Archiv für November 2012

You should read something that sucks!

Habe es seit Monaten endlich mal wieder geschafft, zu einem Treffen „meiner“ Schreibgruppe zu gehen. Die ist schon vor einigen Jahren aus einem VHS-Kurs für Kreatives Schreiben hervorgegangen. Am Anfang haben wir alle wirklich viel geschrieben und uns die Werke dann gesenseitig vorgelesen und kollektiv in der Luft zerissen. Das war immer sehr inspirierend und hat viel Spaß gemacht.

Irgendwann schrieben dann aber alle weniger, oder hörten so wie ich sogar temporär ganz damit auf und die Treffen glichen nunmehr eher gemütlichen Abendessen mit Freunden – was ja auch nicht verkehrt ist.

Ich selbst brach irgendwann mit dem Rhythmus, am ersten Wochenende im Monat hinzugehen (und wie das bei mir so oft ist, z.B. auch ganz schlimm mit meinen Medikamenten, fällt es mir sehr schwer, einen einmal durchbrochenen Kreislauf wieder herzustellen) und schließlich war mir auch klar, dass ich bis zum Ende der Ausbildung keine Prosa mehr schreiben würde.

Jendefalls war ich mindestens ein halbes Jahr – eher 10 Monate – auf keinem Treffen mehr, aber nach einigen gescheiterten Anläufen hat es endlich geklappt.

Geschrieben hatte keiner was, aber der Abend war trotzdem _________ (hier abgenutztes Adjektiv einsetzen, dass den wahren Gefühlen nicht gerecht wird)

Nach dem Essen schwadronierten die Gastgeberin und ich, die anderen völlig ignorierend, mehr als eine Stunde lang über Das Lied von Eis und Feuer – immerhin war sie es, die mir davon immer Vorgeschwärmt hatte. Danach wandte ich mich meinem Sitznachbarn zu, der möglicherweise ein noch größerer Sci-Fi-Nerd als ich, definitiv aber ein größerer Computer-Geek, ist. Wir verbrachten die restlichen drei Stunden mit Diskussionen über moderne Comicverfilmungen, Star Trek/Wars, Mass Effect, The Elder Scrolls und Windows 8.

Das. War. Großartig.

Außerhalb des Internets kommt es für mich sehr selten zu solchen Gesprächen, deshalb habe ich dies sehr genossen und werde da jetzt die nächsten Tage und Wochen von zehren. Wobei, die nächste Pathfinder Runde ist nicht weit …

Borrowed Entertainment!

Wie der Titel schon sagt, beides nicht meins.

PlaystationPortable
Braucht man meiner Meinung nach nur, um überall Zugriff auf geliebte Playstation One Klassiker zu haben. Wie in meinem Fall Final Fantasy VII. Eines meiner absoluten Lieblingsspiele immer und überall dabei zu haben, ist schon eine feine Sache. Die PSP steht sowieso auf meiner Einkaufsliste, ist mir aber momentan noch zu teuer. Nach ein paar weiteren Monaten mit der PSVita wird sich das aber gelegt haben, denke ich.

Fester Plan: Alle Final Fantasy Teile der PSOne Generation nochmal auf dem Klo durchspielen! Läuft!

It’s Miller Time
Amerikanische Comics waren nie so mein Ding. Klar verfüge ich über Grundwissen was die diversen Hintergrundgeschichten und Universen angeht, aber mehr als Grundwissen ist es eben nicht. Ich habe mich eigentlich immer eher auf Mangas gestürzt (mit Ausnahme einiger Bände Spider-Man und Captain America, die ich in gaaaaaaaanz frühester Kindheit irgendwie in die Hände bekommen habe), aber auch da gibt es ja mittlerweile so viel Zeug, da kenne ich mich auch kein Stück mehr aus.

Also dachte ich, führen wir uns doch ein paar Klassiker der amerikanischen Comic-Kultur zu Gemüte. Angefangen habe ich mit V wie Vendetta und Watchmen und jetzt gehts weiter mit The Dark Knight Returns. Ist mein erster Frank Miller Comic und ich bin sehr gespannt. Einige Gedanken dazu dann zu gegebener Zeit natürlich auch hier.

Wir gehen in einen Dungeon und sehen einen Drachen?!

Bevor die nächste Woche wieder alles, was ihr gleich lesen werdet, ins Gegenteil verkehrt, ein paar Zeilen zur vergangenen Woche an der feinen Fachschule.

