir der Hauptcharakter Jason Brody, sowie die Waffenvielfalt. Anders als in vielen Genrekollegen ist man in FC3 nicht bereits zu beginn ein mit allen Wassern gewaschenes Testosteron-Monster, sondern ein kleiner neureicher Schnösel, der zum ersten Mal eine Knarre in der Hand hält und in die Rolle des skrupellosen Supersoldaten erst hineinwachsen muss. Die Story geht sowieso in Ordnung, ist aber auch hier, wie bei den meisten Open-World Spielplätzen, nur Beiwerk. Lediglich die Schwarz-Weiß Moralentscheidung direkt am Ende des Spiels fand ich total an den Haaren herbeigezogen und fühlte mich dadurch regelrecht aus der bis dato dichten Atmosphäre herauskatapultiert. Absolut unnötig.

Beim vielfältigen Waffenarsenal ist mir das tolle Sounddesign aufgefallen. Zwar weiß ich glücklicherweise nicht, wie sich etwa eine AK-47 in Wirklichkeit anhört, aber in FarCry 3 hat jede Waffe einen eigenen unverwechselbaren Sound und mir ist klargeworden, wie viel das zum Spielgefühl eines Shooters beiträgt.

Diablo 3: Ultimate Evil Edition

Das originale Diablo war zu meiner Schulzeit der heiße Scheiß und zusammen mit dem ersten Sim City eines meiner ersten PC-Spiele. Teil 2 habe ich ebenfalls durchgesuchtet (allerdings immer nur offline) und auch vor etwa zwei Jahren nochmal installiert und mit einem Kumpel gestartet, als wir von Torchlight 2 und D&D Online gelangweilt waren.

Für die PC-Version von Diablo 3 ist mein Laptop zu schwachbrüstig, deshalb sollte es dann die Konsolen Variante sein. Habe ziemlich zügig alle Akte (+Add-on) mit einem Kreuzritter durchgezogen und dabei vor allem festgestellt, dass die Altbewährte Diablo Formel immer noch voll aufgeht, aber früher irgendwie alles schwerer war. Will heißen, ich habe auf Normal angefangen, und während des Spiels zweimal den Schwierigkeitsgrad erhöht, weil ich einfach nie gestorben bin. Und das soll jetzt nicht heißen, dass ich der totale Über-Gamer bin, sondern es war einfach viel zu leicht. Meinen ersten und einzigen Tod bin ich dann schließlich doch noch beim Endkampf gegen Maltael gestorben.

Meine anfängliche Befürchtung, die Steuerung könnte nicht bequem auf ein Gamepad übertragen werden, hat sich zum Glück als unbegründet herausgestellt. Alles funktioniert schon flüssig und ist fast so suchterregend wie früher. Den König Diablo 2: Lord of Destruction stößt Teil 3 für mich persönlich aber nicht vom Thron, das habe ich aber teilweise auch so lange am Stück gespielt, bis ich nach dem Herunterfahren des PCs noch Nachbilder von der Minikarte in meinem Blickfeld hatte. Spooky…

Borderlands: The Pre-Sequel

Dazu gibt es eigentlich nicht viel zu sagen. Wer Borderlands 1+2 mochte und einfach nur mehr vom Selben haben möchte, wird hier ziemlich gut bedient. Lediglich die Farblosigkeit des Spiels stört mich etwas (weils halt nunmal auf einem Mond und großteils im Vakuum spielt), was bei der Comic-Grafik des Franchises gar nicht so einfach zu realisieren ist.

Ansonsten ist alles wie gehabt, bleibt aber immer leicht hinter dem grandiosen zweiten Teil zurück. Habe TPS noch nicht ganz durchgespielt, kann also sein, dass sich meine etwas zurückhaltende Meinung noch ändert, aber irgendwie glaube ich da nicht mehr dran.

Lightning Returns: Final Fantasy XIII

Mit FF13 ist das so eine Sache. Beim ersten Teil fand ich die Story ganz gut, die Charaktere ok bis tolerierbar und das Schlauch-Gameplay ziemlich nervig. Bei FF13-2 war das Gameplay deutlich besser, dafür Story und Charaktere absolut unter aller Kanone. Um den finalen Teil mit Lightning und Co. habe ich dann erstmal einige Zeit einen Bogen gemacht, jetzt dann aber doch zugeschlagen. Habe bis jetzt erst ein paar Stunden reingeschnuppert und weiß noch nicht so genau, was ich davon halten soll.

Das komplett neue Kampfsystem scheint ganz passabel zu sein, hinter das zeitbasierte Gameplay bin ich aber noch nicht so ganz gestiegen. Aber man muss Square-Enix wohl zugutehalten, dass sie nicht davor zurückschrecken, auch mit etablierten Franchises öfter mal was Neues auszuprobieren und am Status quo zu rütteln. Das ist ja in der heutigen Spielelandschaft eher eine Seltenheit.

Ein wirkliches Urteil kann ich hier also aufgrund der bisher geringen Spielzeit noch nicht treffen, werde das zu gegebener Zeit aber bestimmt noch tun.

Und dann war da noch die Sache mit Bioshock Infinite, für das ich vor Ewigkeiten schon einen eigenen Artikel großspurig angekündigt habe, der aber seither ein unfertiges Dasein in meinem Entwürfe Ordner führt. Mal sehen …


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