Archiv für Februar 2014

You wanna know how I got these scars?!

Neues Gesundheitsupdate aus der Drüsen-Kolonie: (vorheriger Status hier)

Die Fäden sind seit geraumer Zeit draußen, Schmerzen habe ich nur noch beim Husten oder Gähnen und anstatt zu laufen wie C-3PO sehe ich jetzt aus wie der Kurgan. Bin immer noch ständig Müde und habe keinerlei Ausdauer, das liegt aber mittlerweile nicht mehr an den Nachwirkungen der Operation, sondern an der Umstellung, die mein Körper jetzt durchmacht, wo ihm ein Organ fehlt und die Funktion des Organs durch Tabletten übernommen wird. Außerdem ist die Dosis der Tabletten vermutlich zu niedrig.

Krankgeschrieben bin ich noch genau eine Woche und ich werde versuchen, in der Zeit noch ein paar Artikel rauszuhauen, weil ich genau weiß, wie ich bin, wenn ich wieder 7 Tage die Woche arbeite.

Twitch plays Pokemon läuft übrigens immer noch und ich schaue (trotz meines Desinteresses an Pokemon) einmal täglich für ein paar Minuten rein, bekomme einen Gehirnkrampf und mache die Seite schnell wieder zu. Trotzdem, für solche Sachen wurde das Internet erfunden. Faszinierendes Ding und ich hoffe, dass die mehreren zehntausend Spieler es schaffen, das Spiel zu beenden.

Auf dem von mir bevorzugten Streaming-Portal gibt es endlich ein paar Folgen der aktuellen Staffel Californication auf Deutsch. Habe zwar die Staffel schon komplett auf Englisch geguckt, aber jetzt haben wir immerhin einen Grund alles nochmal zu sehen. Grandiose Serie und ich freue mich jetzt schon auf die Marilyn Manson Episode.

Nur blöd, dass dort so viel geraucht wird, da komme ich auch wieder Druck …

It’s like Shakespeare, but with lots more punching!

NEXTWAVE - should only be taken in 100mg doses and never through the urethra

Vor einigen Wochen habe ich nach einem anstrengenden Tag zum abreagieren einen kleinen Comic-shopping-spree hingelegt. Nun habe ich die Bände alle drei durch und gebe meine 2 Cents dazu ab, weil ich gerade so schön im fluss bin und wieder was anderes posten will, als fortlaufende Challenges/eigene Serien.

Batman – The Killing Joke

Über den Titel von The Killing Joke bin ich schon öfters gestolpert und Alan Moore ist natürlich ein Urgestein, daher hatte ich hohe Erwartungen an diesen One-Shot. Würden sie erfüllt? Ja, eigentlich schon. Story, Charaktere und Dialoge tragen unverkennbar die Handschrift eines Könners und die Optik ist ebenfalls sehr gut. Ich wusste nur nicht, dass die Geschichte wirklich so kurz ist. Dafür, dass sie so oft zitiert wird und offenbar einen so großen Einfluss auf Batman im Speziellen und Comics/Graphic Novels im Allgemeinen hat, hatte ich einfach mit etwas epischerem gerechnet.

Aber das ist natürlich meckern auf hohem Niveau und ich alle Batman Fans können hier bedenkenlos zugreifen (haben sie aber wahrscheinlich schon)
Der Jubiläumsband enthält außerdem noch ein paar andere, kurze Storys, die ich aber bis jetzt nur überflogen habe, unter anderem den ersten Auftritt des Joker.

Nextwave – Agents of H.A.T.E.


Auch wenn es jetzt hier anders aussieht, ich lese selten Superhelden Comics. Aber, als ich von diesem Speziellen hier hörte, habe ich blind zugeschlagen. Klang einfach alles so, als wäre es genau meine Kragenweite und wie erhofft, sind Dialoge und Humor auch genau mein Ding. Eine wirklich nennenswerte, zusammenhängende Story gibt es kaum, aber die braucht Nextwave auch nicht, weil es einfach tierischen Spaß macht, dem Team dabei zuzusehen, wie sie immer skurrilere Gegner bekämpfe (grüner Drache in lila Shorts) und dabei verbale Seitenhiebe miteinander austeilen. Irgendwie ähnlich wie im The Avengers Film … nur cooler. Ja, das habt ihr gerade wirklich gelesen.

