Archiv für Juli 2014

I don‘t like the people (but the people like me)!

Home sweet home! Eine Woche Freizeit ist vorbei und ich bin wirklich froh, wieder daheim zu sein.

Zum besseren Verständnis: Ich arbeite in einem Wohnheim für Menschen mit seelischer Behinderung (aka psychisch Kranke) und bin dort in den Außenwohngruppen und im Eingliederungsbereich tätig. Freizeit bedeutet, dass wir mit den Bewohnern in Urlaub fahren. Urlaub für sie, Arbeit für uns.

Ich war also mit einer Kollegin und sechs Bewohnern eine Woche an der Ostsee. Es war das erste Mal, dass ich mitgefahren bin und ich war sehr gespannt, was mich erwartet.
Gleich am ersten und zweiten Abend war ich ziemlich genervt und geschafft und bereute meine Entscheidung, danach wurde es aber deutlich entspannter und hat alles in allem doch viel Spaß gemacht und ich kann mir auch vorstellen, wieder bei so etwas mitzumachen.

Trotzdem war es für mich sehr anstrengend und zwar aus einem einfachen Grund: (Achtung, jetzt platzt eine Bombe!) Menschen nerven mich. Tierisch. Sie um mich herum zu haben, mich an sie anzupassen und mit ihnen zu interagieren ist für mich Schwerstarbeit und leert meine Akkus erstaunlich schnell. Meine Berufswahl erscheint unter diesem Gesichtspunkt irgendwie ironisch, denn mich auf Menschen einzulassen ist quasi mein wichtigstes Handwerkszeug.

Nun ist es aber natürlich was anderes, einfach „nur“ 10 Stunden Dienst zu haben und danach nach Hause zu gehen, oder die Arbeit 24 Stunden am Tag, für 7 Tage mit sich herumzutragen.
Wobei die Bewohner, für die das ja auch eine besondere Situation ist, das alles wirklich toll gemeistert haben und mein genervt sein hatte auch nicht wirklich etwas mit ihnen zu tun.

Wie man so schön sagt: Ich war mit der Gesamtsituation unzufrieden.

Wenn dann abends so gegen 22 Uhr die Leute langsam tablettenschwer ins Bett fielen, zog ich mich auch recht schnell auf mein Zimmer zurück und zückte meine getreue PS Vita. Nachdem ich durch das Anzocken von The Last of Us wieder etwas mehr Toleranz für Zombie-Apocalypsen habe, hatte ich mir extra die komplette erste Staffel des Walking Dead-Adventures besorgt und zockte so jeden Abend eine Episode.

Das dieses Spiel großartig ist, weiß außer mir wohl schon jeder. Zweimal habe ich fast geweint. Kein Scheiss. Nach Abschluss von Episode 5 ging es weiter mit Persona 3 Portable.

Als Lektüre für unsere diversen Strandtage plünderte ich den nächsten Supermarkt nach interessanten Videospielmagazinen. Außer einem mir bis dato unbekannten Mag mit Namen Retro Gamer kam dabei aber wenig Brauchbares zutage.

Also, ich bin wieder da und hab jetzt erstmal ganze vier Tage frei. Was mache ich nur, mit der ganzen Freizeit …

Ist dieses Sushi gerade explodiert?!

Da es jetzt am Sonntag für eine Woche mit der Arbeit auf Freizeit geht, nutzte ich meine geballten freien Tage vorher, um endlich mal wieder bei Seb vorbeizuschauen. Mit ihm drückte ich bis vor einem Jahr noch die Fachschulbank und wohnte das letzte Kursjahr auch bei ihm, weshalb wir viel Zeit mit Zocken, Filme schauen, etc. verbrachten.

Ursprünglich hatte ich einen Pathfinder-Abend in etwas größerer Runde geplant, daraus wurde aber leider nichts, also beschloss ich, alleine die weite Reise ins badische Mosbach anzutreten.

Da ich durch die Hörbuch-Version von Fight Club wieder lust auf eben jene hatte, brannte ich im Vorfeld noch schnell Die Stadt der träumenden Bücher (RIP Dirk Bach), aber mein Auto weigerte sich einfach, die CD zu lesen. Also gabs fast die ganze Fahrt über Ramones zu hören (RIP Tommy).

Da ich extrem pünktlich losgefahren war, kredenzte mir Seb nach meiner Ankunft erstmal ein feines Frühstück. Was ein Service, ey. Danach spielten wir uns gegenseitig unsere neusten Lieblings-Youtube-Videos vor, was ich natürlich nutzte, den BABYMETAL-Virus weiter zu verbreiten.
Als Nächstes zogen wir los, ein paar Partien Tischtennis zu spielen. Das hat bei uns Tradition, seit wir uns mit Tischtennis in den Lernpausen vor Klausuren (und besonders vor den Abschlussprüfungen) abreagierten. Manchmal gingen wir dafür auch in den Wald und kloppten mit Schwertern aufeinander ein.

Nach zwei Spielen, die Seb beide in drei Sätzen gewann (der war mal im Verein, ich schwöre, ey) war es uns aber bereits zu heiß, also ging es zurück in sein Domizil um ein bisschen Magic: The Gathering zu spielen. Seb hatte potente neue Karten/Decks am Start, weshalb ich mit meinen altbackenen Decks ziemlich lahm aussah. Er rief noch den Sänger seiner Schrammel-Punk-Kombo an, ob er nicht auch lust auf ne Runde Magic hätte.

Die Wartezeit vertrieben wir uns mit dem Aufbau meiner mitgebrachten PS3 und eines zweiten Fernsehers, sowie dem obligatorischen System-Update der PS3. Ein paar Banditen in Borderlands 2 abknallen konnten wir auch noch, bis sein Kumpel da war und wir zu dritt Magic spielten. Auch hier konnte ich mit meinen Lieblingskarten nicht viel reißen und stieg kurzfristig auf mein fieses Infizieren-Deck um, um wenigstens einen billigen Sieg zu kassieren.

