Archiv für August 2012

Fette Beute II?!

Die letzten Floh/Trödelmärkte waren eher mager. Außer ein paar Kinderhörspielen für meinen Großen sind diese drei GameBoy Module dass einzig wirklich vorzeigbare. Hab natürlich auch noch viel zu viel bezahlt, konnte daran aber einfach nicht vorbeigehen. Turtles treibt mir Nostalgiepipi ™ in die Augen und Gargoyles Quest hab ich als Kind wegen der englischen Bildschirmtexte nie verstanden.

… you have my permission to suck!

Aaaaaaaaaaalso, ich bin endlich dazu gekommen, mir The Dark Knight Rises anzusehen.

Meine Meinung zu den anderen Nolan Batman Filmen, habe ich hier schon mal angerissen. Nur noch mal in aller Kürze:

Batman Begins – Hatte im Vorfeld keine Erwartungen (wen wunderst nach Batman und Robin) und war total positiv überrascht.

The Dark Knight – Wurde von allen Seiten in den Himmel gelobt und ließ mich unterwältigt zurück. Hat erst beim dritten schauen gezündet.

Nun also zum Finale der Nolanschen Batman-Triologie. Ich hatte Spoiler geschickt vermieden und mir nur allgemeinere Meinungen eingeholt. Einige Reviews waren nicht sehr positiv. Ein Satz, der mir besonders im Gedächtnis geblieben ist (leider weiß ich nicht mehr, wo er von wem geschrieben wurde) war: The Dark Knight Rises ist ein guter Film; es ist nur kein guter Batman Film.

Dieser Satz hat mich fasziniert, auch wenn ich, ohne den Film zu kennen, natürlich nichts damit anfangen konnte. Und jetzt, wo ich den Film gesehen habe, stimme ich diesem Satz zu? Jein!

Recht hat auf jeden Fall der zweite Teil. TDKR ist kein guter Batman Film. Und ein guter Film? Vielleicht. Wenn man mindestens eine halbe Stunde kürzen und mir einige Fragen beantworten würde. Schauen wir mal genauer:

(Obvious Spoiler Warnung is obvious!!!)

1. Wie kommt Bruce Wayne wieder nach Gotham?
Ich meine, ja klar, er ist Batman. Aber er verfügt nach seiner Flucht aus Banes Gefängnis über keine Ausrüstung, er ist Pleite und Gotham ist hermetisch abgeriegelt. Wie zum Teufel kommt er also hinein? Und noch viel wichtiger: warum zeigt uns der Film das nicht?
Dabei denke ich noch nicht mal, dass er es nicht schaffen könnte, ich meine lediglich, man hätte die paar Filmsekunden opfern können, um dem Zuschauer zu zeigen, wie. Es sei denn, den Drehbuchschreibern ist nichts eingefallen …

2. Wo zum Teufel ist der Joker?
Ja, ich weiß was mit Heath Ledger passiert ist, aber, die Rolle des Jokers wird nach The Dark Knight wohl im Gefängnis landen. Nun räumt Bane während seiner kleinen „Revolution“ ja das/die Gefängnis/se leer. Also, wo ist der Joker? In Arkham? Gibt’s das noch? Nein wirklich, wo ist er?

3. Die Polizisten
Sechstausend (oder waren es nur dreitausend?) Polizisten werden von Bane durch gezielte Explosionen in Tunneln unter der Stadt festgesetzt. Dieses Problem hat zwei Seiten.

- 3.1 Warum sie nicht gleich umbringen?
Klar, soviele Bullen kann man in der Stadt nicht brauchen, wenn man diese übernehmen will. Logisch also, sie loszuwerden. Aber warum sie nur unter der Erde einsperren? Warum sie nicht in die Luft jagen oder richtig verschütten? Gründlich sein eben. Ansonsten könnten sie sich vielleicht befreien und einem am Ende des Films angreifen, just sayin‘ …

- 3.2 Wer versorgt sie mit Lebensmitteln und Co.?
Nehmen wir einfach mal als gegeben an, dass die alle genug Sauerstoff für die etwa 6 Monate haben, die das wohl dauert, stellt sich doch die Frage: Wie werden soviele Menschen mit Lebensmitteln versorgt? Ok, Gotham scheint Hilfslieferungen zu bekommen, aber wer verteilt diese an die eingeschlossenen Cops? Commissioner Gordon und sein Widerstand? Und wenn ja, wann und wie?
Oder gar Bane und seine Leute selbst? Siehe Punkt 3.1

4. I was Robin the whole time!
Ich weiß, dass sie Batman sind, weil ich sie einmal in meinem Waisenhaus gesehen habe und ich den Blick in ihren Augen kenne. Bullshit!
Ich schmeisse meine Dienstmarke weg, weil PATHOS PATHOS PATHOS! Grrr… fuck you!

