Archiv für Mai 2012

Hey there, Cthulhu!

Gestern war ich in einem Gottesdienst. Das Warum zu erklären, würde jetzt ziemlich lange dauern. Halten wir also einfach, fest, dass es so war. Dürfte der erste Gottesdienst gewesen sein, bei dem ich war seit … puh … meiner Kommunion? Dem Tod meiner Großmutter? Irgendwie so was, eine verflucht lange Zeit jedenfalls. Als Nicht-Christ habe ich da ja auch nichts zu suchen.

Interessant fand ich, dass ich auch ohne Vorstellung gewusst hätte, wer der Pfarrer und wer der Priester ist (war so ein Ökumenisches Ding); und das hatte nichts mit der Kleidung zu tun.

Ansonsten war die ganze Sache für mich als Agnostiker eher befremdlich. Jedem sein Glaube, solange er mir damit nicht auf die Nerven geht (genauso halte ich es schließlich auch mit meinem eigenen Vegetarismus) , aber diese Versammlungen, dieser Sermon, diese Abläufe und dieser ganze antiquierte Kram …

Wer außerdem denkt, dass Kirchenlieder kaum furchtbarer sein könnten, dem sei gesagt, dass unsichere junge Frauen mit dünnen Piepsstimmen, dem ganz leicht Abhilfe schaffen.

Zur letzten Rettung hatte ich ja noch mein Notfall-Buch. Fand die Auswahl ganz passend.

Alle so: „Lobet den Herrn!“

Und ich so: „Ph’nglui mglw’nafh Cthulhu R’lyeh wgah’nagl fhtagn.“

Hack The Planet!

Aufgrund einer DDoS-Attacke gegen den Blogsport Server geht hier momentan alles drunter und drüber. Will heißen, mal ist die Seite erreichbar und mal nicht. Hoffen wir, dass das bald aufhört. Neuer Content ist in der Mache.

Dickin‘ around on the Internet!

Keine Sorge, Ramona. Das geht uns allen manchmal so … oder jedenfalls mir.
Aber ich schätze, dass ich damit nicht alleine da stehe, also behaupte ich: Wer kennt das nicht? Einfach kurz den PC/Laptop/Mac angeworfen um was nachzugucken (oder einfach aus Gewohnheit) und schwups!, sind zwei Stunden vergangen. Dabei wollte man doch nur kurz, hatte eigentlich was ganz anderes vor …

Wie der treue Leser dieses Blogs (sind mittlerweile etwa zwei, danke an euch) weiß, habe ich auf meine alten Tage endlich mal eine Ausbildung angefangen und pendele so zwischen Schule, Arbeit und Familie hin und her. Schule habe ich als Blockunterricht, jeweils 1-2 Wochen im Monat, und da besagte Bildungseinrichtung etwa 200km von meinem Wohnort entfernt liegt, wohne ich während der Blockwochen im Hotel.

Worauf wollte ich hinaus? … ach ja.

Der Unterricht endet gegen 17 Uhr und ich bin so spätestens um 17:30 im Hotel. Meistens steht für ca. 20 Uhr die nächste Verabredung fest, entweder Lernen, Pen & Paper RPGs spielen, oder einfach ein Film Abend. Manchmal auch alles auf einmal.

Um mir die Zeit zu vertreiben, habe ich immer ein exklusives Angebot an Unterhaltungsmedien dabei. Videospiele, DVDs, Bücher, Comics, Nintendo DS, was man halt so braucht. Benutzen tue ich allerdings nur selten etwas davon. Meistens schmeiße ich mich einfach aufs Bett, fahre den Laptop hoch und dann bin ich bis kurz vor acht, naja, einfach online. Blogs lesen und schreiben, Facebook, Internetreviews und andere Web-Serien, Memebase und schon ist die Zeit irgendwie rum, ohne dass man was Großartiges gemacht hat. Dicking around on the Internet.

Eigentlich kein Problem, solange man da Spaß dran hat, aber in letzter Zeit lässt mich das irgendwie leer zurück. Fast so, als würde mir jemand dafür in den Hintern treten, dass ich meine Zeit vergeude … Außerdem greift es auch auf mein Verhalten zu Hause über. Am Samstag hatte ich mal ein paar Stunden für mich (Frau auf Seminar, Sohn bei der Tante) und normalerweise koste ich solch seltene Momente ziemlich aus. Diesmal war ich aber einfach nur platt, von der Schulwoche, von der Temperatur, von was auch immer und habe fast die ganze Zeit nur mit dem Laptop im Bett gelegen.

Wollte eigentlich Wäsche waschen, aufräumen, saugen, einkaufen und natürlich auch zocken und was essen. Gemacht habe ich nichts davon. Was ein Gammel-Tag.

