Archiv für Dezember 2011

Wenn die Langeweile ihre Zähne zeigt, schlag sie aus!

Musik. Finde ich gut. Ist meistens ne feine Sache. Hab ich früher auch gemacht. So mit anderen Leuten zusammen. „Band“ nannten wir das. Im Laufe der Zeit haben sich da einige angesammelt. Irgendwann kam im alten Freundeskreis mal die Idee auf, das jeder der Bock hat, doch was über seine Zeit in den verschiedenen Bands aus der Gegend schreiben soll und das ganze dann in so ner Art Buch/Zine zu sammeln.

Das war ne gute Idee. Wie das so oft bei guten Ideen ist, ist nichts drauß geworden.

Da ich ja jetzt aber Herr über mein kleines Blogland bin, habe ich Lust da mal meinen Stein ins Rollen zu bringen. Also gibt es in nicht abzusehender Zeit (hab kack viel für die Schule zu tun) ne Serie über alle Bands in denen ich je mitmachen durfte/musste.

Einen griffigen Titel dafür werd ich mir noch überlegen. Vielleicht auch ein paar alte Fotos rauskramem. So mit Iro und kaputten Hosen und so…

Coming irgendwann:
-Insert cool Name- Folge 1: Vorstadtrebellen-Wie alles begann!

Playlist:
Fliehende Stürme – Himmel steht still
Tocotronic – Es ist egal, aber
Ictus – Los Restos De La Esfera
Inner Conflict – Schiffbruch im Rahmenprogramm

Gamelist:
Mass Effect 2 (PS3)
Final Fantasy 2 (Handy)

The Internet Is For Porn!

Ich kann ja sehen, von welchen Seiten die Besucher hier auf meinen Blog kommen. Natürlich interessiert mich das und ich überprüfe das ständig. Dabei fiel mir auf, dass wenn jemand über eine Suchmaschine kommt, sie immer auf dieser Seite landen. Werden wohl die entsprechenden Suchbegriffe eingegeben haben… Bei der T-Online Suchmaschine konnte ich sogar sehen, wonach gesucht wurde: „Sex mit minderjährigen Mädchen“ … -__-

Schnappt euch den Nikigraus!

Da das Jahr sich dem Ende neigt und es Game technisch unter dem Weihnachtsbaum mau aussah, hier vorab meine Spiele des Jahres. Da ich viel gebraucht und retro kaufe, müssen es nicht unbedingt Spiele sein, die dieses Jahr erschienen sind, sondern eben welche, die ich dieses Jahr gespielt habe.

Here we go:

1. Mass Effect 2

Genialer SciFi-Shooter. Knights of the Old Republic trifft Red Dead Redemption. Love it!

2. Red Dead Redemption

Wenn man vom Teufel spricht. Open-World Western Shooter. Tausendmal besser als der nächste GTA-Aufguss. Howdy!

3.Dragon Age: Origins
Blutiges und düsteres Westliches Rollenspiel. Geht mir besser rein als Baldurs Gate (beide Teile). Fröhliches Hack‘n'Slay!

4. Arkham Asylum

Are you dense? Are you retarded? I‘m the goddamn Batman!

5. The World Ends With You

Innovatives Japano-Rollenspiel (ja,sowas gibts) auf dem DS. Einziges Spiel mit nicht nerviger Touchpen-Steuerung.

Bei Reviews lese ich immer lieber Verrisse, aber um schlechte Spiele zu spielen habe ich einfach zu wenig Zeit. Da freue ich mich lieber jetzt schon auf die für mich größten Highlights in 2012, die da wären:

Final Fantasy XIII-2

Mass Effect 3 (!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!)

Und jetztgenug davon, jetzt schnappt euch den Nikigraus! Ho ho ho…

You talkin‘ to me?

Jetzt wo wir alle Folgen von Big Bang Theory und Greys Anatomy durchhaben, musste was Neues her. Über Breaking Bad hatten wir nur Gutes gehört (und das ist noch untertrieben), aber mich hat die erste Folge nicht vom Hocker gerissen – eigentlich war es auch nicht die erste Folge, denn den Piloten hatte Lisa schon geguckt und wollte ihn nicht direkt noch einmal sehen, also bin ich quasi mit der zweiten Folge eingestiegen. Die Geschichte ist super, zugegeben. Wenn ich Produzent in Hollywood wäre und ein Drehbuchschreiber wäre mit einer Story über einen an Lungenkrebs erkrankten Chemielehrer, der anfängt Crystal-Meth zu kochen um Kohle für seine Familie ranschaffen, vor der er seine Krankheit geheim hält, an mich herangetreten, hätte ich den mit Geld überschüttet. Gute Idee also. Gute Schauspieler auch. Alles Gut. Trotzdem hat es nicht peng gemacht. Kein Funke zum überspringen. Kann man wohl nix machen.

