Archiv für Oktober 2012

52 Games: # 39 Rätsel

Aktuelles Thema bei 52 Games ist Rätsel, und auch wenn ich über das Spiel schon was geschrieben habe, erzähle ich folgende Geschichte gerne noch einmal etwas ausführlicher:

Also, es geht um Landstalker – Die Schätze von König Nolo, dem Zelda für Mega Drive Besitzer. Und es handelt sich hier nicht um eine beliebige Kopie des Nintendo-Franchises, Landstalker ist (zusammen mit Alundra = selbes Entwicklerteam) DER Zelda Klon schlechthin.

Ich habe meinen Sega Mega Drive geliebt. Den ollen Mario konnten meine Freunde gerne behalten, Sonic war sowieso viel besser. Nur eines ließ mich wehmütig zu meinen Bekannten mit Super Nintendo aufblicken: Rollenspiele/Action-Adventures. Wir zockten nach der Schule Lufia, Terranigma, Secret of Evermore, Zelda und natürlich den genialen Drei-Spieler-Modus von Secret of Mana … und wenn ich dann nach Hause kam, hatte ich nichts dergleichen. Sicherlich gab es ähnliche Spiele auch für Segas 16-Biter, aber doch deutlich weniger und von den meisten Titeln, hatte ich damals noch nie etwas gehört.

Aber dann bekam ich Landstalker und die Durststrecke war vorbei. Ich habe wirklich das Allerletzte aus diesem Spiel rausgeholt und mehrere Monate gebraucht, um es durchzuspielen. Eine Ausdauer, die ich heute nur noch selten an den Tag lege, aber die meisten Games habe ja nur noch eine Spielzeit von fünf bis zehn Stunden.

Jedenfalls hielten sich die Denksportaufgaben eigentlich in Grenzen. Wo bei Zelda mehr geknobelt werden muss, standen hier fiese Sprungpassagen im Wege, bei denen die isometrische Perspektive nicht immer hilfreich war. Ansonsten waren meistens nur Schalterrätsel zu lösen.

Außer an einer Stelle, an die ich mich auch heute noch gut erinnere: Die Gruft unter der Hauptstadt Merkator. Dort gibt es in verschiedenen Räumen jeweils ein Rätsel zu lösen, bzw. einen kryptischen Text zu entschlüsseln und dann richtig danach zu handeln. Das war zu viel für mein damaliges Ich (ich müsste etwa zehn oder elf Jahre alt gewesen sein). Tagelang hing ich in dieser Gruft fest, zermarterte mir mein Hirn und kam doch auf keinen grünen Zweig. Sogar meine Eltern versuchten sich daran, doch auch ihre adulten Gehirne konnten wegen mangelnder Video-Game-Skills nichts ausrichten.

Meine Frau Mutter gab also schließlich auf und rief bei Segas Tipps und Tricks Hotline an (für einen sicherlich wahnwitzigen Betrag) um für mich die Lösung in Erfahrung zu bringen. War natürlich sau logisch und sau einfach und würde mich heute sicher nicht mehr hinter dem Ofen hervorlocken.

Goodbye Haptik!

Erst heute wieder gehört, eine der besten deutschen Punkrock-Platten des neuen Jahrtausends. Und gleich folgend, der letzte und fast beste Song des Albums. Zweite 7″ Vinyl Single der Band ist damals mit auf meinem Label erschienen.

Morgen ist übrigens Kindergeburtstag, da wären ein paar Downer sicher auch angebracht.

Karmacopter - Downer

cut! das ding ist im kasten, die szene ist abgedreht, die statisten sind hungrig,
und das licht langsam weg, hast den downer geschmissen, halb bewußtlos
im bett, 4:30 muss reichen, bevor es weiter geht

kann schon sein daß es spät ist, kann schon sein daß vielleicht,
jeder kriegt was ihm zusteht, und was zum leben reicht

in der kraft liegt die ruhe, und im wind liegt der sturm,
die schöhnheit nur beim betrachter, und in taten ein grund

mag ja sein daß es erst anfängt, mag sein daß es weitergeht
kann sein daß es gar nicht so mieß war, und wir uns weiter drehn

und das weitere vorgehen resultiert aus dem was uns interessiert
könnte klappen, könnte gut gehn, und der rest ist eigentlich scheissegal
das weitere vorgehen resultiert aus dem was wir konsumieren
vielleicht abgehen, vielleicht heimgehen, und „chasing amy“ zum 50. mal sehn
und vielleicht merken wir dann endlich was von dem scheiß,
halt durch, halt aus, halt fest, halt still

die rechnung sollte schon aufgehen, 2x falsch = 1x gut, und zwei mal links ist ein u-turn,
und zwei fäuste sind wut, wie ne bombe ohne zünder, wie ein bild ohne ton,
wie die welt aus den angeln, wie ein griff ohne halt fest, halt aus, halt durch,
halt still, still.