Nachdem Sebs Kumpel sich wieder getrollt hatte, legten wir eine feine Borderlands 2 Session hin, danach gab es Essen, bei uns obligatorisch bestehend aus Nudeln mit Tomatensoße. Beim Futtern tauschten wir uns über unsere berufliche Situation aus und besprachen das restliche Abendprogramm. Filme waren nun angesagt.

Unsere kontrastreiche Auswahl bestand dabei aus:

Der Pate
Hatten wir beide peinlicherweise noch nie gesehen und fanden wir beide ziemlich klasse. Konnten aber trotzdem während des gesamten Films nicht die Klappe halten und fragten uns ständig gegenseitig, wer denn nun der da wäre, wer gerade wen umgebracht hatte usw. Seit Taxi Driver, Scarface und jetzt eben auch Der Pate, habe ich fast alle Titel von meiner „Filme die man unbedingt gesehen haben sollte“-Liste durch. Nur Rocky Horror Picture Show fehlt noch.

Alien vs. Ninja
Den hatte ich schon mal gesehen, war aber dabei eingeschlafen. Kurz bevor ich einschlief, wurde gekämpft. Als ich wieder aufwachte, wurde gekämpft. Diesmal hielt ich durch. Spaßiger Japano-Fun-Splatter mit ansehnlich choreographierten Fights und coolen Monstern, dargestellt von Menschen im Gummianzügen.

Tokyo Gore Police
Seb war von AVN so angetan, dass er den Fehler machte, mich zu fragen, was für Filme in der Art von AVN oder Machine Girl ich noch kennen würde. Eine ganze Menge, sagte ich, aber überspringen wir die doch und ich zeige dir gleich den besten/abgefahrensten/anstrengendsten.
Also gab es als Betthupferl das epische, künstlerisch wertvolle und vollkommen durchgeknallte Meisterwerk Tokyo Gore Police. Der Name ist Programm. Jede weitere Beschreibung erübrigt sich, denn das muss man einfach selbst gesehen haben.

Für den nächsten Tag nahmen wir uns vor, beim Frühstück gleich da weiterzumachen und Robo Geisha zu schauen. War uns aber dann doch zu anstrengend, weshalb wir das Frühstück auf kurz vor knapp verschoben und lieber noch ein paar Stunden Borderlands 2 spielten.

Und dann musste Seb leider zum Spätdienst und ich meiner Frau mal wieder die Kinder abnehmen, weshalb wir uns rasch verabschiedeten, ich mir The Last of Us auslieh und dann im Eiltempo den Heimweg antrat.

Immer noch frustriert wegen der nicht funktionierenden Hörbuch-CD, verkürzte ich mir die Fahrt mit einigen Folgen Masters of the Universe.

Und dann war der Spuk schon wieder vorbei. Hoffentlich, auf bald.

The Battle For Everyone’s Portable Soul!

Spoony hates everything! And this time I am with him! Well … sort off …

Seinen (komödienhaft überzogenen) Hass auf Final Fantasy X konnte ich noch nie nachvollziehen und auch FF VIII finde ich nicht so schlimm, aber Teil X-2 (How do you sequalize a sequel?) ist einfach … meh! Alles ist weder wirklich gut noch schlecht. Das Kampf-/Jobsystem: ist ok. Die Story: ist vorhanden. Die Charaktere: sind da, ja. Aber nichts hinterlässt einen bleibenden Eindruck oder lässt einen kreativen Funken erkennen.

Zugegeben, ich habe bisher nur etwa 10 Stunden gespielt, aber es kam mir so vor, als würde ich einen der vielen uninspirierten J-RPG Aufgüsse spielen, der versucht, im Fahrwasser von Final Fantasy auf Käuferfang zu gehen und keinen „echten“ Teil der Serie.

Es ist also ganz nett, dass X-2 als Downloadcode beim Kauf von Teil X dabei war und ich es so mal anspielen konnte, aber das war es dann vermutlich auch mit dem Thema.

Viel wichtiger:

Um das Loch zu füllen, dass der Abspann von Persona 4 in meinem Herzen hinterlassen hat, habe ich mir Persona 3 Portable (im Bundle mit Persona 2: Innocent Sin) besorgt. Zwar fand ich P3 nicht mal ansatzweise so großartig wie Teil 4, trotzdem habe ich gerade viel Spaß damit und bin erstaunt darüber, wie wenig die doch sehr drastischen Änderungen zwischen der normalen PlayStation 2 Version und der tragbaren PSP-Version den Spielspaß angreifen.

Denn für die portable Ausgabe wurden nicht nur die animierten Zwischensequenzen gestrichen, auch die In-Game-Cutscenes fehlen vollständig und wurden durch Standbilder im Stile eines Visual-Novels ersetzt. Klingt erstmal doof, tut dem Ganzen aber wie gesagt keinen Abbruch, da die Persona Spiele ja eh zu 80% aus den Unterhaltungen mit NPCs und zu 20% aus Grindorgien in zufallsgenerierten Dungeons bestehen. Und das klappt auch hier hervorragend. Zusätzlich hat P3P noch einen neuen, weiblichen Hauptcharakter, der auf andere Social Links trifft und natürlich veränderte Dialoge hat.

Bin schon gespannt, ob ich Persona 3 diesmal zum Ende bringe. Zwischendurch werde ich auch sicherlich in Teil 2 mal reinschauen.

Gamelist:
Persona 3 Portable (Vita)
Shadowrun: Returns (PC)
Hearthstone (PC)