Also haben wir angefangen, Californication zu gucken. Hatte vor längerer Zeit schon mal im Fernsehn in ein paar Folgen reingeschaut und war immer begeistert.

In Californication geht es um einen Schriftsteller mit Schreibblockade. Das sagt mir was, damit kann ich was anfangen. Ich hab auch mal geschrieben. Über einen großen Zeitraum sogar sehr regelmäßig. Täglich, um genau zu sein. Mindestens eine Seite. An guten Tagen auch mal acht bis zehn. Da kommt auf die Dauer einiges zusammen und so bin ich auch eine dieser armen Würste mit einem unfertigen Roman in der Schreibtischschublade. Der wohlgemerkt total scheisse ist. Für ein größeres Werk war es einfach noch zu früh. Weiß ich jetzt. War mir damals egal.

Hab irgendwann auf Kurzgeschichten umgesattelt. Die ersten Versuche waren ebenfalls scheiße. Keine Ahnung vom Aufbau einer Handlung, aber einen auf dicke Hose machen. Sprache hatte ich drauf, das hat auch damals keiner bezweifelt, aber das ist nun mal nicht alles.

Mit der Zeit wurden die Storys besser. Erst kam eine, die war ganz nett. Vor allem war sie schön kurz. Danach schrieb ich eine, die war gut. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Der Titel gefällt mir heute noch: Attack of the Schoolgirl Hookers. Mit ein paar Veränderungen hätte das was draus werden können. Hab aber nie wieder Arbeit reingesteckt.
Dann kam eine, die war wirklich gut, und wenn sie irgendwann mal jemand drannsetzt und sie kräftig aufpoliert, könnte sie sogar mehr als nur gut sein. Aber ob ich dieser jemand sein werde?
Sieht eher nicht so aus …

Ich habe seit über einem Jahr nichts mehr Derartiges geschrieben. Für die Schule glüht die Tastatur, ca. 80-100 Seiten im ersten Jahr.

Ansonsten ist dieser Blog das erste halbwegs kreative, was ich seit langer Zeit zu digitalem Papier bringe. Und es macht verdammt großen Spaß. Und selbst wenn es nur eine kleine Handvoll Menschen lesen, hat sich meine Leserschaar mindestens verdoppelt.

Puh, sitze wieder hier im Hotel. Erster Tag der Schulwoche ist rum, four more to go. Und ich habe gerade Taxi Driver gesehen. Vielleicht auch daher die miese Laune.

Let’s show some love for… Serial Experiments Lain

Wenn man das Wort Anime hört, denkt man meistens sofort an die Klassiker: Akira, Ghost in the Shell, die Miyazaki Filme usw.

Ich denke sofort an Serial Experiments Lain.

Neon Genesis Evangelion ist in meiner Rangliste quasi Platz 1.5 (wobei der Film „The End of Evangelion“ der beste Animationsfilm ever und einer meiner Lieblingsfilme überhaupt ist) , denn die Spitzenposition hat Lain inne, seit ich diesen Brocken von einer Serie das erste Mal gesehen habe.

Evangelion hat seinen Ranglistenplatz, weil mich diese Serie in der Pubertät wie ein Vorschlaghammer getroffen und mich sehr beeinflusst hat. Serial Experiments Lain aber, stellt unser ganzes Leben, unsere moderne Welt an sich in Frage, mit einer Prämisse, gegen die die Matrix-Triologie aber so was von Kacken gehen kann.

Worum es in dieser Serie genau geht, ist ziemlich schwer zu beschreiben. Dabei ist das Problem nicht, dass man eventuell zu viel verraten könnte, denn Lain ist eine dieser Serien, die man selbst nach dem Genuss aller Folgen noch lange nicht verdaut, bzw. komplett verstanden hat.

Ganz kurz gesagt geht es um ein 13-jähriges Mädchen namens Lain Iwakura. Lain ist ein sehr stilles Mädchen, das keine Freunde heut und in der Schule kaum auffällt. Eines Tages springt die Schülerin Chisa vom Dach eines Hauses in den Tod. Alle in der Schule sind entsetzt, vor allem, als das tote Mädchen beginnt, E-Mails zu verschicken. Auch Lain bekommt eine E-Mail und Chisa erzählt ihr, dass sie gar nicht gestorben ist, sondern nur ihren Körper abgelegt hat und das Gott in der „Wired“ (so heißt hier das Internet) existiert.

close this world - enter the next

Mehr zu erzählen wäre ziemlich sinnlos. Selbst die Handlung einzelner Folgen zu beschreiben ist schwer. Hier wirken Bilder auf den Zuschauer ein, Konzepte und ganze Plots werden angerissen, nur um dann nie wieder erwähnt zu werden. Kleine Details werden in den Raum geworfen, scheinen unwichtig, und machen dann fünf Folgen später plötzlich Sinn, wenn man sich denn noch daran erinnern kann.
Serial Experiments Lain ist ein atmosphärisch unglaublich dichter Psycho-Trip. Man stelle sich vor, David Lynch hätte eine Cyberpunk Version von Alice im Wunderland gedreht.
Die Serie verlangt vom Zuschauer die volle Aufmerksamkeit. Zu jeder Sekunde. Nebenbei Essen oder sich unterhalten ist nicht. Man muss seinen Grips benutzen, und wer keinen Spaß an so was hat, der soll lieber die Finger davon lassen.

