Archiv für Juni 2013

Die Bibel muss da weg!


By the Power of Grayskull!

Langsam aber sicher wird meine Checkliste immer kleiner und alles neigt sich dem Ende zu. Nun sind auch die schriftlichen Prüfungen geschafft, von einer habe ich auch bereits das Ergebnis, mit dem ich sehr zufrieden bin. Jetzt noch ein letztes Mal eine Woche Blockunterricht und dann schließlich die mündliche Abschlussprüfung.

Sentimentale Gedanken dazu spare ich mir für die Zeit danach auf. Für die ist ebenfalls gesorgt. Nächste Woche unterschreibe ich meinen Arbeitsvertrag. Alles in trockenen Tüchern, wie man so schön sagt.

Die letzte Schulwoche war anstrengend und angenehm zugleich. Samstag und Sonntag war noch lernen für die zweite schriftliche Prüfung am Montag angesagt, was Seb und ich mit einem Marathon der dritten Game of Thrones Staffel koppelten. Seine Reaktionen auf die Hochzeit zu beobachten, war sehr amüsant (ihr Fans wisst, was ich meine).

Die Prüfung selbst lief ziemlich gut. Psychologie ist aber auch einfach ein feines Fach.

Im Kino kam diesmal nichts Ordentliches, also wurde der Rest der Woche mit vielen Filmen entspannt bei Seb zu Hause verbracht (Auflistung der Streifen folgt im nächsten Movie Madness Beitrag), unterbrochen nur von mehreren Partien Tischtennis, bei denen ich meisten deutlich verlor, der einen oder anderen Runde Magic:The Gathering und der Entdeckung, dass ich ein ganz passabler Billardspieler bin.

Zitat der Woche war definitiv:

„Wir bauen den Laptop auf dem Altar auf. Die Bibel muss da weg.“

Auf Kontext werdet ihr vergeblich warten :-)

Direkt nach meiner Rückkehr nach Hause am Freitag war dann abends Vater-Sohn Picknick angesagt. Ich würde solche Veranstaltungen nicht pauschal als notwendiges Übel des Elterndaseins bezeichnen, dennoch sind solche Situationen für mich sowohl befremdlich wie auch unangenehm. Kontakte mit anderen Eltern geben mir meistens das Gefühl, innerlich sehr jung geblieben zu sein und mit anderen Erziehungsberechtigten wenig bis gar nichts gemeinsam zu haben.

Die anwesende Erzieherin gab sich alle Mühe, mich bei den alteingesessenen Vätern zu integrieren und bot mir mehrmals an, mich doch einfach zu ihnen zu setzen. Die meisten hatten die Veranstaltung des Kindergartens aber wohl mit einem Campingurlaub verwechselt und saßen im Kreis auf Klappstühlen, tranken Bier und rauchten.

Da kam es mir sehr gelegen, dass mein Sohn ständig in meiner Nähe bleiben wollte und die meiste Zeit auf meinen Schultern verbrachte. Mit den Dorfleuten Bier trinken und Stammtischgespräche zu führen, das kann ich mir gerade noch verkneifen. Konnte die Kindergärtnerin ja nichts für – danke, aber nein danke!

Zu was für einer Art Vater macht mich das? Zu einem, der sich nach einer langen Schulwoche noch bereitwillig beim Topfschlagen blamiert. Und dabei ein Saber Rider T-Shirt trägt.

Playlist:
Anamanaguchi – Endless Fantasy
Kaput Krauts – Quo Vadis, Arschloch
Inner Conflict – Schere, Klebstoff, Papier

Gamelist:
Duke Nukem Forever (PS3)
Borderlands 2 (PS3)
Mass Effect 3 (PS3)

Why does this remind me so much of a bad day at work?!

Kaput Krauts – Versuchen, einsehen, einigen

das ist doch immer nur das selbe
ok, mit immer anderen worten
buchstabensalat vs. heisser brei
eine wueste schlammschlacht
zwischen diplomaten
guter wille, kompromisse
und weiter geht´s im kreis

und nach dem wasweissichwievielten versuch
hat man irgendwann genug

ich versteh nicht, was du sagst und ich hab kaum noch reserven
und das ständige gerede geht mir auf die nerven
du gibst dir muehe, ich geb mir muehe
deklinationen, synonyme, und all der andere quatsch

eine grundsatzdiskussion
um zwei uhr nachts am telefon
ein wenig zwei-mann-theater
ein bisschen warten auf godot
erstens war es nicht so gemeint
zweitens ist das auch egal
drittens wiederhole ich mich
nicht mit anderen worten nochmal

denn ich sehe langsam ein, und du siehst sicher ein
dass hier langsam aber sicher niemand mehr was einsieht

ich versteh nicht was du sagst und ich kann mich nicht erklaeren
und das staendige gerede artet aus in laerm
du gibst dir muehe, ich werde muede
vom hin- und herschieben von schuldgefuehlen und all dem anderen quatsch

also einigen wir uns jeder für sich darauf
dass wir uns nicht mehr einig werden

Aus dem Album: Quo vadis, Arschloch

Kaput Krauts/ Facebook / Website

The Review must go on!