Aufmerksam wurde ich auf Nextwave in dieser Folge der Web-Serie Atop the Fourth Wall und dort wird auch nochmal kurz und knapp erklärt, warum ihr sofort die Gesamtausgabe von Nextwave kaufen solltet. Nextwave …

NEXTWAVE!

Kick-Ass

Die Verfilmung von Kick-Ass feiere ich für ihren anarchischen Spaß und die beste Verwendung von Nic Cage seit The Rock/Face-Off ziemlich ab. An verschiedenen Stellen war nun aber zu lesen, dass der Film von der Vorlage ziemlich abweicht und der Comic (wie immer) ja sowieso viel besser ist.

Bis auf so ziemlich den letzten Seiten, konnte ich dem nur bedingt zustimmen. Die meisten Änderungen fand ich eher marginal und konnte sie im Rahmen des Wechsels des Mediums von Comic zu Film auch gut nachvollziehen. Lediglich die Sache mit der Vergangenheit von Big Daddy und Hit Girl fand ich im Comic interessanter, dafür sehen beide hier super bescheuert aus – ja, bescheuerter als Cageman!

Und dann kam das Ende, an dem sich Dave bei Katie outet, dass er eben doch nicht schwul ist und sie darin nur bestätigt hat, damit er mit ihr Zeit verbringen kann. Und ihre Reaktion darauf in der Originalvorlage ist so viel besser als im Film und ein so großes Fuck You!, dass ich es einfach herrlich finde und es wirklich bedauere, dass der Film hier offensichtlich auf ein Happy End aus war und nicht die Eier hatte, das auch so durchzuziehen. Was mich aber dann auch wieder wundert, denn die Folterszene ist im Film deutlich heftiger … aber das ist wohl okay so, Gewalt ist cool und Hauptsache der Held bekommt am Ende das Mädchen, gell Hollywood?

Dies war übrigens Beitrag Nr. 200. Wohoooooo!

[52 Animations #4] Der Saft bringt die Kraft, das Abenteuer lacht!

Und schlag auf schlag geht es weiter hier, mit dem 4. Thema bei 52 Animations: Trauma

Und auch dafür greife ich wieder auf eine Serie aus meiner Kindheit zurück, genau genommen auf so ziemlich eine der ersten Fernsehserien, die ich je gesehen habe:

Die Gummibärenbande

Wenn ich genau darüber nachdenke, müsste ich so etwa 4-5 Jahre alt gewesen sein, als ich Disney‘s Gummibären zum ersten Mal gesehen habe. Und ich fand die Serie absolut großartig. Besonders natürlich diese pfeilschnellen Schlitten-wagen-was-auch-immer, mit dem sich unsere Helden unter der Erde fortbewegen, die ganzen Geheimgänge und das Lord Igzorn ständig was auf den Kopf bekam, alles ließ mein kleines Kinderherz höherschlagen.

Aber es gab eine Folge, genauer gesagt, eine bestimmte Figur in einer Folge, die ich so gruselig fand, dass ich davon Alpträume bekam und mich auch heute, 26 Jahre später, noch daran erinnern kann …

In dieser Folge erwacht einer der Wasserspeier des Schlosses zum Leben und erschreckt die Bewohner im Schlaf. An genauere Details kann ich mich nicht mehr erinnern, aber ich weiß noch, wie furchtbar ich das damals fand und dass ich wirklich mehrere Nächte lang von eben diesem Gargoyle geträumt habe …

Heute taugt von der Serie (wie von so vielen aus dieser Zeit) eigentlich nur noch das tolle Intro:

Akkustische Version des Intros in einem meiner liebsten Youtube-Videos des letzten Jahres
(bin zu doof, dass an der gewünschten Stelle direkt einzubinden … geht das überhaupt?)

[Vinylfetisch #3] Hungry Wolves

Wer kennt sie nicht: Situationen, in denen einem einfach Mal das Gehirn durchgeblasen gehört.

Wegen Stress auf der Arbeit, weil zu viele fremde/komische Menschen auf der Party, weil gerade erst aufgestanden, weil harter Tag, oder auch einfach so.