Die war eigentlich ziemlich entspannt. Regulären Unterricht gabs nämlich keinen, sondern nur „Projekte“, die man im Vorfeld aus ganzen vier Angeboten auswählen konnte.
Mighty Seb und ich waren sicher, uns mit Aqua-Fitness für das kleinste Übel entschieden zu haben, denn die anderen Gruppen mussten Essen und/oder Entertainment für das Schulfest vorbereiten, worauf wir jetzt nicht soooo lust hatten.

Wir merkten dann schnell, dass Aqua-Fitness nicht mit dem zu Verwechseln ist, was man Seniorengruppen in öffentlichen Badeanstalten machen sieht und dass täglich etwa drei bis vier Stunden im Wasser sein ganz schön anstrengend ist. Und total hungrig macht. Dafür raucht man aber weniger.

Hat aber trotzdem Spaß gemacht, weil Wasser ist einfach ein cooles Element. Schade nur, dass wir es nicht einatmen können … so ohne zu sterben, halt.

Das wirklich famose an der Woche war allerdings ihr Abendprogramm:

Montag+Mittwoch – Game of Thrones Marathon

Dienstag+Donnerstag – Pathfinder zocken

Sebs Freveltat, sich bis vor kurzem von Game of Thrones fernzuhalten, hatte er bereits gesühnt, aber wir waren nur bis Folge 6 der ersten Staffel gekommen. Diesmal haben wir an zwei Abenden etwa neun Folgen gesehen. Bei 50 Minuten pro Folge ein strammes Programm, schließlich kamen wir mittwochs auch erst gegen 22 Uhr bei ihm an.

Und ich lausche total gerne auf Sebs Interpretationen und Ideen, was als Nächstes passieren könnte und grinse als Antwort meistens nur fies (bin aktuell bei Buch Nr. 8 ). Versuche mir Spoiler echt zu verkneifen, gelingt mir aber leider nicht immer.

Und Dienstag und Donnerstag ging es wie so oft zum mighty mighty Chris, um gemütlich Pathfinder zu zocken. Das Gemütliche nahmen wir am ersten Abend etwas wörtlich und verbrachten mehrere Stunden mit einkaufen, einer Kneipenschlägerei (man ist nicht unfreundlich zu einer Halb-Ork Klerikerin des Kriegsgottes, nein, gaaaaanz schlechte Idee) und allgemeinen Vorbereitungen, bzw. dem Verarbeiten der Erlebnisse unseres letzten Abenteuers, bei dem es einfach mal so gegen einen Drachen ging; der uns allerdings ziemlich böse den Hintern versohlte.

Am zweiten Abend schafften wir es immerhin einen neuen Auftrag anzunehmen, ein Komplott gegen unseren Auftraggeber zu schmieden und uns beim Rasten von einer gruppe Goblins überfallen zu lassen. Die wurden natürlich in die Flucht geschlagen (nicht während meiner Wache!!!), verlangten uns aber doch einiges an Blutzoll ab. Es nervt, ein Stufe 2 Charakter zu sein.

Die musikalische Untermahlung des Abends stand übrigens ganz im Zeichen von Skyrim. Als gewöhnliche Hintergrundmusik lief ganz leise ein 10-Stunden-Loop von „The Dragonborn Comes“, wenn sich ein Kampf anbahnte, schaltete der DM schnell auf den Song um, der bei den Drachenkämpfen läuft.

Nächste Woche schaffen wir es dann vielleicht sogar, an unserem Bestimmungsort anzukommen …

In eigener Sache!

Kurzer Verweis auf einen schönen Artikel bei der Zeitzeugin. Es geht um Crossplaying in Pen & Paper Rollenspielen (also um das Spielen eines Charakters des anderen Geschlechtes). Dazu habe unter anderem ich ein paar Fragen beantwortet und eine davon hat es als kleines Zitat in den Artikel geschafft.

Schaut euch das doch mal an, sonst kloppt euch meine Halb-Ork Klerikerin das Fressbrett ein … und heilt euch danach wieder, wenn ihr nett fragt.

Gameception!

Doing random side-quests in Skyrim really felt like busywork sometimes, and the whole game like having a second job ( a very fun one, though).

But, now that my PS3 is dead, I am playing the absolutly awesome Persona 3 on my trusty old fat PS2.

So, instead of meeting friends or studying for the real exams that I have to do next week, I play a game where you have to meet friends and study for exams … humans are strange.

Also, you can spend the whole day playing video games in this video game … it’s a game within a game

Gamelist:
Shin Megami Tensei: Persona 3 (PS2)
Final Fantasy VII (PSP)

Playlist:
Smashing Pumpkins – Machina: The Machines of God
Burial – Hungry Wolfes
Tocotronic – … es ist egal, aber

Goodnight Sweet Prince!

