A Musical Trip Down Memory Lane II

Folge 2: Metal (…sort of)


Samsas Traum – Die Liebe Gottes
Die Cd zu besprechen ist ein wenig wie schummeln, weil ich sie immer noch höre und immer gehört habe. Sowieso sind Samsas Traum (zusammen mit Maiden, aber zu denen kommen wir gleich) eine der wenigen Konstanten in meinem Musikgeschmack.

Diese spezielle Scheibe habe ich zum ersten Mal gehört, als ich im damaligen Haus meiner Eltern, im großartigen Kaff Neu-Anspach, gewohnt habe. Müsste so 1999 gewesen sein. Das Zimmer im Keller war supidupi, weil es riesig groß war und über einen eigenen Eingang verfügte. Über diesen bekam ich öfter Besuch, wenn Freunden und Bekannten langweilig war. Und eines schicksalhaften Abends liefen ein paar der Neu Anspacher Metaller (oder auch neudeutsch: Metal-Kids) bei mir auf. Im Schlepptau natürlich ihre eigene Musik, also schmissen sie Grave Digger oder Blind Guardian oder was ich sonst so damals für Metal gehalten habe aus meiner Stereo-Anlage und legten das erste Samsas Traum Album ein.

Puh, da bekam ich ordentlich die Ohren durchgespült …
Die Musik fand ich am Anfang ziemlich scheiße, aber die Texte und das ganze Konzept, dass mehrere Sänger verschiedene Rollen interpretierten und so eine Geschichte erzählten, faszinierte mich. Also zog ich mir die Cd auf Kassette (so machten wir coolen Kids das damals) und hörte mich regelrecht hinein.

Als später ein Klassenkamerad das zweite Album Oh Luna Mein hatte, war ich schon längst ein großer Fan der Band und ich weiß noch, dass wir zu mir nach Hause gingen, uns auf den Boden setzten und das Album von vorne bis hinten zweimal durchhörten, ohne dass einer von uns ein Wort sprach (für die Generation-mp3 sicher undenkbar).

Mit den gleichen Metallern von damals bin ich Jahre später auch mal überfallartig bei meiner Frau aufgetaucht und haben uns da eingenistet. Davor hatte ich Lisa genau einmal gesehen und sie fand mich an dem Abend, glaube ich, ziemlich scheiße.

Allerdings zeigt sich, dass Lisa die Liebe meines Lebens ist, z.B. auch darin, dass alle meine Ex-Freundinnen Samsas Traum eher nervig bis abstoßend fanden; Lisa aber ist (obwohl auch kein Fan) mit mir zum Konzert gegangen. I love her!


Iron Maiden – Virtual XI
Auch eine Band, die ich (mit einer kurzen Pause von 2-3 Jahren) immer gerne gehört habe. Und auch hier konnte ich Lisa mit zum Konzert schleppen. Ich stehe so sehr auf Maiden, dass ich jeder Phase der Band was abgewinnen kann. Klar sind die frühen Bruce Dickinson Sachen die Besten, aber auch die beiden Alben mit dem Wolfsbane Sänger Blaze Bayley kann ich mir anhören; wobei The X Factor trotzdem das langweiligste Maiden Album aller Zeiten ist. Hauptsache ich muss nicht hören, wie er Songs singt, die nicht mit ihm geschrieben wurden …

Und das allerste was ich je von Iron Maiden gehört habe, war die Virtual XI. Ebenfalls mit Bayley am Mikrofon. Auch dieses Album hat ein Kumpel aus der Schule angeschleppt. Müsste derselbe mit der Oh Luna Mein von Samsas Traum gewesen sein.
Mit der Band Iron Maiden an sich verbinde ich viele gute Erinnerungen: Mit Justin Fear of the Dark im Badezimmer mitsingen und den Refrain aus dem kleinen Fenster auf die Straße schmettern, mit Nico auf Klassenfahrt im Zimmer gammeln und das (zweite) Live-Album rauf und runter hören, Konzertbesuch mit Lisa in Hamburg (und davor schon mal auf dem With Full Force-Festival). Und speziell mit der Virtual XI: knutschen mit meiner ersten Lebensabschnittsgefährtin in meinem alten Kinderzimmer.War eigentlich ganz passende Musik, danach schaltete ich aber unklugerweise auf J.B.O. um (würg). Dafür wurde ich zurecht mit Liebesentzug bestraft.