5. Wo ist Batman?
Der Film sollte Robin Rises heißen, because Batman isn‘t fucking in it!

Wie unschwer zu erkenne ist, habe ich also meine Probleme mit diesem Film und halte ihn für den mit abstand schwächsten Teil der Nolan Batman-Triologie. Selten hat ein Film mir soviel Sitzfleisch abgefordert und wohl noch nie hat mich ein so episches und bombastisches Werk so gelangweilt.

Whisky trinken in der Hölle!

Ich will dorthin flüchten
Wo mich niemand finden kann
Whisky trinken in der Hölle
Die Stimmung ist so Killerblau

Fliehende StürmeKillerblau

A Musical Trip Down Memory Lane III

Ich habe gestern zwecks musikalischer Untermalung meinen mp3 Player rausgekramt. Normalerweise übernimmt diese Aufgabe mein Handy.

Auf dem kleinen blauen Ding hat sich ziemlich viel Zeug angesammelt. Auf ein spezifisches Album hatte ich irgendwie keine Lust, aber alle Songs die nicht in Ordnern stecken, dümpeln da auch gebündelt rum, also dachte ich: „Hey, mal sehen, was sich da so versteckt.“
War wirklich querbeet durch meinen (ehemaligen) Musikgeschmack. Manche Songs hatte ich ewig nicht gehört. Meine Gewohnheiten sind da etwas stagniert, so dass ich eigentlich dieselben 5-10 Bands/Alben immer wieder höre.

Daher jetzt nun eine etwas gekürzte Version der gestrigen Playlist (soll heissen, pro Band nur ein Song.) Wenn ich einen Link dazu gefunden habe, gibts den gratis dazu.

Viel Spaß!


Epic Gartenarbeit Playlist of death:

Judas Priest – Breaking the Law
Antitainment – Ich mag Menschen
Apocalipstix – Kopfsalat
Super Castlevania 4 – Bloody Tears
Chaos Z – Anders
From Ashes Rise – All eyes on the tease
Pat Benatar – Hell is for children
Klebeband – Der Bus
KSM40 – The taste of rust
Legend of Zelda (SNES) – Intro
Lost World – Scuri momenti
Max Raabe – Küssen kann man nicht alleine
Minor Threat – Seeing red
The Clash at Demonhead- Black Sheep
Funny Van Dannen – Menschenverachtende Untergrundmusik
The Descendents – Everything sucks
Toxic Narcotic – Cockroach
Tragedy – Eyes of madness

52 Games #30: Film

Resident Evil also. Eine etwas naheliegende Wahl für das Thema Film, mag man denken , schließlich sind die mittlerweile vier filmischen Umsetzungen genauso dämlich wie erfolgreich. Ich habe mich allerdings aus einem ganz anderen Grund für RE entschieden.

Meine heutige Meinung über das komplette Resident Evil Franchise lässt sich am besten mit dem Wort „Meh“ beschreiben. Wer’s nicht schon weiß, Urban Dictionary sagt dazu:
--
Indifference; to be used when one simply does not care.
A: What do you want for dinner?
B: Meh.


„The verbal equivalent of a shrug of the shoulders.“

--

Mit Resident Evil 4 hatte ich auf der Wii zwar viel Spaß, aber mit Teil 5 ist das auch schon wieder total eingebrochen und die Spin-Offs sind alle an mir vorbei gegangen. Kurz gesagt: meh!

Hätte man 1996 allerdings mein 12-jähriges Ich zu dem Thema gefragt, wäre die Antwort anders ausgefallen.

„Resident Evil ist neu, sau brutal, sau gruselig und überhaupt, der heiße Scheiss!“

Woher ich das wusste, obwohl ich damals noch gar keine PlayStation hatte? Ganz einfach, ich hatte bei einem Kumpel das Intro zum Spiel gesehen. Ja genau, dieses miese Filmchen in B-Movie Optik, dargeboten von C-Klasse Darstellern, über das wir heute, in Zeiten von halbstündigen CGI-Zwischensequenzen vor und nach jedem Bosskampf nur lächeln können.

Aber in meinen jungen Jahren übte eben dieser Intro-Film eine große Faszination auf mich aus. Klar bekam ich davon total schiss, aber ich könnte trotzdem nicht wegsehen. Also lieh ich mir irgendwann die PlayStation eines Freundes sammt des Spiels aus und versteckte es vor Mami und Papi, denn die hätten das bestimmt nicht gut gefunden.
Wirklich spielen konnte ich das damals allerdings nicht. Dafür war ich einfach zu schlecht und hatte viiiieeeel zu viel Angst.
Trotzdem treibt mir auch heute das Intro ein fettes Grinsen aufs Gesicht und das ist mehr, als ich über die anderen Teile der Serie (oder die Filme) sagen kann.

