I ain‘t afraid of no Ghosts in my Shell!


I was named after an awesome sword, bitches.

Ich mag Ghost in the Shell. Jeder mag Ghost in the Shell. Aber was ich noch mehr mag, ist Ghost in the Shell 2. Und was ich gar nicht mag, ist Ghost in the Shell: Stand Alone Complex.

Ich kann mir die kreativen Treffen der Drehbuchautoren zu dieser Serie vorstellen:

Autor 1: Weißt du, was voll geil wäre?

Autor 2: Ne, was denn?

Autor 1: Eine Ghost in the Shell TV-Serie. Lass mal machen, ey!

Autor 2: Ja, mega fette Idee, ey. Fangen wir gleich an!

Autor 1: Ja! JA! Und weißt du, was noch besser wäre? Wenn wir sie in einem Parallel-Universum ansiedeln, wo die zwei Filme und der Manga nie passiert sind!!11

Autor 2: WTF???

Ok, I get it, deshalb heißt es „STAND ALONE Complex“, aber das hat mich trotzdem abgeschreckt und mir den Spaß vergrault. Stimmt aber vielleicht auch alles gar nicht und basiert nur auf Halbwahrheiten, die ich irgendwo im Internet ™ aufgeschnappt habe, was bedeutet, ich sollte den verchromten Stock aus meinem Arsch ziehen und mir die Serie noch einmal ansehen. Aber nur, wenn ich über eine Version mit japanischem Originalton und englischen Untertiteln stolpere, weil ich ein Hipster bin und von deutschen Synchronisationen, die am Ende noch im Auftrag von MTV erstellt wurden, mindestens 20 Meter Sicherheitsabstand halte.

Und zu den zwei Filmen…

Der erste Teil ist ein Klassiker des japanischen Animationsfilms und das will auch keiner ( am wenigsten ich) bestreiten. Aber, wenn mir diese blasphemische Äußerung erlaubt ist, ich finde ihn stellenweise zäh und langweilig (was nicht ganz dasselbe, aber irgendwie doch sehr ähnlich ist). Es scheint so, als könne sich der Film nicht entscheiden, ob er jetzt rotzecooles Cyberpunk-Geballer zeigen, seine verschachtelte Story weitertreiben oder fröhlich Zitate kloppen will; also macht er keines davon und zeigt lieber zehn Minuten lang Außenaufnahme der Stadt und eine Parade oder so.

Teil zwei ist da deutlich straighter. Der sagt von Anfang an: Hey, ich will rotzecooles Cyberpunk-Geballer und voll kluge Zitate kloppen und macht dann konsequent genau das – und auch nur das. Die Story ist ziemlich banane, aber wen stört’s, wenn die Optik so verdammt großartig ist. Wirklich. Selten habe ich so ein perfektes Zusammenspiel vom Zeichnungen und Computergrafik gesehen und hier macht eine solche Technik auch wirklich Sinn, trägt quasi maßgeblich zur Atmosphäre bei.

Zugegeben, man könnte GITS2 mangelnde Substanz unterstellen, aber wie gesagt, das stört mich überhaupt nicht, wenn ich gebannt auf den Bildschirm starre und feschen Cyborgs dabei zusehe, wie sie in einer Szene mit einem M-60 Maschienengewehr eine ganze Yakuza-Belegschaft niedermetzeln und sich in einer anderen ewiglange Zitate von Milton, Dante und was weiß ich noch was gegen die Köpfe werfen.

Den Manga habe ich übrigens auch gelesen, ist aber Jahre her und ich habe keine besonderen Erinnerungen daran. War bestimmt O.K.


1 Antwort auf „I ain‘t afraid of no Ghosts in my Shell!“


  1. 1 Der Mörder ist immer der Müllmann! « Silent Protagonist Pingback am 24. August 2014 um 15:20 Uhr

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