Es gibt natürlich verschiedene Möglichkeiten, dieses Hirndurchblasen zu erledigen, ich greife da aber immer gerne zu Musik, weil sie auch meistens am unkompliziertesten einzusetzen ist.
Und es gibt nur wenige Sachen, die mir für kurze Zeit so den Schmalz aus den Ohren feuern und mich in meiner persönlichen Gedankenblase vor allem abschirmen, wie das epische, mit dicken Eiern behangene, mega Metal-mäßige und absolut obergeile Intro zu „Insanity“ von Burial.

Von Burial ist zwar alles gut und die 7‘ Inch Hungry Wolves ist locker eine der besten HC-Punk Scheiben dieses Jahrtausends, aber alles, was diese Band ausmacht, ist für mich in diesem einen Song kanalisiert und die ersten 25 Sekunden reichen schon, um mich glücklich zu machen und wecken in mir gleichzeitig das Gefühl, gegen einen Mülleimer treten zu müssen.

Und nun, bitte alle Regler nach rechts!

Burial Facebook / Hungry Wolves erschien auf Heartfirst Records

Licensed to Ill!

Kurzes Gesundheitszustand-Update:

Wurde am Mittwoch operiert; Vollnarkosen sind komisch; danach tat mein Hals weh; mit zwei Drainageschläuchen am Hals und blutgefüllten Redons im Bett schlafen ist irgendwie doof …

Wurde nach relativ kurzem Krankenhausaufenthalt am Freitag wieder entlassen und hänge hier seitdem im eigens eingerichteten Isolierzimmer rum, während meine Frau sich super rührend um mich sorgt und die ganze Arbeit macht.

Mein Hals tut immer noch weh, ich kann den Kopf nicht richtig bewegen, und wenn ich doch mal aufstehe und rumlaufe, sehe ich dabei aus wie C-3PO. Und ich tue den ganzen Tag nichts anderes als Internet-Videos (hauptsächlich AVGN und Nostalgia Chick) und Adventure Time zu gucken und Final Fantasy IX und Hearthstone zu spielen.

Ab und zu schaue ich auch mal bei Twitch.tv vorbei, wo 40.000 Leute gleichzeitig per Chat Pokemon Red spielen (kein Scheiß!)

Hab nachher noch einen Termin in der Klinik zum Fädenziehen und hoffe, dass das mit dem Bewegen dann besser wird und ich auch etwas mehr machen kann. Denn so sehr ich die Auszeit hier auch irgendwie genieße, habe ich natürlich trotzdem ein schlechtes Gewissen, dass alle sich so abrackern, damit ich hier den ganzen Tag mit dem Laptop im Bett liegen kann …

[52 Animations #3] I am the night!

Lachen“ ist das aktuelle Thema bei 52 Animations und wie einfach wäre es gewesen, über eine Serie zu schreiben, die es immer wieder schafft, mir einen kleinen Laut der Verzückung zu entlocken. Da wären Beispiele aus der guten alten ™ Samstag-Morgen Cartoon Zeit, wie Animaniacs, Tiny Toon Adventures oder Freakazoid oder aktuelleres wie etwa Adventure Time, aber entschieden habe ich mich dann doch für eine meiner Lieblings-Cartoon-Serien:

Batman: The Animated Series

BTAM gehört natürlich ebenfalls in die gute alte ™ Cartoon Kategorie, im Gegensatz zu vielen anderen Serien aus dieser Zeit, hat Batman sich aber wirklich gut gehalten. Will heißen, ich kann mir auch heute noch ganze Folgen davon angucken und werde gut unterhalten, ohne dass sich die Serie auf ihrem Nostalgie-Faktor ausruhen muss. Das ist ziemlich selten und zeigt einfach nur, wie gut diese Serie schon damals gewesen ist.

Und was hat das jetzt mit Lachen zu tun? Na, der Joker natürlich. Leider kamen wir in der deutschen Synchronisation ja nicht in den Genuss von Mark Hamill, trotzdem mag ich diese Version des Clowprinzen des Verbrechens sehr gerne. Außerdem hat Jokers Sidekick, Dr. Harleen Quinzel aka Harley Quinn in Batman The animated Series ihren Ursprung, eine Figur, die aus dem Franchise heute wohl kaum mehr Wegzudenken ist.

Die lustigsten Serienmomente hängen auch meistens mit Harley zusammen, wie etwa in der Folge, in der sie rehabilitiert aus Arkham entlassen wird und mit ihren zwei Hyänen einkaufen geht, oder wenn sie und Poison Ivy in einer WG zusammen wohnen.