Erzähl mir mehr von diesem „Draußen“!

Gleich morgens mit den Kindern an den nächstgelegenen Weiher zu fahren, ist eine sehr gute Idee. Dann ist nämlich kaum jemand da. Weil alle in der Schule sitzen oder auf der Arbeit schwitzen, hähähä!

Später kamen dann doch ein paar Lebewesen im schulpflichtigen Alter und brüllten sich gegenseitig an: „Ey, Foto, mach mal Foto!“ und „Ey, ich poste was auf Facebook, ey!“

Geht kacken!

First World Problems!

Das Internet war für zwei Tage tot. Da kommt man sich gleich vor, wie auf einer einsamen Insel.
Hatte aber auch was positives. Lisa und ich haben den Abend mit ein paar entspannten Runden Magic: The Gathering verbracht und ich habe einen weiteren Borderlands Charakter auf Level 18 :-) Da bin ich übrigens auch ziemlich hyped auf den zweiten Teil, wenn ich auch meiner Regel – zu warten, bis der Preis runtergeht – vermutlich wieder treu bleiben werde. Apropos, könnte mir langsam mal Skyrim und Mass Effect 3 zulegen.

Heute kommt auch unser Großer aus dem Kurzurlaub mit seinen Großeltern. Auch wenns in letzter Zeit oft anstrengend war, vermisse ich ihn sehr.

Habe den Fehler dann übrigens gefunden. Unsere Heizung verursachte einen Kurzschluss und hat damit auch dem Verteiler des Providers den Strom geklaut. Habe dann die Heizung ausgeschaltet und schwups! wieder online. Dafür gibts jetzt kein warmes Wasser, aber man kann schließlich nicht alles haben …

Playlist:
The Cure – Greatest Hits
Pat Benatar – Hell is for children

Gamelist:
Borderlands (PS3)
Dragon Quest 6 (DS)

Pointless remake is pointless!

Ich bin ein großer Fan des schwedischen Vampir-Dramas „So Finster die Nacht“ und ein noch größerer Bewunderer des gleichnamigen Romans von John Ajvide Lindqvist. Beides stellt meiner Meinung nach die ernsthafteste Auseinandersetzung mit der Vampier Thematik dar – der andere Kandidat für diesen Posten „Interview mit einem Vampir“ sagt mir wenig bis gar nicht zu.

Der Roman besitzt eine absolut unvergleichliche Dichte, hauptsächlich getragen von den hervorragenden Charakterstudien. Der Film überträgt dies mit seinen Mitteln sehr gut in das visuelle Medium. Beides uneingeschränkt empfehlenswert.

Nun scheint man in Amerika darauf zu stehen, erfolgreichen ausländischen Formanten den eigenen Stempel aufzudrücken. Das muss nicht immer negativ enden, ich mag z.B. das Remake „The Ring“ lieber als den japanischen „Ringu“ und die amerikanische Version von „The Grudge“ kann immer noch soviel, dass selbst Sarah Michelle Gellar nichts kaputt machen konnte.

Über das Remake von „So Finster die Nacht“ habe ich überall nur gutes gehört. Teilweise wurde sogar behauptet, es würde das Original überflügeln. Wer immer sowas sagt, hat weder von Tuten und Blasen, noch von Handlungsbögen eine Ahnung.

Let Me In“ nimmt sich keine Zeit. Dem Kern der Geschichte, die Beziehung zwischen dem Aussenseiter (Oskar/Owen) und dem Vampir (Eli/Abby) wird absolut keinen Raum gegeben, sich zu entfalten, und gleiches gillt für alle anderen Charaktere. Da es aber genau das war, was sowohl Roman wie auch Original-Verfilmung so gut gemacht hat, dümpelt „Let Me In“ in der Bedeutungslosigkeit umher. Eigentlich alle Abweichungen von der Original-Geschichte stehen dem Film nicht gut, denn wo Buch/1. Film eine Geschichte erzählten, in der eben auch ein Vampir vorkam, wurde hier ganz klar ein Vampir-Film gedreht.

Selbst die Special Effects können nicht viel. Wo jede Anime-Figur aus dem Stand zehn Meter Hoch auf Laternenpfähle springen kann, kraxelt Abby hier mühsam auf Bäume oder an Hauswänden hoch. Um ein schlechtes Wortspiel zu benutzen, dieses Remake ist absolut blutleer und so sinnlos wie nur irgendwas.

ABER! Diese Meinung ist nun aus der Sicht eines Kenners der zugrundeliegenen Werke geschrieben; ich glaube nämlich, wen man diese nicht kennt, ist „Let Me In“ im Grunde ein sehenswertes Horror-Drama, getragen von guten Jungschauspielern.