Gestern Abend, während einem Online Spiel Borderlands 2, raffte es meinen treuen Wegbegleiter unerwartet dahin. Er beendete das Spiel, fuhr herunter und lässt sich seitdem nicht mehr starten. Ein blinkendes gelbes Licht erscheint. Das gelbe Grinsen des Todes.

Internetrecherche (= google) ergab, dass ein Yellow Light of Death vorliegt, was nicht halb so cool klingt wie der berühmte Red Ring of Death der XBOX360.

Fakt ist, da ich die Konsole nicht in den Backofen schiebe oder mit einem Fön erhitze (Respekt vor den Toten, alter!), dass meine PS3 es hinter sich hat und jetzt hoffentlich im Konsolenhimmel glücklich nur noch ihre Lieblingsgames abspielen muss.

Es handelte sich um die abwärtskompatible 60GB Variante, die ich etwa 2009 gebraucht gekauft hatte. Zum Glück bin ich ja Konsolen-Sammler, also müssen jetzt erstmal wieder die Old-school Kisten rann.

Mach es gut treuer Freund. Für alle, die dich kannten, kam dein Ableben plötzlich und unerwartet. Die Zeit wird auch diese Wunde heilen, aber die Erinnerung wird ewig weiterleben …

Alas …

Remember, remember!

52 Games: #40 Humor

So regelmäßig habe ich für 52 Games schon lange nicht mehr geschrieben. Liegt vielleicht daran, dass ich für mein Abschlussprojekt gerade im Schreibfluss bin und sowieso ständig vor der Tastatur sitze.

Diesmal geht es also um Spiele mit Humor. Da fallen mir spontan vor allem die Disney … äh LucasArts Adventures ein. Monkey Island, Day of the Tentacle etc. Die Szenerie, die Charaktere und die Dialoge, alles versprüht eine herrlich abgedrehte Komik. Aber wie so oft folge ich meiner zweiten Idee und schreibe daher über eines meiner liebsten PC-Rollenspiele: Vampire – The Masquerade: Bloodlines.

Was dieses Spiel in meinen Augen so gut macht (außer der sehr gut umgesetzten Vampir-Thematik) sind die wirklich großartigen Dialoge. Gerade hier dümpeln andere, und sonst sehr gute, C-RPGs in der Belanglosigkeit herum. Egal ob Gothic, Elder Scrolls, Dragon Age, oder die aktuelleren Fallout Spiele, so viel Arbeit wie man sich mit der Szenerie gemacht hat, so wenig Gedanken scheinen in die Dialog-Skripte geflossen zu sein. Das geht so weit, dass ich diese oft einfach wegdrücke.

Bei Vampire – Bloodlines habe ich jedes Gespräch genossen, denn jeder NPC hat einen ganz eigenen Charakter und drückt diesen durch seine Sprache aus.

Schön und gut, aber wo bleibt der eingangs erwähnte Humor? Der kommt vor allem dann zum Tragen, wenn man eine Spielfigur des Malkavianer-Vampir-Clans wählt. Denn die Malkavianer haben zusätzlich zum Blutsaugerfluch noch etwas anderes mit auf den Weg bekommen. Sie sind komplett verrückt.

Das heißt, ihre Dialogoptionen bestehen ausschließlich aus kryptischem Kauderwelsch (was sie für einen ersten Spieldurchgang ungeeignet macht) und die Spielumgebung reagiert auch dementsprechend darauf. Alleine das ist schon sehr amüsant, hinzu kommen allerdings noch diverse akustische und optische Halluzinationen. Man hört als Spieler beispielsweise Stimmen, die einem Botschaften ins Ohr flüstern. Nun haben die durch eine seelische Behinderung (politisch korrekt für Geisteskrankheit) bedingten Stimmen, wie ich aus beruflicher Erfahrung weiß, dem schizophrenen Menschen selten etwas Brauchbares mitzuteilen, hier im Spiel warnen sie einen als Spieler aber z.B. vor getarnten Werwölfen und geben damit Hinweise zur Lösung bestimmter Quests.

Den Vogel abschießen tun aber die Halluzinationen optischer Art. So kommt es zum Beispiel zu einem Streitgespräch mit einem Stoppschild, dass man als Spielercharakter mit der Drohung „Du hast dir heute einen mächtigen Feind gemacht!“ beenden kann und wenn man in seiner Zuflucht den Fernseher anschaltet, spricht der Nachrichten-Moderator einen direkt an.

Einen Malkavianer zu spielen, gibt dem Spiel damit eine ganz neue Dimension und ich habe die vielen Änderungen (im Vergleich zu meinem ersten Durchlauf) entsprechend abgefeiert und konnte mir ein lautes Auflachen oft nicht verkneifen.