Archiv für Oktober 2013

King of the Bewußtseinsschnorrer!

Es amüsiert mich, zu sehen, wie schnell ich in Verhaltensweisen zurückfalle, von denen ich dachte, dass ich sie schon lange abgelegt hatte.

Zur Erklärung muss ich ein bisschen ausholen:

Als zweifacher Familienvater habe ich scheißeviel zu tun.
Zu Hause ist immer was los und es gibt immer irgendwas, was man besser jetzt machen sollte, weil wer weiß, wann man das nächste Mal zeit hat, eben genau dies zu tun. Kinder sind die großartigste Sache auf der Welt und meine zwei haben mir geholfen, zu einem halbwegs erwachsenen, vollständigen und (so blöd das auch klingt) besseren Menschen zu werden. Trotzdem ist das Ganze auch eine Menge Arbeit. So viel Arbeit, dass es für jemanden ohne Kinder absolut unvorstellbar ist.

Der einfachste Weg, mich tierisch auf die Palme zu bringen, ist mir zu erzählen, dass du ja keine Zeit für irgendwas hast. Das führt dazu, dass ich mir vorstelle, dich an der Kehle zu packen und heftig zu schütteln und dabei zu schreien:
„Keine Zeit? KEINE ZEIT? HULK SAGT, DU WEIßT NICHTS DARÜBER, WIE ES IST, KEINE ZEIT ZU HABEN“
– woraufhin ich dich packe und geschmeidig mit einer Bewegung meiner grünen, extrem muskulösen Arme in den Orbit feure.

Ein weiterer Faktor dabei ist natürlich mein Job, der momentan nur aus zehnstündigen Arbeitstagen besteht, die oft in Gruppen von bis zu elf am Stück auftauchen.

Spongebob Schwammkopf Die Angst vor dem Krabbenburger from SpongePat on Vimeo.

(zu 3:59 springen …)

Wobei ich nicht rumheulen will. Ich mag meinen Job wirklich gerne und gehe morgens mit einem guten Gefühl zur Arbeit. Trotzdem, spätestens am siebten Tag fühle ich mich wie Spongebob in der Folge „Die Angst vor dem Krabbenburger“, in der die Krosse Krabbe niemals schließt, Spongebob ohne Pause einen Burger nach dem anderen Brät und von Tag zu Tag fertiger aussieht und Mr. Krabs mit einer Glocke die Tage zählt, die am Stück gearbeitet wurden. Und ich merke auch wirklich, wie ab diesem Punkt meine Leistung nachlässt, will heißen, ich werde z. B. von Verhaltensweisen der Bewohner genervt, die ich sonst mit einem Lächeln abtun würde und ich verliere meine Fähigkeit, schnell die Situationen zu wechseln und mich individuell auf die unterschiedlichen Personen einzustellen (ein Skill, der einfach zum Handwerkszeug gehört und auf den ich sonst recht stolz bin).

Früher war das alles anders. Logisch. Aber außer dass ich keine Kinder hatte, hatte ich auch keinen Job und keinerlei Elan, mir einen zu besorgen. Warum auch? Ich hing den ganzen Tag zu Hause rum, zockte auf meiner geliebten Playstation 2, schrieb schlechte Scifi-Romane und traf mich mit Kumpels zum gemeinsamen Musizieren.

Zu dieser Zeit war ich genervt und überfordert von jedweden Anforderungen, die an mich gestellt wurden. Wie z.B. einmal am Tag ausgiebig mit den Hunden Gassi gehen, die Küche aufräumen oder den Müll rauszubringen.
Heute kann ich darüber nur noch lachen und habe mehr Elan im kleinen Finger, als mein damaliges Ich im ganzen Körper.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich finde es amüsant zu sehen, wie ich trotz aller Veränderungen, die ich durchlaufen habe, bei kleinsten Gelegenheiten wieder in die alten Verhaltensmuster zurückfalle …

Neulich waren Lisa und die Kinder für eine Woche im Urlaub. Ich konnte nicht mit, weil ich die ersten drei Tage noch arbeiten musste. Macht vier Tage, die ich ganz für mich alleine hatte.