Hail to the King, Baby!

Duke Nukem (Jon St. John) reads „50 Shades of Grey“.

Best. Idea. Ever.

Armseliger Faust, ich (er)kenne dich nicht mehr!

Ich mag Goethes Faust. Habe den ersten Teil zur Schulzeit gelesen, vermutlich um meinem Deutschlehrer zu imponieren, oder weil ich dachte, dass würde mir einen tieferen Zugang zu den Texten von „Samsas Traum“ verschaffen … aber egal. Ich verschlang der Tragödie erster Teil zügig und mir gefiel das Gelesene sehr gut, was bei so alten Meistern ja nicht selbstverständlich ist. Direkt im Anschluss versuchte ich es auch mit Teil zwei, brach das aber relativ schnell wieder ab und halte es bis heute für unleserliches Geschwurbel, Goethe hin oder her.

Jedenfalls hatte ich seitdem das Bedürfnis, das Ringen des Dr. Faust auf einer Bühne zu sehen. Dazu muss man sagen, dass meine Berührungspunkte mit dem Theater zwar spärlich gesät sind, aber nicht sooo spärlich, wie man meinen könnte. Mein alter Weggefährte M. (der übrigens hier sporadisch bloggt) z.B. wirkte immer mal wieder in Theaterprojekten mit, und wenn ich es einrichten konnte, habe ich mir seine Auftritte (unter anderem in einer Bühnen-Fassung von Tarantinos „Reservoir Dogs“) gerne angesehen. Außerdem dürfte ich zweimal die großartige „Dramatische Bühne“ genießen, einmal bei good old Shakespeares „Wass ihr wollt“ (sehr geil) und einmal bei einer Musikal-Interpretation des SciFi-Trash-Klassikers „Barbarella“ (strange, aber gut).

Ich bin ergo kein Theaterkenner, aber ich habe schon einmal eine Bühne gesehen und weiß, dass sich die Schauspieler am Ende ca. 5000 mal verbeugen.

Zurück zur Faust. Zu meinem jüngst erfolgten Geburtstag habe ich also Theaterkarten für Faust im Schauspiel Frankfurt bekommen und so gings schwups nach der Schulwoche in meine besten Ausgehklamotten (Foto folgt) und mit Mutti ab in die Mainmetropole.

Im Vorfeld war ich etwas besorgt, ob es sich nicht um eine moderne Version des Stücks handeln könnte, denn darauf hatte ich überhaupt keinen Bock. Wenn schon Goethe, dann bitte richtig und mit einer dicken Staubschicht. Keine zehn Minuten, nachdem der Vorhang hochgezogen wurde, war klar, hier handelte es sich sogar um eine SEHR moderne Version des Stoffes. Auf der Bühne stand eine Live Band, also Gitarre/Bass, Drums und Keyboard/Klavier (stilecht in braune Mönchsroben gekleidet), die die musikalische Untermahlung übernahmen. Anfangs hielt ich das noch für eine gute Idee, schließlich kommen auch im Originaltext Musikstücke vor, allerdings wurde hier zu inflationär davon gebrauch gemacht. Spätestens als Mephistopheles ein ellenlanges Gitarrensolo spielte, war ich mehr als bedient.

Hat es mir also nicht gefallen? Keineswegs, denn die Schauspieler waren großartig. Zwischen Faust und Mephisto herrschte eine fabelhafte Chemie, was ihre gemeinsamen Szenen und Streitgespräche sehr unterhaltsam machte. Bis auf einige Zwischensätze und gekonnt eingeflochtene Patzer wurde auch ausschließlich der Originaltext rezitiert, sehr zu meiner Freude.

In der Halbzeitpause ging es nach draußen rauchen. Direkt gegenüber vom Schauspielhaus residieren die Reste des Occupy-Camps und ein Punker mit obligatorischem Hund schnorrte die Theatergänger an. War sehr befremdlich, hier im Anzug (und Metalshirt) zu stehen, während ich vor ein paar Jahren eher noch zu der anderen Gruppierung gehört hätte. Der schnorrende Punker kam mir auch irgendwie bekannt vor, wenn man aber bedenkt, wie lange meine Straßenpunk Tage in Frankfurt her sind, war das vermutlich Zufall. Geld hatte ich leider keins einstecken, aber eine Zigarette rückte ich gerne raus.