Doug Walker (besser bekannt in seiner Rolle als „Nostalgia Critic“) hat unlängst eine neue Vlog Serie gestartet, in der er sich mit der Cartoon-Serie Avatar – The Last Airbender (deutsch: Avatar – Der Herr der Elemente) befasst.

Ausgelöst wurde dies durch die unzähligen Anfragen, er solle als Nostalgia Critic unbedingt M.Night Shayamahalanahshshs Verfilmung der ersten Staffel reviewen. Nun muss man wissen, dass sich der Nostalgia Critic auf satirisch überzogene Weise nur (meistens) ziemlich miesen Streifen widmet. Und Sahamayalananshas verstümmelung dieser großartigen Serie ist mit Sicherheit einer der schlechtesten Filme die ich in den letzten 3 Jahren gesehen habe.

Walker will nun, bevor er sich an die grottenschlechte Real-Verfilmung macht, erstmal die Serie komplett sehen. Also schaut er sich in den nächsten Monaten etwa jeden Tag eine Folge an und dreht im Anschluss ein kurzes Video über seine Eindrücke der vergangenen Folge.

Ich selbst bin ein großer Fan von Avatar – The Last Airbender und halte die Serie für den besten Cartoon der letzten zehn Jahre. Selten hat eine eigentlich für Kinder konzipierte Serie so gut geschriebene Charaktere und setzt sich auf so durchdachte Weise mit komplexen Themen wie Krieg und Tod ausseinander, ohne dabei das zumeist junge Publikum zu über- oder unterfordern.

Aktuell ist Walkers Vlog-Serie bei Folge vier angekommen und ich hoffe, dass es mir gelingt sie komplett zu verfolgen.

Alle Nostalgia Critic Videos erscheinen auf thatguywiththeglasses.com

Die Avatar Vlogs gibts dort unter der Kategorie Specials

The Best of Wahrheit ist jetzt nicht genug!

Inner Conflict aus Köln sind momentan mit ziemlich großem Abstand meine liebste Punk-Band aus Deutschland; und zusammen mit Iron Maiden meine meistgehörte Band der letzten 1-2 Jahre.

„Wer mit Maiden in einem Satz genannt wird, der hat es geschafft!“ So (oder eher so ähnlich) drückte sich der Sänger der von mir sonst unbeachteten Beatsteaks aus, als ich sie als Vorband von Iron Maiden sah. Leuchtet mir ein, diese Aussage.

Inner Conflict selbst habe ich hier schon das eine oder andere mal abgefeiert, zuerst hier. Um zu beschreiben, was mir an dieser Kapelle so gut gefällt, bediene ich mich gerne leerer Worthülsen aus diversen Musikmagazinen, wie z.B.: eingängige Melodien, Musik die Ärsche tritt, sehr gute Texte – abseits von dem üblichen Parolengedresche, toller (weiblicher) Gesang … usw.

Nun aber zum eigentlichen Grund dieses Beitrags: Mittlerweile ist das fünfte Studioalbum „Schere Klebstoff Papier“ im Kasten und bevor es in einigen Tagen als physischer Tonträger erscheint, gibt es das komplette Album als Name-your-price download auf der Bandcamp-Seite zum runterladen.

Falls ihr Lust habt, uns zu unterstützen, empfehlen wir 4€ als unverbindliche Preisempfehlung. It’s up to you!

Dafür gibt es locker 1000 Coolness- + Streetcredibility-Punkte! Ich habs natürlich gleich gekauft und war auf der Fahrt zur Arbeit gestern schonmal ziemlich Happy damit. Absoluter Anspieltip ist „No Anthem“. Das wird bei der nächsten EM/WM bei mir auf dauerrotation laufen.

Also, anhören, gut finden, lächerlich wenig Geld bezahlen, runterladen!!!

Inner Conflict: Facebook / Bandcamp / Website / Twitter