Gut, sowas hat man sich auch mal verdient, könnte man meinen, und ich sehe das auch so, aber trotzdem hätte ich einen solchen Tag lieber mit etwas Konstruktiverem gefüllt. Und wenn es nur extrem-zocking gewesen wäre, aber es hat ja nicht einmal dafür gereicht.

Damn you, Internet! DAMN YOU!!!

Paranoia keeps crawling!

Vor ein paar Jahren habe ich mal aus jux im Internet einen Psychopathen Test gemacht. Eine der Fragen war:

„Wenn die Menschen am Tisch neben dir lachen, lachen sie dann über dich?“

Diese Frage gab mir damals echt zu denken, weil ich wirklich Phasen habe, in denen ich so empfinde. Und seit sich unsere Klasse im Laufe der letzten zwei Jahre einfach mal so halbiert hat (von 21 Schülern/innen auf 11), greift die Paranoia wieder um sich. Wenn dann mal jemand einen Tag Krank ist, wird gleich gemunkelt, dass er der Nächste ist. Anstrengend … aber es ist auch schwer, sich dem komplett zu entziehen, vor allem für Leute wie mich, denen hochwissenschaftliche Online-Charakter-Tests einen hohe Wahrscheinlichkeit bescheinigen, später mal ein Superschurke zu werden.

Oder gestern: Unser Spielleiter sagt die Verabredung zum Rollenspielen ab. Ich will die anderen Mitglieder der Gruppe darüber informieren. Einer geht über einen längeren Zeitraum nicht an sein Handy. Sofort wird mir der Gedanke in den Kopf gepflanzt „Die machen was zusammen und wollen dich nicht dabei haben“
War natürlich Quark. Der hat einfach nur geschlafen und wir haben später noch ordentlich Orks und Eldar geplättet.

Für den Imperator; und für die Paranoia!!!

… oder besser doch nicht …

Playlist:
Iron Maiden – The Final Frontier
Karmacopter – Goodbye Haptik
Samsas Traum – Die Liebe Gottes

Gamelist:
Warhammer 40k: Dawn of War (PC)
Fallout: New Vegas (PS3)

52 Games: #16 Wasser

Wasser. Allmächtiger Lebensspender, Quell des Lebens; und leider ziemlich unangenehm, wenn es einem die Lungen flutet.

H2O ist in Videospielen so eine Sache. Oft wurd es einfach eingesetzt, um den Spieler in seiner Bewegungsfreiheit zu beschränken oder die Schwächen der Engine zu verstecken. Hey, er ist vielleicht der beste Assassine aller Zeiten, aber Schwimmen? Nope. Und er mag ein fieser Gangster sein, die ganze Stadt kontrollieren, kann mit jeder Waffe umgehen und jedes, aber auch wirklich jedes Fahr- oder gar Flugzeug steuern. Aber schwimmen? Nope!

Unser allseits geschätzter blauer Igel (aka the fastest thing alive) ist auf so einen Schnickschnack wie schwimmen nicht angewiesen. Jesus-like wird übers Wasser gebrettert, aber wehe, wehe, wehe, man landet doch unter Wasser. Dann ist Stress pur angesagt und in meinen Kindertagen flutschte so mancher Kontroller durch meine schweißigen Hände, als folgende, apokalyptische Musik ertönte:

Abschaum der Nacht II!

Zweimal 500ml Monster Energy-Drink, 1500 ml Cola und genug Kaffee um Ehrenmitglied der Gilmore Girls zu werden …

Und was macht ihr Nachts so?

(Nicht wirklich) 52 Games: #15 Kinder

Eigentlich wollte ich einen kleinen Artikel über Japano-Rollenspiele und ihre ewigen kindlichen Protagonisten schreiben – man nennt es auch den „kulleräugiger Kindergarten rettet die Welt“ Plot. Konnte mich aber nicht für ein bestimmtes Game entscheiden.

Dann dachte ich an einen Vorfall vor einigen Wochen, bei dem ich verstört ein Match des Mass Effect 3 Multiplayers verließ, da über das Headset eines Mitspielers ununterbrochen ein kleines Kind schrie …

Im Endeffekt (see what i did there) hab ich dann nichts davon getan, sondern verweise hier nur auf den wirklich exquisiten Beitrag von PeteBack, Die Instrumentalisierung des Kindes. An der Diskussion in den Comments habe ich mich auch kurz Beteiligt. Go read it, now!

52 Games is the brainchild of the cool dudes and dudettes of Zockwork Orange

No XBox, No Service!

Bin zwar ein überzeugter PlayStation (1-3) Besitzer, trotzdem erwarte ich nun, dass alle Hotelzimmer, in denen ich noch residieren werde, über diese Ausstattung verfügen. Hut ab!