Nach der Pause gabs noch ca. 60 Minuten Endspurt, die ich aufgrund meiner Verfassung (müde, müde und schon etwas müde) aber nicht mehr wirklich genießen konnte. Im Vorfeld hieß es übrigens, der Mephisto sollte ein „bekannter Schauspieler von außerhalb“ sein, laut mighty Google hat er in „Sonnenallee“ und einem „Tatort“ mitgespielt, sowie irgendwelchem TV-Kram den ich zum Glück nicht kannte. Gut war er aber schon, oder halt auf Koks, oder Egomane, oder alles. Erwähnen möchte ich nur noch die Rolle des Gretchens, die ich im Original (Zeitgeist hin oder her) für eine unerträglich blöde Tussi halte, die nicht bis drei zählen kann und die hier auch optisch als blöde Tussi zu erkennen war. Naheliegend.

Fuckin‘ busy!

Puh, da ist man mal eine Woche lang, aus den unterschiedlichsten Gründen (Schule, Borderlands 2, Pathfinder) weniger online, schon stapeln sich die Blogeinträge im Reader und das Postfach erstickt in Spam-Mails. Schlimm …

Wie unschwer zu erkennen ist, habe ich einen neuen Header und mein Dank für das schicke Ding gebührt Barto von pixelkitsch.de. Ob das Design so spärlich bleibt, weiß ich momentan noch nicht, spiele aber schon ein bißchen mit Hintergründen rum, mal sehen.

Und sonst habe ich auch wieder viel vor. Offline muss ich tierisch mit meinem Oberkursprojekt gas geben, obwohl mir doch Borderlands 2 die ganze Zeit klauen will und online sind auch einige neue Artikel geplant, über meinen letzten Besuch im Theater z.B. und über unsere großartige Runde Pathfinder. Jetzt muss ich nur noch abliefern xD

Gamelist:
Borderlands 2 (PS3)
Borderlands 2 (PS3)
Borderlands 2 (PS3)

PS: Wer Bock auf Co-op hat, kann gerne bescheid sagen. Ich rücke dann meinen PSN-Account raus.

Happy Birthday to this Website-thingy!

Heute vor genau einem Jahr fing mit diesem Post alles an. Mittlerweile gibt es hier 115 Eintrage zu lesen, also etwa alle drei Tage einen neuen. Damit habe ich mein anfängliches Ziel weit übertroffen. Wer konnte aber auch ahnen, dass das soviel spaß macht.

Noch mehr freue ich mich aber über die Kommentare. Insgesamt 228, wobei sicher die hälfte meine Antworten sind, also 114, ergibt ziemlich genau einen pro Post. Das mag nicht unbedingt viel sein, aber ich freue mich wirklich über jeden einzelnen davon und auch wenn ichs doch mal vergesse (sorry, echt), versuche ich auf jeden zu reagieren.

Also, ein dickes DANKE an alle Leser und fleißige Kommentierer! You rock!

Auf ein neues Jahr. Bald übrigens mit neuem Header + Design. Alles in Arbeit.

Gamelist:
Skyrim (PS3)
Max Payne 3 (PS3)
Torchlight II (PC)

52 Games: #37 Trauer


In case you don‘t get it: Final Fantasy VII!!!

Trauer ist das Thema diese Woche bei 52 Games und ich nutze diese Gelegenheit (hoffentlich nicht zu vorschnell) um über eines meiner absoluten Lieblingsspiele ever zu reden. Seltsamer Zusammenhang? Nein, überhaupt nicht; aber seht selbst.

„Pöh! Final Fantasy VII und Trauer, da weint sich bestimmt wieder ein Stubenhocker wegen Aeris die Augen aus“

Nö, wenn ich aber auch zugeben muss, dass mich der Tod des Blumenmädchens damals total unvorbereitet getroffen hat. Dass spielbare Charaktere unwiederruflich sterben wurde natürlich nicht erst von diesem Spiel eingeführt, aber ich hatte sowas noch nicht erlebt.
Ich weiß noch, was für eine miese Laune ich den rest des Tages hatte. Und in der Nacht habe ich sogar davon geträumt. Sagen wir also, ich war beeindruckt.

Aber ich schreibe nicht deswegen über Final Fantasy VII. Während der Sommerferien, in denen ich mir das Spiel mangels Taschengeld ausgeliehen hatte, trennten sich meine Eltern. Ich war 13 oder 14 Jahre alt. Zu dieser Zeit habe ich Tagebuch geführt. Man sollte also meinen, in den Tagebucheinträgen würde es darum gehen, dass mein Vater auszieht. Ich hätte darüber schreiben können, dass ich traurig war, verunsichert, dass ich angst hatte. Habe ich aber nicht.

Im Tagebuch stehen Sachen wie:

„Heute endlich Ultima Weapon besiegt. Boah, war der schwer.“

„Chocobo-Zucht läuft gut. Bald habe ich endlich einen goldenen!“

usw…

Ich mag das jetzt auch gar nicht weiter analysieren, sondern ich sage einfach: Danke. Danke Final Fantasy VII. For being awesome. And for being the only Video Game that I played for 10 Hours straight.

I need to get this!

I NEED TO GET THIS NOW!!!

… loving Angry Joe btw.