Und natürlich dieser Gag, der als Kind (hoffentlich) an mir vorbei gegangen ist:

[52 Animations #2] Killing in the name!

Zweites Thema bei 52 Animations ist „Fremde“ und diesmal viel mir die Auswahl deutlich schwerer. Hatte dann zwar eine gute Idee, die aber sehr universell einsetzbar ist und die ich mir daher lieber für eine andere Gelegenheit aufspare.

Machen wir also nun eine Reise. Eine Zeitreise, um genau zu sein. In eine Zeit, in der Internetverbindungsgeschwindigkeiten noch so gering waren, dass an streamen von Filmen nicht zu denken war und in der jeder dieses Geräusch kannte.

Wer zu dieser Zeit anfing, sich für Animes zu interessieren, hatte ein Beschaffungsproblem. Zwar gab es im gut sortierten Fachhandel eine Auswahl von Titeln auf good old VHS, aber die waren für Blindkäufe einfach zu teuer (wenn ich daran denke, wie viel meine Neon Genesis Evangelion Sammlung gekostet hat …).

Ein absoluter Lichtblick waren da die Themennächte des DCTP Nachtclubs auf dem Fernsehsender Vox. In unregelmäßigen Abständen gab es hier von 0:00 Uhr bis 6:00 Uhr morgens Animes am Stück. Kinofilme, OVAs und einzelne Folgen von Serien, hier war alles dabei und ich nahm die Nächte so oft ich konnte auf Video auf und sichtete dann am nächsten morgen die gesammelten Schätze und tauchte in die für mich noch fremde Welt der japanischen Animationsfilme ein.

Und ein Film, der mir besonders im Gedächtnis geblieben ist, ist das 80‘ger Jahre Schundfest M.D.Geist

Die Formel dieses Films funktioniert etwa so:

Man nehme jedes Klischee von Action-Filmen aus den achtziger Jahren, eine Portion Post-Apocalypse hinzu, mixe dies mit dem japanischen Mecha-Fetisch und schmecke es ab mit einer großen Priese Sex und Gewalt. Viel Gewalt. Richtig viel Gewalt.

Das hört sich doof an, sieht auch doof aus und ist auch sau doof. Wenn man sich richtig darauf einlässt, kann es aber auch ein großer pubertärer Spaß sein und für mich war M.D. Geist damals das Nonplusultra an hirnlosem Vergnügen.

Außer seinem trashigen Charme hat der Film aber nicht viel zu bieten und ein must-see ist er definitiv auch nicht, für mich aber ein wichtiger Teil meiner Anime-Sozialisation.

Zum Glück habe ich aber im Laufe der Zeit erkannt, dass Anime mehr zu bieten hat, als gezeichnete Titten und Gedärme.

Und was sagt unser Experte Stereotypically Drunk Mexican Cyborg Early 90’s Otaku Kid?

Ähhh … ja …GENAU!

Lexikon der Szenesprache II!

Heute: Wenn Nerds sich nach dem Gesundheitszustand erkundigen

Er:
Heiho M. Wie verläuft deine Lymphknoten-Queste? Hast du bereits den geheimen Eingang gefunden oder irrst du noch zielstrebig um den Berg?

Ich:
Bin noch am leveln, bis ich die für den Endgegner „Giganto-Drüse“ benötigte Stufe 12. Februar erreicht habe.

Er:
Immer nett mit dir zu korrespondieren. Der S. kommt heute abend zu mir und bleibt bis mittwoch. Kannste nen Instantjourney wirken?

Ich:
Nein, hab nicht genug Mana. Aber grüß ihn schön. Nach dem Kampf gegen GigaDrüse versuch ich zu kommen.

Er:
Heil Dir, Bezwinger der Drüse! Wenn es dir deine Pflichten erlauben, bist im Gasthaus zum ungetrennten Müll stets willkommen!

Ich:
Eine solch frohe Kunde vernehmen meine Ohren gerne. Nach getanem Heldenwerk werde ich eure Schenke aufsuchen und ein kräftiges Gebräu mit euch genießen.

Folge I

Playlist:
Offspring – Smash
Thin Lizzy – Live and Dangerous
Karmacopter – Erzkaul bei Nacht

Gamelist:
Final Fantasy IX (Vita)
Killzone Mercenary (Vita)
Rayman Legends (Vita)