Archiv für September 2013

Great Responsibility!

Edit: Jaja, Bilder immer selber hosten, ich weiß … werde mich darum kümmern … bald …

The glorious Pipes of Darmstadt!

Über die Band Karmacopter aus Mannheim habe ich hier an verschiedenen Stellen nur gutes verloren – und das völlig zu Recht, schließlich haben die Copters mit ihrem Erstlingswerk „Goodbye Haptik“ eine meiner absoluten Lieblingsplatten der letzten fünf Jahre abgeliefert.

In einer Plattenbesprechung für ein dann leider nie erschienenes Fanzine drückte ich mich anno 2009 so aus:

Ein passendes Adjektiv für den Sound von Karmacopter ist sicherlich: treibend.
Wem die üblichen Indie-/Studentenbands zu lahm, gewöhnlicher Deutschpunk aber zu doof ist, der wird hier vielleicht fündig. Karmacopter mischen abwechslungsreichen Punk(Rock) mit sehr guten, leicht kryptischen Texten. Genau mein Ding. Für die beiden Songs „Neulich im Boot Camp“ und „Vocalhouse“ würde ich die Band gerne heiraten, so als persönliches Dankeschön. Einziges (wenn auch winziges) Manko: Der Refrain von „Verheizt“ klingt total nach Tote Hosen, allerdings würden die vor Freude im Quadrat springen, wenn sie so gute Songs schreiben könnten.
Schickes minimalistisches Layout, alle Texte, weißes Vinyl und Downloadcode. Geiles Teil, geile Band. Bitte mal in der Umgebung von FFM auftreten.

Die zweite EP „California“ ist dann sogar quasi mit auf meinem damaligen Label SPASS BEISEITE RECORDS erschienen. Da ich kurz nach der Veröffentlichung aber leider aufgehört habe, regelmäßig Konzerte zu besuchen und dort Platten und Tapes zu verkaufen, fristen immer noch etwa 60 Exemplare davon ein Schattendasein in einem meiner Schränke. Wer eine haben möchte, kann sich sehr gerne melden *Zaunpfahl* *Zaunpfahl* *Wink* *Wink*

Nun haben Karmacopter leider ihre Auflösung bekannt gegeben, für mich besonders bedauerlich, da ich sie nun nicht mehr Live sehen kann und der Kontakt zur Band darauf beschränkt bleiben wird, dass ich mit Sänger/Gitarrist Van Dante per Facebook Anime-Tipps austausche.

Außerdem kann so ihr letzter Output „Erzkaul bei Nacht“ nicht mehr regulär erscheinen. Cool wie die Copters aber sind, gibt es die Songs für alle Interessierten zum kostenlosen Download und ich kann nur sagen, dass die Abschieds-EP verteufelt gut geworden ist und mir deutlich besser als die California gefällt, die mir persönlich irgendwie zu hektisch und zu kurzweilig war.

Den Stil von Karmacopter zu beschreiben, ist ziemlich kompliziert. In der Fachpresse fallen öfter vergleiche mit der kanadischen Band NO MEANS NO, aufgrund meiner kompletten Unkenntnis bezüglich des Werkes dieser Gruppe, kann ich dazu leider nichts sagen. Ich selbst habe mal zu einer Bekannten gesagt: „Stell dir vor, diese Bands wie Turbostaat und Co. hätten noch bessere Texte und würden auf einmal gute, laute und schnelle Musik machen.“

Was irgendwie auch ein blöder Vergleich ist, da ich überhaupt kein Turbostaat und Co. höre (allerdings meine Bekannte)

Karmacopter spielen einen sehr eigenständigen Mix aus treibenden Punkrock-Parts, Hardcore-mäßigen, sperrigen Breaks und von einer Art von wütender Melancholie getränkten Passagen, die mich irgendwie an Chaos Z/Fliehende Stürme erinnern oder an eine Zeit, als Tocotronic noch cool waren. Und das alles innerhalb eines Liedes, versteht sich.

Auch diese Beschreibung wird dem ganzen nicht gerecht, aber besser kann ich es nicht. Herzstück sind sowieso die meist auf eine angenehme Art verkopften Texte, deren ursprüngliche Intention mir wohl meist verborgen bleibt, die aber oft irgendwo in mir eine bestimmte Seite zum klingen bringen.

Die Band selbst bezeichnet ihren Stil übrigens als Slacker-core (oder als Misanthropop!)