Natürlich war geplant, dass ich viel zocken und rumgammeln würde (ich hatte mir extra Spec Ops:The Line besorgt, falls ich eine Pause von Ni No Kuni brauchen würde), aber ich sollte auch die Pferde und Kaninchen versorgen und dreimal täglich mit dem Hund rausgehen.

Sollte für mein neues Ich eigentlich kein Problem sein, ein geradezu lächerliches Programm, wenn man es mit einem für mich normalen Tag vergleicht. Und doch war ich schon am zweiten Tag von diesen Kleinigkeiten total genervt und habe mir davon die Laune verderben lassen.

„Grrrr, blöder Hund, warum geht der nicht alleine in den Wald und kommt dann wieder zurück, damit ich hier in Ruhe weiter Zocken/Essen/Attack on Titan gucken kann?“

Habe auch alles an Hausarbeit, die ich erledigen wollte, auf den letzten Tag verschoben und in einem unmenschlichen Marathon alles auf einmal erledigt.

So wie früher mit den Hausaufgaben …

Playlist:
Tragedy – Vengeance
Tocotronic – Wir kommen um uns zu beschweren
Karmacopter – Erzkaul bei Nacht
Schleimkeim – Abfallprodukte der Gesellschaft
Das Stört – Der erhobene Zeigefinger

Gamelist:
Spec Ops: The Line (PS3)
Ni No Kuni: Wrath of the White Witch (PS3)

Favourite Anime Openings!

Da ich mich momentan – dank der bis jetzt ziemlich großartigen Serie Attack on Titan – wieder vermehrt für Anime interessiere, gibt es heute eine kleine Auflistung meiner liebsten Intros zu Anime-Serien. Inspiriert natürlich vom superepischen Opening zu Attack on Titan, das auch direkt den Anfang macht.

Attack on Titan

Ziemlich aktuelle Serie, die zu Recht überall abgefeiert wird. Das Szenario erfindet zwar das Rad nicht neu, bietet aber dennoch interessante Denkansätze
und einen guten Hintergrund. Coole Charaktere gibts ebenfalls genug. Einziger Kritikpunkt: Alle schreien ständig rum! Gespräche werden höchstens zwei Minuten in
normaler Lautstärke geführt, dann brüllt wieder irgendwer.

Serial Experiments Lain

Zusammen mit Evangelion meine liebste (Anime)Serie überhaupt. Einer meiner ersten Artikel hier im Blog befasst sich etwas näher mit Lain, daher verweise
ich einfach darauf: Let’s show some love for … Serial Experiments Lain
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Attack of the außerirdische stinke Monster (from Hell)!

Papa, was ist das auf deinem T-Shirt?

Ich: Ein Bild.

Sohn: Was für ein Bild?

Ich: Das ist aus einem Film.

Sohn: Was für ein Film?

Ich: Ein Film für Erwachsene.

Sohn: Was ist da auf dem Bild?

Ich: Soldaten und Monster.

Sohn: Was machen die?

Ich: Die Soldaten kämpfen gegen die Monster, weil die … (warnender Seitenblick von Lisa) … weil die Monster sich nicht waschen wollen. Deswegen stinken die. Das sind außerirdische-stinke-Monster. Und die Soldaten haben Wasserpistolen und schießen damit Wasser auf die Monster, damit die nicht mehr stinken.

Sohn: Toll. Darf ich den Film gucken?

Ich: (seinen Kopf tätschelnd) Vielleicht in etwa 12 Jahren.

Picture my Day #14

Und schon ist der dritte Picture my Day mit meiner Beteiligung vorbei. Diesmal fiel das ganze wieder auf einen freien Tag, wie man sehen kann, war ich aber trotzdem ganz gut beschäftigt. Mittendrin war leider die Speicherkarte der Kamera voll, so dass ich auch zu Hause komplett aufs Smartphone umsteigen musste.

Und auch wenn man es nur am Ende wirklich „sieht“, ja, ich habe zwei Kinder ;-)

Ansonsten hat es mir wieder viel spaß gemacht und meine Frau war wie gewohnt etwas genervt, weil ich überall mit Kamera rumgelaufen bin. Mittlerweile weiß sie dann aber schon, was Sache ist.

Teilnehmerliste

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