Und da ich nicht weiß, wann ich nochmal auf Maiden zu sprechen komme:

Lieblingsalben bis 1990:
Iron Maiden
The Number of the Beast
Piece of Mind
Powerslave

Lieblingsalben nach Rückkehr von Dickinson:
Brave New World


Subway To Sally – Schrei!
Ja, sowas hab ich auch mal gehört, aber zwei superöde Konzerte und eine miese Platte nach der anderen haben mich davon weitgehend kuriert.

Als ich aber mitten in der guten alten Pubertät war, (die bei mir bis zum 25 Lebensjahr gedauert hat) hatte ich die Band über Umwege für mich entdeckt, und als ich das erste Mal ohne Eltern (dafür mit Schulfreunden etc.) auf so einem Jugenurlaub war, war das Live Album Schrei! von STS ein ständiger Begleiter.

Im Laufe dieses schicksalsträchtigen Urlaubs war ich das erste Mal betrunken (ganze 3 Flaschen Desperados habe ich geschafft; am nächsten Tag waren es schon 4-5) und durfte zum ersten Mal ein Mitglied des weiblichen Geschlechts küssen (Name der Dame ist der Redaktion bekannt.)

Und jeden Abend vor dem Schlafen gehen, habe ich „Ohne Liebe“ von Subway to Sally gehört.


5 Antworten auf „A Musical Trip Down Memory Lane II“


  1. Gravatar Icon 1 Stay Cold 02. Februar 2012 um 19:23 Uhr

    Moinsen bzw. Guten Abend.
    So mag ich Plattenbesprechungen am liebsten: Schön mit diversen Jugenderinnerungen verbinden statt sich mühselig ein echtes Review aus den Rippen zu leiern. Muss ich auch mal wieder an den Start bringen. Klappt nur leider nicht immer wie man möchte…

  2. Gravatar Icon 2 Stay Cold 02. Februar 2012 um 21:38 Uhr

    Ach ja. Die Cover gehören auf jeden Fall aufn Index. Grausam. Einfach nur grausam…

  3. Gravatar Icon 3 silentprotagonist 02. Februar 2012 um 21:40 Uhr

    Jedenfalls das Letzte, ja ;-)

  4. Gravatar Icon 4 Stay Cold 04. Februar 2012 um 12:04 Uhr

    Komm. Das MAIDEN-Cover ist ja wohl OBERMIES. Naja, die meisten MAIDEN-Cover sind scheiße (außer vielleicht von der „Fear Of The Dark“ und The „Number Of The Beast“…sind ja auch die besten Scheiben von denen). Denk mal an die Gruselartworks von der „Powerslave“, der „The Final Frontier“ oder „Seventh Son Of A Irgendwas“…
    Zu SAMSAS TRAUM. Da steht doch nicht ernsthaft „Eine Black Metal Operette“ drauf!? Was machen dann bitteschön CRADEL OF FILTH für Mucke? Dachte, das wäre sowas…

  5. Gravatar Icon 5 silentprotagonist 04. Februar 2012 um 13:29 Uhr

    Das Powerslave-Artwork find ich eigentlich ziemlich geil, ansonstensind die Cover oft sehr durchwachsen, ja.

    Und ja, da steht „Eine märchenhafte Blackmetal-Operette“ ;-) Hat aber nix mit Cradle zu tun, sondern sind halt wirlich verschiedene Sänger mit verscxhiedenen Rollen, die neGeschichte erzählen.

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