Lange Rede, kurzer Sinn: Karmacopter sind bombe und jeder mit ein bisschen Musikgeschmack sollte sich die Erzkaul bei Nacht runterladen (Anspieltipp: The glorious pipes of darmstadt, tausend tode) und am besten auch gleich das komplette Gesamtwerk besorgen!

Karmacopter / Web / Facebook / Bandcamp

Wort zum Montag!

DAS! TAUSEND! MAL!! DAS!!!

Bester Cartoon des Monats, Jahres, Universums! Und wird noch lange nicht genug abgefeiert. Checkt das aus:

Egon Forever / Homepage / Facebook

WTF is Pommessauce?!


It’s a me, a birthday present!

Hey Ho, zurück vom Kurzurlaub in mighty mighty Berlin.
Der Trip war ein Geburtstagsgeschenk meiner besseren Hälfte, und da ich, außer für einen Abend, an dem wir dort ein Konzert gegeben haben, noch nie in der Hauptstadt war, hatte ich mich sehr auf den Ausflug gefreut.

Unsere Ferienwohnung befand sich in Potsdam, fast direkt gegenüber des Filmstudios Babelsberg und Böörlin war relativ gemütlich mit der S-Bahn zu erreichen.

Während des Urlaubs habe ich verschiedene Dinge gelernt. Zum Beispiel:

1. Ich habe verlernt, wie man ausschläft
War jeden Tag gegen 9 Uhr hellwach und hatte auch die Stunden davor schon sehr unruhig geschlafen. Bin dann auch immer aufgestanden, damit Frau noch in Ruhe weiterschlafen konnte.
Bis mittags auspennen, I will miss you …

2. Majonäse = Pommessauce
Habe mich gleich am zweiten Tag als dummes Kleinstadtkind geoutet, als ich auf einen Behälter mit Pommessauce zeigte und etwas sagte wie: „WTF is Pommessauce?“ Die Bedienung der Pommesbude sah ich an, als hätte ich gefragt, ob denn nun der Rhein oder der Main durch Berlin fließt, und klärte mich auf, dass das natürlich Majonäse sein. Ja neee, is klar.

3. Frankfurt (am Main) ist ein Dreckloch
Das hatte ich schon in Hamburg festgestellt, aber jedes Mal, wenn ich in einer anderen Großstadt weile, fällt mir auf, was für eine miese Miststadt Frankfurt doch ist. Bezogen auf alles, also Architektur, Leute, öffentlicher Nahverkehr usw.

4. Neukölln ist ein Wort und man schriebt es mit doppel L
Wusste ich noch nicht.

5. Schilder und kleine Wortfetzen genügen meinem Gehirn um uralte Ohrwürmer zu triggern
Nachdem wir auf der Autobahn an Gotha vorbeiführen: BÄM!
Wenn wir mit der U-Bahn fuhren: BÄM!


Lisa im Beton-Dschungel

Touristenmäßige Aktionen haben wir eigentlich nur an einem Tag gemacht, passenderweise an dem mit dem schlechtesten Wetter. Wir waren am Alexanderplatz, am Brandenburger Tor, beim Denkmal für die ermordeten Juden Europas, Checkpoint Charlie usw. Sightseeing halt.

Auf dem Kurfürstendamm ließ ich mir dann noch eine Beteiligung in irgendeiner Flüchtlingsspendenaktion aufschwätzen, einfach weil ich so ein netter Kerl bin und ich bei sowas immer angesprochen werde. Passe wohl voll ins Beuteschema.

Ansonsten ging es uns primär darum, uns locker zu machen, weswegen wir natürlich auch viel im Apartment rummhingen, bisschen Filme guckten und einfach die Seele baumeln ließen.

Abends gings dann meistens Essen, entweder in trauter Zweisamkeit oder mit Freunden, die schon seit längerem in der Hauptstadt wohnen.

Aus einer geplanten Einkaufstour durch Buch-, Comic- und Videospielläden wurde wegen akuter Lethargie nichts. Hatten auch einfach keinen Bock, irgendwo nach irgendwas zu suchen. Beim treiben lassen kamen wir dann doch an einem Comicladen vorbei, durch den ich mich auch kurz durchwühlte, die bloße Menge des Angebots erschlug mich aber einfach, so dass ich auch hier lieber Geld sparte und mir dafür lieber Ni No Kuni selbst zum Geburtstag schenkte.

Also, schöner Urlaub, ich bin wieder da, ich hab ein paar gute Ideen für neue Artikel, ich muss Montag wieder arbeiten und Ni No Kuni spielen, deshalb wird aus den Artikeln vermutlich nichts ;-)