Leider habe ich nur selten gelegenheit, Serial Experiments Lain jemandem zu zeigen und die Prämisse anschließend zu diskutieren. Meine Frau hat nur bis zur Hälfte durchgehalten (war ihr während der Schwangerschaft zu heftig/“durchgeknallt“).

Playlist:
Dead Kennedys – Fresh Fruit for rotting Vegetables
Antitainment – Cooler Plattentitel
The New York RelX – Sold out of Love

Gamelist:
The World Ends With You (DS)
Borderlands (PS3)

Ich hab Rücken im Arsch!

Auf der wohl letzten Feierei, die ich mit meiner Anwesenheit beehrt habe (Hochzeiten und Verwandte zählen nicht) war’s mir irgendwann einfach zu viel. Zu viele mehr oder weniger fremde Leute, zu viel ungewollte Musik und zu viel Alkohol. Also musste ich aussteigen und das bedeutete Kopfhörer auf und Ego-Musik aufdrehen, und so saß ich also mit Stöpseln in den Ohren in der WG-Küche, während um mich herum der normale Party-Betrieb weiterging. Das war echt nötig und nach zehn Minuten ging’s mir auch wieder besser.

Ego-Musik waren für mich zu diesem Zeitpunkt Karmacopter aus Mannheim. Deren Debüt-Album „Goodbye Haptik“ habe ich rauf und runter gehört und es verirrt sich auch heute noch auf meinen Plattenteller. Früher wären Samsas Traum in einer solchen Situation die Musik der Wahl gewesen. Und gaaanz gaaanz früher hätte ich zu Tocotronic und/oder Placebo gegriffen.

Wäre besagte Party z.B. gestern gewesen (sie war sogar an einem Mittwoch, wenn ich mich recht entsinne), hätte ich Inner Conflict gehört. Vor allem deswegen, weil ich kaum noch etwas anderes höre. Habe die Band vor ca. zwei Monaten über einen Eintrag bei Facebook entdeckt (und da soll noch einer sagen, das wäre zu nichts gut) und war erstmal nur ganz angetan. Hab mir ein Album … ähm… gekauft und musste mich da wirklich reinhören, bis es klick gemacht hat. Jetzt höre ich fast nichts anderes mehr.
Geilste deutschsprachige Punkrock Band at the moment. Period!

Und damit du (ich darf doch du sagen, oder?) an der awesomness von Inner Conflict teilhaben kannst, hier mal der erste Song des aktuellen Albums „Nachhause“ in Wort und Ton.
Kommando: Abfeiern!!!

Ton:

http://innerconflict.bandcamp.com/track/der-r-cken-ist-im-arsch

Wort:

Jetzt steh ich wieder hier
Schrei Löcher in den Wind
Weiß selber nicht genau
Warum ich hiergeblieben bin

Auf halbem Weg verhungert
Den Antrieb verlor’n
Ertrinke ich in Selbstmitleid
Und ekel mich davor

Wo ich hinseh – alle sind am Ende
Bin so müde vom warten auf die Wende

Graue Wolken ziehen auf
Der Himmel nicht mehr ganz so klar
Es tobt ein kalter Sturm
Wo eben noch die Sonne war
Keinen Schirm dabei
Hab ich eh noch nie gebraucht
Wozu auch – und überhaupt?

Wo ich hinseh…

Mein ganzes Leben
Sortiert und eingepackt
Hol ichs wieder raus
Oder lass ichs einfach sein?
Den ganzen alten Scheiss
Den ich nicht mehr brauch
Schmeiss ich lieber weg
Sonst holt er mich noch ein

Inner Conflict – Der Rücken ist im Arsch

(selber rausgehört, alle Angaben ohne Gewähr)

Habe dann Partytechnisch übrigens noch die Kurve gekriegt, inklusive besoffen Ärzte Lieder gröhlen, kotzen, und nachts um drei Spaziergänge machen. Und am nächsten Tag einen Vortrag über Freuds Drei-Instanzen-Modell gehalten.

Dass das inzwischen schon lange her ist, sollte mir aber wohl trotzdem zu denken geben, so Social-Life mäßig xD

Playlist:
Inner Conflict – Nachhause
Inner Conflict – Nachhause
Inner Conflict – Nachhause